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Montag, 5. März 2012

Machwerk R.W. Aristoquakes

Teil 10 – 49

Fabelstunde im Olymp


Die Bilder zur Fabel

-Teil 2 -

Die Muse Aristomyomaximus

Im schönsten Seelen-Habitus

Stellte mit sichtlichem Behagen

Dem ach so erlauchten Heldenkorps

Im Elysium all die bunten Bilder vor

Die sie zusammen einst getragen.

Hochgebildet und kunstbeflissen

Brachte sie ihr ganzes Wissen

In Sachen Großmannssucht nun an.

Sogar den Gernegroß von Mann,

Welcher mittels Blender-Schein,

Der Oberste der Hautevolee

Und Präsident wollt so gern sein

Kürzlich erst noch an der Spree,

Hob sie anhand von einem Bild

Auf den Aesop-Fabel-Schild.

„Schwarz eingerahmt mit Trauerflor

Kommt er sich immer noch so vor“

So erklärte sie dabei

Als ob er was Besondres sei.

Und dann fuhr sie wütend fort:

„Obwohl ihm keiner ist mehr hold

Nimmt er sich den Ehrensold.

Als hätt den Job er gut gemacht,

Und verprasst des Volkes Gaben

Welche Männern zugedacht,

Die verdient gemacht sich haben“.

„So ist das nun einmal im Leben“

Fügte die schöne Muse an

„Die Kleinen zahlen nur und geben

Damit das Großmaul protzen kann“!

Und danach fügte sie spontan

Noch weitere neun Bilder an.


wird fortgesetzt

Mittwoch, 29. Februar 2012

Machwerk R.W. Aristoquakes

Teil 10 – 36

Fabelerzähler im Olymp


Wieder nur betroff‘nes Schweigen.

Manch Seele wollte wohl nicht zeigen,

Dass sie im Frosche der genannt

Im Poem war, hatte sich erkannt.

Doch Zeit blieb nicht zum Schämen.

„Ihr braucht euch deshalb nicht zu grämen“

Sprach Akrisios, Danaes Vater

(Ilias 14/319)

„Schert euch nicht um das Theater,

Das Zeus da machte im Gedicht.

Auch für uns gilt: Das Gesicht,

Will man Kummer sich ersparen,

Selbst als Seele zu bewahren.

Da lachten sie und er fuhr heiter

Mit Jean de La Fontaine weiter.


Der Frosch und der Ochse

(R.W. Aristoquakes frei nach la Fontaine

für Christian Wulff)

Ein Frosch sah einen Ochsen stehn

Von mächtigem Wuchs auf einer Wiese.

Da wollt er schier vor Neid vergehn.

„Auch ich wär gern ein Riese“

So dachte er und blähte sich

Ganz schnell auf gar ärgerlich.

„He“, Teichhilde „schau mal her,

Bin ich schon so groß wie der“?

Wollt er von seiner Gattin wissen.

„Ach Liebster“ quakte die nur „nein

Das ist noch immer viel zu klein“!

Da blies der Frosch sich neidbeflissen

Noch weiter auf. „Du wirst es sehn“

So quakte angeb‘risch er drauf

Ich übertreff‘ an Größe den“!

Dann blies er sich noch weiter auf.

„Ich schaffe es auf jeden Fall“

Größer als der Ochs zu sein“

„Du bist noch immer viel zu klein“.

Hänselte Teichhilde. Er

Holte Luft noch etwas mehr.

Da gab es einen lauten Knall.

Bevor die Gattin ihn ließ wissen

Dass er ein Gernegroß stets bleibt

Hat es den Angeber zerrissen.

So geht es wenn man übertreibt

So wie Wulff vor seiner Lieben

In Berlin hat übertrieben.

----


So die Moral von dem Gedicht:

Auch in Berlin geht so was nicht.

(Doch in diesem Fall ist der

Ein gemachter Mann ohn' Ehr

Und der kleine Frosch der dumme

Weil er ihm zahlt die schöne Summe)





wird fortgesetzt

Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.