Samstag, 3. Oktober 2015

Der Froschmäusekrieg

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 38 - 9
Auf dem Schlachtfeld
- Die Panzerschlacht -

ie 

Sache war zwar sehr zum Lachen.
Doch was sollten die Mäuse machen.
Sie hatten, auf Troxartes eingeschworen,
Als gute Soldaten zu gehorchen.

Da half es nicht herumzustorchen
Denn dazu, das war das Gemeine,
Hatten sie zu kurze Beine.

"Wir haben zwar unsere Fahrzeuge verloren"
Sprach der Feldmarschall von Kraul
Dümmlich, unüberlegt mit spitzem Maul,
Und fügte naseweis hinzu,
"König Pausback der dreiste Froschfilou,
Hat zwar seine Marine dort
Stationiert vor Ort,
Doch Admiral Quakus und seinesgleichen
Werden gegen uns nicht viel erreichen!"

Und dann führte er spontan
Die Gründe für seine Meinung an:

"Das Wasser dort ist viel zu flach,"
Sprach er als wäre er vom Fach,
 "Als dass ein Schiff von Pausbacks Flotte,
Uns im Watt gefährden kann.

Das hat der Held von der Marotte
Sich riesige Schlachtschiffe als Waffen
Gegen uns Mäuse zu beschaffen."

"Und außerdem", fügte er an
"Ihr wisst es sicherlich ja auch
Was Käpten Quaaaks, der alte Gauch
Der seiner Durchlacht's Admiralität
In Fragen Schlagkraft und Taktiken berät,
Hat bei Pausback durchgesetzt.

Alle Kriegschiffe werden jetzt
Vom Kreuzer bis zum letzten Zossen
Nach Feierabend abgeschlossen
Und kein Schwanz bleibt dort
Nach Dienstschluss mehr an Bord."
(Anspielung auf die neue Arbeitszeitregelung der Flotte)

Triumphierend dann aus gutem Grund
Reckte er die Faust nach oben.
"Hier habe ich den Schlüsselbund.
Die Admiralität wird toben,
Wenn sie die Flotte almarmiert
Und in den leeren Kasten stiert,
Aus dem Krümler wie ich ihm befohlen
Die Schlüssel hat für uns gestohlen."

So beruhigte er die Truppe.
Die Froschmarine ist uns Schnuppe
Sie hat sich selber ausgesperrt!"

Danach fügte er spontan
Den Befehl zum Angriff an.

"Seht dort!",  hat da 'ne Maus geplärrt.
"Das hast vergessen du zu sagen,
Sie kommen mit Amphibienwagen!"


Und tatsächlich, ach du Schande
Beinah so tapfer wie einst Spee,
Nur eben im Watt und nicht auf See,
Preschten sie vom Strande,
Durch den matschigen Schlick heran
Um den Mäusen zu beweisen
Dass die Admirale nebst dicken Schiffen
Wie den abgeschlossenen Fregatten,
(Anspielung auf die neue Arbeitszeitregelung der Flotte)
Auch noch die Amphibien hatten.

***

Als die Mäuse das begriffen
War es für sie bereits zu spät.

Die grüne Admiralität
Hatte längst Befehl gegeben
Alle Mäuse zu vernichten.

"Keine Maus darf überleben
Tod den verdammten grauen Mäusen,
Und dass sie all der Teufel hole
Lautete die Kampfparole!"

So steht es in den Kampfberichten.

Wie anderswo mit Läusen
Ist man im Watt gar unbefangen
Mit den Grauen umgegangen.


Die Frösche mit ihren Patscheflossen
Mutig wie stets, zum Kampf entschlossen,
Haben die Mäuse durch den Schlick gehetzt,
Bis die Armen zu Hunderten zuletzt,
Dort wo's am Schlimmsten hat gestunken,
Sind in jenem Schlick versunken,
Den Fischer, die nie übertreiben,
Online heute so beschreiben.


***

Wie die Sache weitergeht
In der nächsten Folge steht

wird fortgesetzt




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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.