Mittwoch, 10. Februar 2016

In Mausulina

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 42 - 4
In Musulina
Terroristen überall

roxartes 

fiel aus allen Wolken.
Nach so vielen Misserfolgen
 Seiner Rattenterroristen,
Gegen Soldaten und Zivilisten,
Ließ bei Hof er seinen frommen
Terroristenchef sich kommen.


"Du musst", sprach er, was angebracht,
"So langsam endlich einmal nun,
Schnell etwas dagegen tun,
Dass unsre Ratten, was sie sollen,
Weil sie uns Gehorsam zollen,
Nicht dabei werden umgebracht."

"Vier Killer hab ich schon verloren.
Einer hat Allah abgeschworen.
Wenn das noch lang so weitergeht,
Das Wasser bis zum Hals uns steht."

"Ich mache um den Thron mir Sorgen
Wenn das nächste Attentat,
Wieder schief geh'n sollte morgen
Und auch um meinen Gottesstaat!"

Und dann fügte er spontan
Noch einen Nachsatz dazu an.

"Ich verlasse dabei mich,
So wie bislang stets auf dich.
Du hast da gänzlich freie Hand.
Benutze deinen Sachverstand,
Um unsre Gegner umzubringen."

"Sieh zu, dass unsre lieben frommen
 Killer Sprengstoff genug bekommen,
Damit sie nicht erst leiden müssen
Bevor sie im Jenseits Jungfern küssen.
Und merke dir vor allen Dingen:
Wenn wieder etwas schief geht dann
Bist Du als nächster dran!"

***

Da hat die Ratte kehrt gemacht
Und darüber nachgedacht
Was im Heiligen Krieg ab nun,
Sie ändern muss und besser tun.

***

Troxartes, der miesen Lage angemessen,
Hat in Mausulina unterdessen,
Den Hofnarren sich kommen lassen,
Um ihn unter vier Augen zu befragen,
Was ohne seinen Kopf zu wagen,
Die einfältige kleine Ratte
Zur Lage ihm zu sagen hatte.


"Wenn du in allen finstern Gassen,
All jene welche dich schlimm hassen,
In die Luft sprengen lässt in Massen,
Wird dich dein ganzes Volk zwar kennen,
Doch niemals Rattenkönig nennen."

Hat von Troxartes so befragt,
Der Hofnarr ihm darauf gesagt.

"Denn", so fügte der närrische Filou
Seiner Antwort noch hinzu,
"Dazu müsstest mit anderen Despoten
Du dich erst einmal verknoten!"

***

Das hat Troxartes schließlich dann,
So wie der Narr ihm riet, getan.

***

Er ließ sich einen Andersfrommen,
Rattenherrscher mit ähnlichen Interessen
Aus einem großen Lande kommen,
Bot ihm ein gutes Fressen,
Um unter eine Decke mit ihm zu schlüpfen
Und  fest mit ihm sich zu verknüpfen.


Der andre, der sich Ratzfatz nannte
Seinen Vorteil gleich erkannte,
Und hat der Welt gar stolz verkündet:

"Ich bin mit Troxartes jetzt verbündet!
Zieht euch warm an, denn er und ich,
Wir sind nicht grade zimperlich,
Doch dafür listig so wie Ratten
Die lange nichts zu fressen hatten!"


***

Wie die Sache weitergeht
In der nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt





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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.