Donnerstag, 29. Oktober 2015

Bei Hofe

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 40 - 16
Bei Hofe


ährend 

die beiden hohen Flaggoffiziere,
Im Unterricht gekonnt das Ihre
In Sachen Sprachausbildung taten
Und den Mäusen unverzagt
Beibrachten wie man hierzulande quakt,
Haben zwei andre Diplomaten
Ernsthaft drüber nachgedacht,
Wie man dem Krieg ein Ende macht,
Ohne dass jemand sich blamiert,
Oder sein Gesicht verliert.

Der Großadmiral von Rührendreck
Und Mäusemarschall Schwartenspeck
Diskutierten darüber im Salon
Gut zwei dreiviertel Stunden schon,
Ohne auf einen gemeinsamen Nenner
In dieser Frage noch zu kommen.


Beide exzellente Kenner
Ihrer Taktiken im Streite
Und auch der der Gegenseite,
Tauschten in Sachen Krieg und Strauß
Ihre Argumente aus.

"Weil wir uns zu lang schon bekriegen,"
Hat Großadmiral von Rührendreck
Die Lage wiederholt umrissen
"Müsste euer König wissen
Dass er uns niemals kann besiegen!"

"Du wiederholst dich", mahnte Schwartenspeck.
"Genau so sieht das Troxartes auch
Nur eben reziprok betrachtet."

"Dann wird es Zeit, dass ihr den alten Gauch
Der sein eigenes Volk gar dreist, verrucht
Aus Mausulina zwingt zur Flucht,
Beseitigt oder ihn entmachtet."
Erwiderte ihm Schwartenspeck.
"Das ist doch klar, dann muss er weg!"

"Das sagt sich leicht, doch es ist schwer"
Erwiderte der Mausmarschall,
"Wenn im Lande überall
Soldaten von einem fremden Heer
So wie hässlich gierige Ratten
Die Unseren wie Schatten
Verfolgen und sie daran hindern.

Sie würden die Unsren samt den Kindern,
Schon bevor sie es versuchen
Umbringen alle und verfluchen.

In Mausulina ist zu zurzeit
Keiner vor dem Tod gefeit.
Gegen die Ratten in unserm Land
Ist nutzlos jeder Widerstand.

Das wissen all die braven frommen
Mäuse die jetzt hierher kommen.
Sie müssen um zu überleben
Fersengeld der Heimat geben
Und Troxartes der Filou,
Wartet ab und schaut nur zu
Wie sein Fähnchen steht
Und wohin der Wind es weht.

Erst gestern hat er laut verkündet
 Dass er mit einem sich verbündet,"
So sprach der Marschall sorgenschwer,
"Der noch dreister ist als er!"


"Ja" sprach da der Admiral,
Die Lage ist fürwahr fatal!"

"Wenn man all die fremden Mächte
Zur Vernunft endlich mal brächte,
Dann sähe es für dich und mich
Und jeden Frosch und jede Maus
Da bin ich wie du ganz sicherlich
Einer Meinung, besser aus."

***

Dann kamen sie auf das zu sprechen
 Zu was jene sich erfrechen,
Welche von sich glauben
Sie könnten sich's erlauben,
Weil die Macht dazu sie haben,
Das Recht zu untergraben
Und zu tun was ihnen frommt
Auch wenn es den andern nicht bekommt.


All die Namen von den vielen
Die dann zwischen ihnen fielen
Sind der ganzen Welt bekannt.
Auch Putin wurde da genannt.
Am Ende  Baschar al Assad
Und Schinkenklaubers Maus- Agnat,
(Schinkenklauber ist der Name von Troxartes Vater
im Froschmeuseler von Georg Rollenhagen)
Welcher sich  Troxartes nennt
Und den heut auch ein jeder kennt.

***


wird fortgesetzt


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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.