Montag, 11. Juli 2016

Die Muse und der Dichterling


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 44 - 25
 Maxi und der Dichterling


a

 dann lass uns beide einfach doch
Ein bisschen weiter dichten noch,"
Erwiderte ihr der Dichterling,
Wonach er ins Detail gleich ging.

"Religiöse Verblendung und Gewalt
Sind wie die Götter selbst, uralt."

"Die Menschen, nach Fröschen und den Affen
Just vom Schöpfer grad erschaffen,
Fingen sofort an damit."

"Ohn' mehr als Gehen wir aufs Feld zu sagen
Und ohne dass er sich mit ihm lang stritt,
Hat Kain den Bruder dort erschlagen."




"Und der Herr hat es geduldet!"

"Ja, er hat es gar selbst verschuldet!"
Hakte Maxima da ein.
Das war wirklich sehr gemein!"

"Weil Kain Früchte anstatt einem Tier
Jahwe nur geopfert hat,
(Kain und Abel, Genesis 4,1 - 16)
Hat der Herr in seiner Gier,
Den braven Kain gar obstinat,
Links liegen lassen und verachtet!"

***

"Ja, wahrlich", sprach der Dichter da;
Der erste Mordfall so betrachtet,
Da hast du  wirklich Recht!"

"So fängt das Buch der Bücher an"!
Wonach er schnell ergänzte dann:

"Kain, den Eva hat vom Herrn erworben
 (Siehe oben unter Genesis 4, 1-16)
Nach dem was in der Bibel steht,
War anscheinend so verdorben
Und von Grund auf schlecht,
Dass sein Vater, nicht zu fassen
Ihn einfach links hat liegen lassen!"


"Wahrlich mein Freund, ich sage dir,
Rache, Eifersucht und Gier
Stammen aus jenen alten Tagen,
Als Kain den Bruder hat erschlagen."

"Ja da stimme ich dir zu."
Erwiderte der Dichter ihr.
"Und somit, das Thema ist zwar hier tabu,
Sind alle Nachkommen eines Mörders wir!"

"Und das Schlimmste an der Sache ist,
Was mancher Fromme heut vergisst,
Dass Gott dem dreisten Schlagetot
Lebenslangen Schutz anbot,
Indem er ihm ein Kainsmal machte,
Damit ein jeder darauf achte,
Und keiner der ihn fand,
Erhob gegen ihn die Hand!"

"Kein Wunder, nach der Gotteslist,
Dass die Menschheit so brutal heut ist!"
Fügte die Muse da spontan,
Dem  letzten Satz des Dichters an.

***

Vom Schöpfungsmythos nicht erbaut,
Sprach dieser dann zu ihr vertraut.

"Das Ganze haben einst die frommen
Juden von den Ägyptern übernommen.
Doch die alten Pyramidenbauer
Waren damals schon viel schlauer."

"Nach Seths Mord an seinem Bruder
Hat Isis, Osiris Weib, das geile Luder,
Einen Dildo sich beschafft,
Diesen mit göttlicher Schaffenskraft,
 Präpariert mit Hinterlist,
Ihn mit Froschlaich dick beschmiert,
Und so lang damit herum hantiert,
Mit Hilfe von Heket, Anubis und Amun,
Im Beisein von Horus, Kuk und Huh und Nun,
Bis Osiris, wieder auferstanden ist."











Somit war Seth rehabilitiert,
Denn sein Bruder lebte ja.
Er hat noch lang am Nil regiert,
Nebst Gott Amun ebenda.

***

Wie die Geschichte weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.