Montag, 7. November 2016

Der Kriegsveteran

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 46 - 12
Der Kriegsveteran

as 

mit dem Handy in der Hand
Als nächstes er in Japan fand,
Oh, wie war das schön,
War ein Bild, auf dem obszön,
Einer seiner Artgenossen,
In ein Manntierweib verschossen,
Jenes neugierig und frohgelaunt,
Beim morgendlichen Bad bestaunt
Und zwar von hinten unten so,
Dass ganz genau er in den Po,
Ach was war der Frosch versaut,
Der Angebeteten hat geschaut.




Das Weibsbild mit den prallen
Brüsten hat auch ihm gefallen!

Aus diesem Grunde, gar gerissen
Wollte er mehr darüber wissen,
Weshalb die auch sonst recht schöne
Japanerin sich auf solch obszöne,
Nicht gerade feine Art,
Indem sie tief nach vorn sich neigt
 Sich seinem Artgenossen zeigt.

***

Ob sich der Kumpel hat mit ihr gepaart,
Wie das Bild es suggerierte,
Und wie Krotterich es schien,
Hat, als der weiter recherchierte,
Im Wissensdrange unumwunden,
Zwar nicht herausgefunden,
Doch führte seine Neugier ihn,
Ohne selbst groß viel zu tun,
Online via Handy nun,
Auf eine wahrlich interessante
Seite die er noch nicht kannte.

War sie überschrieben.
Es war einer jener Blogs,
Der zeigte was Japaner lieben,
Und dass der Frosch ganz offenbar,
Dort der Allergrößte war
Oder sogar heut noch ist.

Die Seite war zu guter Letzt
Vom Autor selbst einst voller List,
Mit einer anderen vernetzt,
Welche noch mehr interessant,
Sich "Gama und Kaeru" hat genannt.

Auf jener Seite, eben drum,
Sah Krotterich genau sich um.

***

Frosch und Kröte in Japan 
Teil I



Wunderschön bebildert
Wurde dort geschildert
Wer Gama Sennin und Liu Hai
Der Koshin Sennin und Kosensei,
Was in Japan weiß ein  jedes Kind,
Und Kaeru oder Gama sind.

 





Gama Sennin Ein unsterblicher, allwissender Asket und Heiliger der stets mit seinem Symboltier der meist dreibeinigen Kröte dargestellt ist. Meist trägt er diese auf dem Arm oder auf der Schulter sitzend mit sich. Manchmal ist der Sennin gar selbst auf einer übergroßen Kröte reitend abgebildet. Im Gegensatz zu den anderen Heiligen ist der Sennin Gama meist mit einem tonsurartig kahlem Schädel dargestellt. Er wurde überwiegend als lustig lächelnder, mit sich und der Welt zufriedener Zeitgenosse geschnitzt. Andere Namen für den Sennin sind Kosensei, Hou Sien Seng oder Koshin-Sennin. In der Literatur ist der Heilige oft als haar- und bartlos beschrieben. Nicht einmal Augenbrauen soll er haben. Seine Körperhaut ist bedeckt mit Beulen und Warzen und als Bekleidung trägt er einen aus Blättern angefertigten Umhang über die Schultern und Hüften. Ein weiteres Charakteristikum sind seine großen Ohren.(Große Ohren gelten in Japan als ein Kennzeichen für Weisheit.) Er soll als Händler durch die Lande gezogen sein und Drogen mit Zauberwirkung verkauft haben. Meist jedoch lebte er zurückgezogen in den Wäldern und Bergen. Eines Tages folgte ihm ein Mann namens Bagen, der wie er im See ein Bad nehmen wollte. Kosensei schenkte diesem eine von seinen Kräuterpillen worauf Bagen in eine Kröte verwandelt wurde die ihm fortan als ständiger Begleiter folgte. Nach einer anderen Legende fand der Sennin eine kranke Kröte, welcher ein Bein fehlte. Er nahm sich ihrer an und pflegte sie gesund. Nach ihrer Heilung weihte das Tier den heiligen Mann aus Dankbarkeit in die okkulten Künste und Geheimnisse ein. Kosensei vermag hiernach seine Seele auszuhauchen und sich so an jeden beliebigen Ort zu begeben. Die Magie der Kröte bewirkte auch seine Unsterblichkeit. Einige Autoren verweisen auch auf eine Liebesbeziehung zwischen dem Sennin und seiner Kröte. Walter Hirschberg verweist zu Recht auf die Parallelen zwischen Gama Sennin und dem chinesischen Staatsminister und Meister der taoistischen Magiekünste Liu Hai.






 


 
***

Wie es damit weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt.

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.