Mittwoch, 24. Februar 2016

Auf dem Schlachtfeld

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 42 - 12
Auf dem Schlachtfeld
Terroristen überall

ie 

Terroristen auf  Frösche angesetzt
Starben in großen Mengen jetzt,
Weil die Grünen seit jenen alten Jahren
Als Jahwe sie in den Nil vertrieben hatte,
(Exodus der Frösche gem. AT, Exodus 8,7)
Auf solches vorbereitet waren.
Zu verteidigen ihren guten Ruf in Ehr
Setzten sie mannhaft sich zur Wehr.

So kam es, dass manch Terrorratte,
Die dacht, sie wäre gleich am Ziel,
Um im Himmel all die frommen
Jungfern als Märtyrer zu bekommen,
Welche Troxartes, Leckemülles Gatte,
Ihnen als Lohn versprochen hatte,
Von Todesangst umhüllt,
Bevor ihr Auftrag war erfüllt,
Unverrichteter Dinge fiel,
Und weil ihr ein Frosch das Leben nahm,
Anstatt nach oben, in die Hölle kam.


Nicht als Märtyrer anerkannt zu werden,
Obwohl im Terrorkampf auf Erden
So manche musst ihr Leben lassen,
Konnte keiner Ratte passen.

***

Aus diesem Grund geflissentlich,
Unterhielten am Schlachtfeldrande sich
Zwei von Troxartes Terrorratten,
Darüber ob das, was sie zu glauben hatten,
In Sachen  Gotteslohn danach,
Der Wahrheit auch entsprach.





"Was machen wir, wenn in die Luft gesprengt
In Fellfetzen, alle schlimm versengt,
Im Himmel oben angekommen,
Die Jungfern sind schon all genommen
Und wir das Nachsehen dort haben,
Weil sie ihr Bestes unsern Kumpeln gaben,
Die vor uns, in Troxartes Namen,
Sich bereits das Leben nahmen?"

Wollte Ratte Rattiger gerissen
Von Razner ihrem Kumpel wissen.

"Wir beide" erwiderte der, "sollten es nicht wagen
Die Belohnungssache hier zu hinterfragen,
Denn das wäre in der Tat
Schlimmer noch als Hochverrat.
Und ganz sicher nach Scharia-Recht,
Erginge es uns ziemlich schlecht
Würde Troxartes es erfahren."

"Die Sache, seit vierzehnhundert Jahren
Gilt bei Hofe als Axiom,
Weil seit dem ägyptischen Pogrom,
(Gemeint ist die Vernichtung der Frösche gem. AT, Exodus 8,8)

Alle Herrscher sich's erlauben,
Solch eine Maxime für den Glauben
Ihren Völkern aufzuzwingen!"

"Doch wir sollten uns in diesen Dingen
Unsres Rattenführers wegen,
Lieber zu schweigen auferlegen!"

"Ja, da stimme ich dir zu!"
Erwiderte Rattinger darauf.
"Doch wir beide, ich und du,
Wissen doch, dass nebst dem Einen,
Welchen die bei Hofe meinen,
Es weltweit Götter gibt zuhauf!"

Und dann fügte er spontan,
Gleich noch einen Nachsatz an:

"So erklär mir doch warum
Bringen wir uns selber um.
Für einen, von dem wir zwei nichts wissen,
Als dass man ihn den Größten nennt."

"Ich für meinen Teil
Denk besser für mein Seelenheil
Ist es, wenn ich die Konsequenz draus ziehe
Und wie ein  Flüchtling lieber fliehe.
Das ist leichter zu ertragen,
Als mich in die Luft zu jagen!"

Dabei hat er den Rucksack weggeschmissen
 In welchem für die Himmelfahrt
Der Sprengstoffgürtel ward verwahrt.

"Wenn mich der Kerl tatsächlich kennt"
Fügte der Filou
Seiner Rede noch hinzu,
"Findet er ganz sicherlich
Auch in Pausbacks Landen mich!"

Da hat der andre ganz spontan
Es seinem Kumpel gleichgetan.

***
Welchen Weg die beiden nahmen
Steht nicht im Rattenkriegsbericht.
Auch ob sie bis ins Froschland kamen,
Obwohl die Grenzen waren dicht,
War dem Reporter nicht bekannt,
Oder aber er hat es nicht genannt,
Weil er selbst ein Terrorist,
Der desertierte, gewesen ist.


***

Wie's mit den Ratten weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.