Donnerstag, 18. Februar 2016

In Mausulina

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 42 - 9
Auf dem Schlachtfeld
Terroristen überall

och

 Troxartes der  graue Scharlatan
Warb weiter neue Ratten an
Und, ach es war fürwahr ein Graus,
Bildete sie zu Terroristen aus.

Um das Morden zu erlernen
Kam aus nahen und aus fernen
Ländern so mancher arbeitslose Tramp
Ins Ratten-Terror-Trainingscamp
Nach Mausulina um sich dort,
Von terroristischen Mordbrennern vor Ort,
Die nichts kannten als zu hassen,
Zu Gotteskriegern ausbilden zu lassen.


Dort hat man dann die dummen Ratten,
Rückwärts gewandt ideologisiert,
So dass danach zu Attentaten
Gegen Ungläubige bestens präpariert,
Man sie als Selbstmordattentäter,
Gegen die Frösche verwenden konnte später.

Für die heilige Gotteskriegerschlacht
Wurde ihnen alles beigebracht,
Was ein Ratten-Terrorist,
Braucht bevor er einer ist.

***

Zum Beispiel, wie man Spuren ließt,
Oder Gift ins Wasser gießt,
Damit der Feind im Teiche dann
Elendiglich muss sterben dran.


Wie man dem Feinde Fallen stellt,
Damit auch alles klappt,
Und hinein schön tief er fällt,
Bevor man ihn sich schnappt.

  
Auch wie man Frösche routiniert
Mit Kichererbsen bombardiert,
Oder mit der Zwille schießt.

 
Wie man Öl ins Feuer gießt
Damit die Flamme nicht erlischt.


Wie man einen Feind erdrischt
Im Dschihad der Gottesschlacht
Und ihm schnell den Garaus macht,
Ohn' dass er zetert erst betrübt,
Wurd mittels  Dummyfrosch geübt.


Wie Handgranaten bei Bedarf
Vor dem Wurfe man macht scharf.


Wie man am schnellsten Feuer legt,
Damit es auch schön brennt,
Und wie man klug und überlegt
Durch Qualm und Giftgas rennt.




Wie man Flüsse und Täler überwindet,
Und ohne dass man sich groß schindet,
Beim Gegner Verpflegung wie auch Waffen,
Kann leicht und kostenlos beschaffen.







Wie einen Mörser man bedient
Oder seine Beine schient,
Das alles und noch vielerlei
Brachte den Ratten man dort bei.




Natürlich auch, wie Bomben man
Ganz leicht und schnell platzieren kann,
Damit den Feind in ganzen Massen,
Man in die Luft kann fliegen lassen.



Auch wie Gefangene zu füsilieren
Sind mit dem Schwert auf eine Art,
Bei welcher man Patronen spart,
Mussten die Ratten all trainieren.



Wie man mit Pfeil und Bogen schießt
Oder mit dem Bajonette spießt,
Im Felde in der Schlacht
Wurde ihnen beigebracht.



 
Wie einen Gefangenen durch Folter man,
Mittels Speerstich in den Bauch,
Zum Volksverrat leicht zwingen kann,
Lernten nebenbei sie auch.




Was ein Rattentunichtgut
Mit Gefallenen im Felde tut,
Entgegen jeden guten Brauch,
Erfuhren sie im Training auch.


Wie man zielt mit dem Gewehr
Und noch vieles andre mehr,
Zum Beispiel wie zu Zweien man
Auf einem Rosse reiten kann,
Und wie man Harakiri macht,
Unerbittlich, rigoros
Falls die Lage ist aussichtslos,
Wurde ihnen beigebracht.





Wie man ein Katapult benutzt,
Wie man seine Knarre putzt
Und wie am Marschgepäck den Schwanz
Man trägt bei langer Marschdistanz.





Wie man eine Lanze bricht
Oder trefflich mit ihr sticht.
Wie ein Schwert im Notfall man
Auch zum Wurf benutzen kann.





All das und zu guter Letzt noch dann,
Wie den Sprengstoffgürtel so verdeckt
Man anlegt dass er seinen Sinn bezweckt
Und man ihn nicht entdecken kann.



***

Wie es in Mausulina weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt




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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.