Donnerstag, 16. August 2012

Machwerk R.W. Aristoquakes
   Teil 10 - 236
  Märchenerzähler im Olymp

Ach was haben sie gelacht
Die Seelen im Elysium;
Alle applaudierten nun ringsum.
"Die Story hat mir Spaß gemacht"
Grinste Achill "die Krott hatt' Recht,
Du siehst fürwahr, es ist ein Graus,
Bald wie der alte Gorgo aus.
(Ilias 8/349; 11/36; Schreckwesen mit
Furcht erregendem Blick auf der Ägis)
Da wird einem ja richtig schlecht".
Da hat sich Hyperion gewehrt:
"Du siehst die Sache wohl verkehrt?
Nicht ich hab mit der Krott gesprochen,
Es war Renard! Ich muss drauf pochen.
Ich hab weder unten noch hier, nie
Gesprochen mit 'nem Lurchenvieh"!
"Egal" lachte Achill gemein,
"Doch könntest du's gewesen sein"!
Da hatte der vermaledeite
Lästerer und Tunichtgut
Die Seelen all auf seiner Seite.
Nur eine kochte schier vor Wut.
Doch die kam nicht mehr dazu
Sich des Vorwurfs zu erwehren
Und all die Lümmel zu belehren
Denn der nächste Redner bat um Ruh.
Es war der junge Hypsenor
(Ilias 5/76; Sohn des Dolopion)
Der dem erlauchten Seelenkorps
Was Gertrud Kolmar einst erdacht
Im Reim hat zu Gehör gebracht.


Die Kröte
von
Gertrud Kolmar


 wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.