Montag, 24. August 2015

Auf dem Schlachtfeld

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 37
Auf dem Schlachtfeld
- Die Mausarmee -

uf 

der Erde unterdessen
Hatte Troxartes kriegsbesessen,
Zum Heiligen Kriege aufgerufen.


Mäuse aller Altersstufen,
Ohne Rücksicht aufs Geschlecht,
Mussten in den Krieg zieh'n nun,
 Um auf dem Schlachtfeld im Gefecht
Das was der König wollte tun.



Dass dies nichts Gutes bedeutete war zwar
In ihren Löchern allen Mäusen klar,
Doch Widerstand des Friedens wegen
War sinnlos. Alle Mäuse die dagegen
Haben wütend, piepsend protestiert
Wurden sofort füsiliert. 


Deshalb ohn' zu jammern und zu klagen
Und ohne groß Protest zu wagen,
Gegen König und  Koran,
Folgte ohne jeglichen Krakeel
Das ganze Mausvolk dem Befehl,
Und dachte es ist recht getan.

Wie von Saddam einst verlogen,
Sowie den Mullahs im Iran,
Die Sure ward so hingebogen,
(Sure 9/29 "Kämpfet wider diejenigen aus dem Volk der Schrift,
die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben und die nicht
als unerlaubt erachten, was Allah uns Sein Gesandter als unerlaubt
erklärt haben, und die nicht dem wahren Bekenntnis folgen, bis
sie aus freien Stückenden Tribut errichten und ihre
Unterwerfung anerkennen.")
Dass Gewalt und Krieg fortan,
Als legitimes Mittel galt
Um gegen Ungläubige, jung und alt,
Den Glauben weiter zu verbreiten.
 
Mit dem Schwerte einzuschreiten,
Hat in Glaubensachen vor der Schlacht,
Nun auch der Mauskönig gemacht.

Selbst Kinder wurden eingezogen.
Um ihre Kindheit so betrogen,
Bildete, es war ein Graus,
Man sie zu Gotteskriegern aus.


Sie lernten, wie im Bild zu sehen,
Mit dem Dolche umzugehen
Um ihren Glauben zu verbreiten 
Und gegen Frösche einzuschreiten,
Die obwohl sie es doch sollten,
Nicht an den Mausgott glauben wollten.

Den Kindern wurde beigebracht
Wie man Feinde mundtot macht
Und wie ein Gegner zu bezwingen
Damit ist und umzubringen.

Was wichtig war für eine Schlacht
Wurde ihnen beigebracht.

Im Eilgang, es hieß sich zu sputen,
Wurden aus Kindern nun Rekruten
Die, so wie die Kleinen nun mal sind,
Ihrem Gönner folgten blind,
Und ließen alles mit sich machen
Was dienlich war in Königs Sachen.


Den älteren indes von ihnen,
Auf dass sie Troxartes Zielen dienen,
Brachte Oberst Würgebrei
Zusätzlich noch was andres bei.


Mit einer alten Mausefalle
Lehrte das Fliegen er sie alle
Und wie, ohn' dass man sich groß schindet,
Man Festungsmauern überwindet.


"Nutzt das Ding als Katapult"
Sprach er, "dann wird es euch gelingen
In Pausbacks Festung einzudringen.

Dort zettelt ihr dann 'nen Tumult
Mit seinen Leibgardisten an.
Und dabei öffnet ihr das Tor.

Das weitere, laut Angriffsplan,
Erledigt das dritte Heereskorps!"

***

Andere, "weil es wichtig sei,"
So sprach der Ausbilder zu ihnen,
Brachte man das Schwimmen bei.

"Es wird euch später dazu dienen,
Pausbacks Seeschloss anzugreifen
Und die Burg darin zu schleifen!"

***

Am alten Bootssteg machte man
Die ersten Schwimmversuche dann.

Ein paar von ihnen sind ersoffen.
Wie viele, das ist heut noch offen.


"Doch im Krieg ist immer Schwund"
Tat der Ausbilder der Truppe kund
Um die jungen und die alten
Bei der Stange so zu halten.

Die restlichen aber konnten nun,
Im grausig feuchten, ziemlich kalten
Nass sich über Wasser halten
Und ihre Pflicht im Kriege tun.

***
wird fortgesetzt


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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.