Montag, 26. Oktober 2015

Bei Hofe

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 40 - 13
Bei Hofe

ie 

es an Pausbacks Hof war Brauch
Stammten die Ordonanzen sowie auch
Die Bedienungen in der Kantine,
Von der königlichen Froschmarine.

Weil das Schicksal es so wollte,
Kam es wie es kommen sollte.

Als Großadmiral Hüpfig von der Krotte,
Fürstin Schlickners  Ehegatte,
Weil nichts zu qualmen er mehr hatte,
Wollte Tabak sich beschaffen,
Traf er in Pausbacks Hofkantine
Einen, der mit kecker Mine,
Begann ihn zu begaffen,
Als ob er, der hohe Militär,
Vor ihm im Galarocke schick und fein,
Das Trugbild einer Fata Morgana wär'.

Es war ein Maat von Pausbacks Flotte,
Mit Namen hieß er Hein,
Der fröhlich und gar gut gelaunt,
Den anderen hat angestaunt.


"Du kennst mich, so hoff ich, sicher doch
Von unsrer Fahrenszeit her noch."
Begrüße der den Admiral.
"Wir fuhren unter Hipper
Einst auf dem selben Clipper!
Ich war Hauptgefreiter dazumal",

Und dann fuhr er belustigt fort.

"Und du warst der Kadett an Bord,
Der, was man nicht machen sollte,
Sich immer gern verdrücken wollte,
Wenn es um die Arbeit ging."

"Mann, das ist fürwahr ein Ding,"
Lachte er und hat den anderen begafft,
"Dass an Pausbacks Hofe wir
Uns wieder sehen einmal hier."

Und dann fügte er spontan
Sogleich die Frage an:

"Wie hast du das denn nur geschafft
So schnell Admiral zu werden?"

"Ich war", sprach Hüpfing von der Krotte,
Ohn' prahlerisch sich zu gebärden,
"Einst Steuermann auf einem Potte,
Unter Admiral von Schlickner, der,
Gott hab ihn selig, er lebt nicht mehr,
Unser Schiff hat auf ein Riff gesetzt."

"Ich habe als einziger, sehr schwer verletzt.
Das Unglück überstanden.
Als mich die Retter schließlich fanden,
Ich war wohl immer noch im Tran,
Das sage ich ganz offen,
Und noch arg besoffen,
Hatte ich den Rock des Alten an.

Seit jenem Tag, mir ist's egal
Nennen mich alle Admiral."

Und dann erzählte er gar heiter
Was er noch erlebt hat weiter.

"Madam von Schlickner, eine Frau von Adel
Lupenrein und ohne jeden Tadel,
Hat vor lauter Traurigkeit,
Um ihren ertrunknen Mann,
Nach zwei Tagen Trauerzeit,
Nachts im Bette irgendwann,
Mich gar listig angelacht
Und mir das Angebot gemacht
Dass ich, falls ich wolle,
Sie ehelichen solle."

"Du kennst mich ja" sprach er zu Hein,
"Ich sag nun mal nicht gerne nein!
So von ihr im Bett gefragt,
Hab ich sofort ja gesagt."

"Seit jener Nacht sind ich und sie,
Das sag ich im Vertrauen dir,
Mitglieder der High Society."

"Aus diesem Grunde sind wir hier,
Wie all den andern Diplomaten
Um gemeinsam zu beraten
Wie endlich wir die Schlacht beenden
Und den Krieg zum Frieden wenden."


"Und weil  wir dazu  länger brauchen,
Benötige ich dringend was zu rauchen!"

***

Ach was hat Hein da gelacht.
"Das hätt' ich dir samt Deiner Braut
Glaub mir, fürwahr nicht zugetraut.
Das habt ihr wirklich toll gemacht."

Und dann hat schelmisch er gegrient,
"Wenn in Sachen Frieden du
Auch landest noch solch einen Coup,
Dann hast du all das Gold verdient,
Das du am blauen Rocke hier
Herumschleppst blendend so mir dir."

"Hier hast ein Päckchen Tabak du
Und meinen Händedruck dazu.
Grüß die Fürstin schön von mir
Sag ihr, es war schön mit ihr.
Auch wenn du es noch gar nicht weißt.
Sie weiß ganz sicher was das heißt!"
(siehe Teil 40 - 11, letzte Zeile)

***

Wie es bei Hofe weitergeht
Und was die Diplomaten,
Dort alles noch beraten,
In der nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt







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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.