Donnerstag, 29. Dezember 2016

Die Muse und der Dichterling



Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 3
Die Muse und der Dichterling
Buch I




der Froschgeschichtendichterling,
Der wusste, um was es in der Sache ging,
Erwiderte ihr drauf,  "Fürwahr, da hast du Recht.
Es stände wahrlich ziemlich schlecht
Für den Klerus wenn das stimmt."

"Ich bin schon jetzt gespannt darauf
Was die Kirche im weiteren Verlauf
Ihres Bestehens unternimmt,
Um das alles zu vertuschen
Ohne das Dogma zu verpfuschen."

"Doch für uns hier gilt", so fuhr er fort,
"Um all die Thesen zu beweisen,
Sollten wir nach Ägypten reisen.
Um weiter zu erforschen dort
Wer der Frosch am Kreuze ist;
Amun oder Jesu Christ."

"Ich könnte", sprach Maxi drauf verschmitzt,
"Um die Sache zu erhellen,
Ja Amun selbst die Frage stellen,
Denn ich kenn mich oben recht gut aus."

"Ich bin ja schließlich dort zu Haus,
Wo der Frosch auf Vaters Thron,
Anstelle von Apollo, seinem Sohn,
Als Nachfolger für meinen Herrn Papa,
Auf des Olympos Spitze sitzt
Und darauf wartet ebenda,
Dass er von mir, gemeinsam mit den Horen,
Aufs neue Amt wird eingeschworen."



"Doch das lass ich besser bleiben!"
Fuhr an den Dichterling gewandt,
Sie diesem dies erklärend fort:


"Erst wenn wir sein Entlassungsschreiben,
Gefunden haben am Nilstrom dort
Wo er als Schöpfergott hat einst regiert,
Wird er von uns inthronisiert!"

"Ich will es nicht riskieren
Den Alten zu brüskieren.
Weil sonst er noch gänzlich ungebeten
Versucht Papas Nachfolge oben anzutreten."

"Ich traue all den Brüdern nicht!"

Fügte mit schelmischem Gesicht
Sie flüchtig lächelnd dann
In Richtung zum Dichterling hin an
Und fügte dann in aller Ruh,
Noch einen weitren Satz hinzu.

"Ja, gerade deshalb eben,
Ohne uns weiter hier zu schinden,
Brechen wir nach Ägypten auf,
Wo in Hermopolis und Theben
An des Nilstroms Oberlauf,
In christlicher Diaspora,
Mit Hilfe seiner DNA,
Wir endlich jene Spuren finden
Die beweisen klipp und klar
Ob dort er, was er vorgibt war."


"Wir nehmen ein paar Fotos mit
Und fragen im Lande jeden Frosch
Ob an des Neuen breite Gosch
Sich einer noch erinnern kann.
Ich bin sicher, irgendwann
Haben wir Erfolg damit!"

Aristoquakes, längst mit der Muse schon per du,
Stimmte dieser sofort zu,
Indem er hat erwidert ihr.
"OK Maxi, das machen wir!"


Gesagt, getan, wie angedacht
Haben die beiden es gemacht.

Per pedes machten sie sich auf.
Sie nahmen den weiten Weg in kauf
Endlich die Wahrheit zu ergründen
Um sie der Menschheit zu verkünden.

***

Auf dem alten Pilgerweg,
Der von Hamburgs Jungfernsteg
Direkt nach Ägypten führte,
So wie für Forscher sich's gebührte,
Fädelten sie sich am Kilometerstein,
Siebentausendsiebzehn bei Schlicktau ein.


Wie die Geschichte weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt


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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.