Dienstag, 23. Oktober 2012

Machwerk R.W. Aristoquakes
   Teil 10 - 442
  Märchenerzähler im Olymp

Nach Promachos als nächster dann
War Protesilaos endlich dran.
(Ilias 2/698ff; 13/ 681; 15/705; 16/286; Sohn des Iphiklos,
 Führer der Krieger von Phylake mit 40 Schiffen, stieg
als erster an Land und wurde zuerst getötet)
Der Führer der Krieger aus Phylake
Trug `nen Poem vom Froschgequake
Im Elysium mit Humor
Seinen Kameraden vor.

Korax, korax,
quak, quak, quak
R.W. A.

Vier Tenöre im Quartette
Sangen quakend um die Wette.
Wer das schönste Quak konnt' singen,
Der Kehle den reinsten Ton entringen
Im Wettstreite, der sollte siegen
Und all die Mücken ringsum kriegen
Die vom Gequake nicht verdrießen
Sich den schönen Abend ließen.

So sangen sie in Dur und Moll
Und fanden sich dabei gar toll.
Sie quakten stets die gleichen Worte
Piano, Mezzo und auch Forte.
Was in ihren Lungen stak
Gaben sie mit festen
Tönen nun zum Besten.
Korax, korax, quak, quak, quak.

Besonders schön hat es geklungen
Als in Forte ward gesungen.

Den Mücken wurde angst und bang.
Als das Fortissimo erklang
Sind verschreckt sie ausgerissen
Und mit ihnen auch die Leckerbissen
Welche als Preis hatten gegolten
Um den die Frösche streiten wollten.

So die Moral von diesen Zeilen:
Singen ist zwar schön bisweilen;
Doch der Ton erst beim Gesang
Verleiht dem Text den rechten Klang
Und immer Quak nur zu bekunden
Wird als lästig meist empfunden.


 wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.