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Freitag, 24. Februar 2017

Die Muse und der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 41
Die Muse und der Dichterling
Buch I


Die virtuelle Froschsammlung
des Aristoquakes und der Muse
Aristomyomaximus
 - Teil  18 -


ährend 

die Muse Maxi immer noch,
Für die Touristen zum Begaffen,
Lud Bilder auf den Computer hoch,
Welcher im Museum rechterhand,
Gleich in der Eingangshalle stand,
Machte ihr Freund der Dichterling,
Dem es nur um eines ging,
Nämlich zu beweisen klipp und klar,
Dass Jesus nur die Kopie von Amun war,
Im Keller an den Mumien sich zu schaffen.

Obwohl er das tat seit gut acht Stunden
Hatte er noch nichts herausgefunden
Was wirklich darauf schließen ließ,
Dass auch tatsächlich stimmte dies.

In der Hand das Totenbuch,
Das er studiert hatte genau,
Und müde von der Leichenschau,
Klappte er in aller Ruh
Unterdrückend einen Fluch,
Weil sich drin nicht Neues bot,
Ramses Kiste wieder zu
Und griff zu seinem Butterbrot.

Dabei fiel ihm Maxi ein,
Die ihm, auch Dichter müssen leben,
Die Stulle samt einer Flasche Wein,
In den Keller hatte mitgegeben.

Nach einer kurzen Mittagspause
Stieg die zwei Treppen er im Hause
Hinauf um oben nachzusehen,
Wie weit die kleine hübsche war
Und ob er ihr als Archivar,
Eventuell zur Hand sollt gehen.

Oben bei ihr angekommen,
Hat er sofort wahrgenommen,
Dass von der Batrachomyomachie
Die letzten Bilder just grad sie
Vom Handy auf den Computer lud.


 
 

 

 

 
 


 
 
 

 

***

Da hat der faule Tunichtgut,
Maxi nur staunend angeblickt,
Ihr anerkennend zugenickt,
Seinen Daumen steil nach oben
Anerkennend kurz gehoben,
Sie fröhlich dabei angelacht,
Und sofort wieder kehrtgemacht,
In den Keller zu verschwinden
Um endlich dort herauszufinden,
Ob stimmt was Wissenschaftler wagen,
Aus dem Fache der Ägyptologie,
Und es über den Herr Jesu Christ
Voller Überzeugung sagen,
Nämlich, dass jener nur eine Kopie,
Von Horus, Osiris oder Amun ist.

***

Wie es in Kairo weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

Mittwoch, 22. Februar 2017

Die Muse un der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 40
Die Muse und der Dichterling
Buch I


Die virtuelle Froschsammlung
des Aristoquakes und der Muse
Aristomyomaximus
 - Teil  17 -


ls 

Quakus von Amun die Bilder sah,
Die ihm die Muse hat beschert,
Flippte es schier aus beinah.

"Das ist wirklich sehenswert!"
Lobte im Sammlerterminus

"Ich denk, ich räume hier im Haus
Ein paar der Säle dafür aus,"
Fügte er spontan
Seiner Lobeshymne an.

"Ein Werk von solcher Seltenheit
Ist wahrlich eine Kostbarkeit!"

"Ich will deshalb nicht länger säumen
Und auch die Eingangshalle räumen,
Damit du ausreichend hast Platz
Für diesen bedeutungsvollen Schatz."

"Die ganze Welt wird sich dran weiden,
Und mich um dieses Werk beneiden.
Das in Gänze, so wie es sich frommt,
Nun in mein Museum kommt."

"Es wird die Besucherzahl hier mehren
Und den Menschheit drob belehren,
Dass Kriege geführt im Hass gar blind
Wie es die alten Bilder eigen,
Mehr als überdeutlich zeigen,
Nichts als Völkermorde sind,
Die von den Herrschern hier auf Erden,
Angezettelt ihrer Machtgier wegen,
Im Namen ihrer Götter werden."

"Weil jene der Menschheit es erlauben,
Zu rauben was sie selbst nicht glauben,
Und gar hinterhältig ihren Segen
Dazu gar dreist noch spenden
Wird das Morden dann erst enden,
Wenn endlich Amun, wie's ihm frommt,
Zurück ins Haus am Nil hier kommt,
So wie es prophezeit hat Bosch
Und auch Achternbusch vom Frosch.

Eine weitere Lehr aus diesen Bildern,
Ist, was Homer uns wollt einst schildern,
Nämlich, dass er in Anbetracht
Seines kriegerischen Epos, der Iliade,
Im Alter, schon etwas versponnen,
Den Krieg der Tiere hat ersonnen,
In welchem er gar ungeniert,
Sein eigenes Hauptwerk parodiert.

Im Froschmäusekrieg, von ihm erdacht,
Ja der alte Blinde war ein Spötter,
Beschreibt er die Ohnmacht all der Götter,
Es war eine ganze Latte,
Die er in der Ilias rigoros
Glorifiziert als übermächtig hatte.
Doch er wurd sie nicht mehr los!"

"Als später dann die Römer kamen
Gab man ihnen neue Namen
Und hat sie schlichtweg umgetauft."

"Noch heute wird gar verbissen drum gerauft,
Obwohl kein Mensch ihn wirklich kennt,
Wie man den Chef im Himmel nennt."

"Die Menschheit mit all ihren alten Sitten,
Wird immer mehr darob zerstritten
Und wird, wenn das so weitergeht,
In diesen wahrlich sinnlosen Ringen
Sich selbst noch um ihr Leben bringen."

"Und Trump, der mächtigste von allen,
Der göttergläubigen Vasallen,
Er ist selbst mir hier nicht geheuer,
Weil er vom Führen nichts versteht,
Schürt am schlimmsten dieses Feuer,
Aus dem, wenn weitermacht so dieser Mann,
Ein Weltenbrand entstehen kann,
Den weder der Prophet noch Jesus Christ,
Zu löschen in der Lage ist!"


"Aus diesem triftigen Grunde eben,
So fuhr der Museumsdirektor fort,
Ist hier, bei mir, der rechte Ort,
Auch Amun aus dem alten Theben,
Welcher auf dem Götterthron,
Saß lang vor all den andern schon,
In meinem Museum zu gedenken."

"Er war der friedfertigste von allen.
Er ließ es sich sogar gefallen,
Als das Unheil war gediehen,
Ohne Moses zu verfluchen,
Schutz im Untergrund zu suchen,
Anstatt in den Krieg zu ziehen."


"Wenn wir den Blick so wie Homer,
Indem die Götter er verlachte,
Es in seinem Tier- Epyllion machte,
Auf den Unsinn aller Kriege lenken,
Dann erkennt ein jedes Kind,
Und nimmt es mit von hier als Lehr,
Dass selbst Götter machtlos sind,
Wenn Völker einen Krieg entfachen!"

***

"OK, das werd ich deutlich machen!"
Hakte da die Muse ein.
"Ich denk du wirst zufrieden sein."

Danach, ohne weitres Wort
Setzte sie ihre Arbeit fort,
Indem fröhlich sie und hochgemut
Weitere Kriegsbilder ins Netz hoch lud.


 
 




 
 


 

 
 



***

Wie es in Kairo weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt


Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.