Freitag, 12. Februar 2016

Auf dem Schlachtfeld

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 42 - 6
Auf dem Schlachtfeld
Terroristen überall

uch

 der Ratte Rasmus war
Es auf Anhieb sogleich  klar,
Dass, als sie einen Frosch im Schlaf,
Auf dem Schlachtfeld schnarchend traf,
Der, auch wenn er's noch nicht wusste,
Im Zweikampf mit ihr sterben musste.

 
Doch als sie ihn wecken wollte,
Sie eine Erfahrung machen sollte,
Die sie bislang in noch keiner Schlacht
Mit einem Frosche hatte je gemacht.

Der hinterlistige, grüne Scharlatan
Hatte im Feld nur so getan,
Als ob er eingeschlafen wär'.
Schon lang genug beim Militär,
Wusste er, dass die meisten Ratten
Von Finten keine Ahnung hatten.

Drum ist ganz anders es gekommen
Als Rasmus sich's hat vorgenommen.

Weil sie ein gutes Ziel ihm bot,
Ist sie seit jenem Tage tot.

***

Auch eine andre hatte Pech!


Als die trickreiche dreiste Ratte,
Rasputin, ein Scharlatan,
Einem Frosch gar listig frech,
In einer vorgetäuschten Finte,
Ein Stück vergifteten Käs bot an,
Griff der sofort zur Flinte.

Das hat seitdem in keiner Schlacht
Rasputin nochmals gemacht!


Eine andre feige Ratte,
Die Millionen einst getötet hatte,
Traf auf den tapferen Frosch Tosch.

 
Jener mit seiner frechen Gosch,
Schrie sie zornig sogleich an.
"Das hast du nicht umsonst getan!"

Und er fügte noch hinzu:
"Gleich bist endlich tot auch du!"
Doch als Tosch legte auf sie an,
Griff die nach vorgefasstem Plan,
In hundsgemeiner, feiger Masche,
Schnell zur Zyankaliflasche
Und beseitigte bequem,
Sich und das Problem,
Das sie und andre feige Ratten,
Nach ihren Kriegsverbrechen hatten!

Eine gar dumme, braune Ratte, die
Weil überzeugt davon war sie,
Dass alles das war nur gelogen
Was Frösche so zu quaken pflogen,
Zog heimlich nachts durch Pauspacks Land
Und beschmierte Wand um Wand,
Um die Ihren zu betrügen,
Mit Hakenkreuzen und mit Lügen.



Die widerwärtige, feige, braune Ratte,
Weil keiner erwischt sie bisher hatte,
Tut das heute immer noch
Und verschwindet dann im Loch,
Wo sie dann im Untergrund
Ihre Heldentat macht kund,
Damit all die andern dummen Braunen,
Über ihre Heldentaten staunen!

***
Solch braunen Ratten wird es neben
Terroristen immer geben,
Denn gegen Dummheit und ihre schlimmen Faxen,
Ist bisher noch kein Kraut gewachsen!

***

Eine andere Ratte, indes klug,
Hatte als Manntier sich getarnt,
Damit der Feind sie nicht erkannte.


Jener in einer anderen Variante,
Damit der Feind ward vorgewarnt,
Trat klug, doch auch nicht klug genug,
Als böser Wolf  im Schafspelz auf.

Dann jedoch, im Kampfverlauf,
Als sie sich zu erkennen gaben,
Beide totgelacht sich haben.

So die Moral von der Geschicht:

"Trotz Manntier- oder Schafsgesicht,
Bleibt eine Ratte eine Ratte
Und ein Frosch wird kein Mulatte,
Auch wenn, ganz entgegen seiner stolzen Art,
Er sich mit einem Manntier paart.

***

Wie die Sache weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt


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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.