Freitag, 5. Februar 2016

Auf dem Schlachtfeld

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 42 - 1
Auf dem Schlachtfeld
Terroristen überall

eberall 

im weiten Froschland nun
Trieben die dreisten Terrorratten,
Weil sie keinen Job sonst hatten,
Und um Troxartes schönzutun,
Ihr Unwesen in Sachen Mord.

Hinterm Deich am  Moorteichfjord,
Dort wo die Frösche Urlaub machten,
Versuchte an einem unbewachten
Öffentlichen Badestrand,
Ohne sich groß anzustrengen,
Sich eine in die Luft zu sprengen,
Um im Himmel an all die scharfen frommen
Jungfrauen heranzukommen,
Die Troxartes einer jeden Ratte
Die das macht, versprochen hatte.

Frosch Blähbauch, der dort auf Urlaub war,
Und just vom Schwimmen grade kam,
Eingestellt auf solch Gefahr
Am weißen Badestrande nicht,
Doch weil die Sache ernst er nahm,
Hielt sich sofort die Ohren dicht.

  
 "Wenn die Ratte sich das Leben nimmt,
Kracht es ziemlich laut bestimmt,"
Dacht er und sprach im Geiste das Gebet
Das dafür im Froschgebetbuch steht.

"Frosch Amun, ich bitte dich,
Errette vor dem Tode mich,
Und steh mir bei in dieser Not
Die mir von der Ratte droht."

Der Frosch in seinem Gottvertrauen,
Wusste er kann auf Amun bauen!

Während versunken im Gebete,
Er noch zu seinem Froschgott flehte,
Kam hinter der Ratte im hohen Bogen,
Eine Fliege angeflogen.

Die setzte sich surrend herangenaht
Auf den Sprengstoffgürtelzünderdraht,
Wobei sich dieser löste.

  
Der Grüne hat geflissentlich
Sofort bedankt am Strande sich:

"Mein Gott, du bist fürwahr der Größte!
Amun, König der Götter, ich danke dir,
Dass du hast geholfen mir."

Dann wandte er in aller Ruh
Sich der dreisten Ratte zu:

"Du verdammter, dummer Terrorist,
Der du in meinen Augen bist,
Du wirst all die vielen frommen,
Alten Jungfern nie bekommen,
Die Troxartes, für das Attentat,
Welches du im Schilde führst,
Dir lügnerisch versprochen hat!"

Und dann fuhr mit keckem Wort
Er zur Ratte quakend fort:

"Wenn du verdammter Feigling glaubst
Indem du es dir selbst erlaubst
Und  zum Märtyrer dich kürst,
Mit Dynamit und lautem Knall,
Dann bist du, glaub es mir, ein Fall,
Für den Psychiater. Doch solche Spezialisten,
Das wissen sogar die Ungläubigen und Christen,
Mit einer der deinen ähnlichen Zuversicht,
Gibt es, wie auch Jungfrauen dort oben nicht!"


"Du solltest, ohn' dass wir uns hier weiterzanken,
 Mir lieber jetzt schon dafür danken,
Dass Amun ich gebeten habe,
Dich mittels einer Himmelsgabe
Vor dem Selbstmord zu erretten."

"Ich würde mit dir gern drauf wetten,
Dass dein Gott Allah so etwas nicht kann!"

***
Da drückte die feige graue Ratte
Der terroristische Tyrann,
Zornig auf den Sprengstoffzünder
Um sich und den grünen ketzerischen Sünder,
Der ihren Gott verspottet hatte,
Das feuchte Froschfell zu versengen
Und in den Himmel sich zu sprengen.

Sie glaubte dass im Garten Eden
Wie es zugesagt war einem jeden
Rattenselbstmordattentäter,
Schon Bruchteile von Sekunden später,
Zweiundsiebzig Jungfern wie sie's sollten,
Und wie's die Ratte schon ganz nah,
Vor ihrem geistigen Augen sah,
 Ihr Dank durch heiße Liebe zollten,

***

Doch die Ladung ist nicht explodiert
Und auch sonst ist nichts passiert.
Auch ins Paradies gekommen,
So wie sie sich's hatte vorgenommen
Ist die dumme Ratte nicht.

***

"Schad, dass du nicht gewettet hast!"
Hörte mit grinsendem Gesicht,
 Schadenfroh und gar verwegen
Den Frosch stattdessen sie jetzt sagen.

"Es wäre dir gelungen fast.
Doch Amun hatte was dagegen!"

"Du auf Allah eingeschworen,
Hättest die Wette hoch verloren!"

***

Von ihrem Lebensretter so famos
In Sachen Religion belehrt,
Machte die Ratte auf den Hinterkrallen,
Verzweifelt, ratlos, dümmlich kehrt
Und ist vom Glauben abgefallen.

Seit jenem Tag, so sagt man, ist
Sie weder Moslem noch ein Christ,
Sondern atheistisch glaubenslos!

***

Wie's mit dem Terror weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

Keine Kommentare:

Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.