Samstag, 10. Dezember 2016

Der Kriegsveteran

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 46 - 35
Der Kriegsveteran


s

war wirklich allerhand
Was Krotterich im Netze fand.
Frösche aller Unterarten
Gab es in Gottes Erdengarten.

Er fand rote, braune, schwarze,
Gelbe, grüne, bunt melierte.
Manchen gar mit einer Warze
Oder mehreren davon.

So wie die Farbe und ihr Ton
Bei seinen Ahnen variierte,
Nach alt hergebrachter Tradition,
Verhielt es sich in ihrer Blöße,
Auch in Sachen Form und Größe.

Krotterich, der Veteran
Sah ganz genau sich alle an.
Dass sie im Gegensatz zu ihm,
Sich nackt all zeigten gar intim,
Was sich heut nicht mehr gehört,
Hat ihn dabei nicht gestört.

Es gab große doch auch kleine.
Alle hatten sie vier Beine,
Und nicht nur, wie das Manntier, zwei.

Manche waren zwar ein bisschen dick.
Doch allesamt wirkten dabei,
 Irgendwie modern und schick.


Die alten Drucke
(18. - 20. Jahrhundert)
- Teil 3  -




 


 

 




Doch am besten noch von allen
Hat Krotterich sich selbst gefallen.




"Es liegt tatsächlich an der Genen,"
Dachte er, als er von nah
Sein Ebenbild im Handy sah,
Wo auf dem Desktop wunderbar
Es von ihm abgespeichert war.

"Im Unterschied zu denen,
 Meinen primitiv, profanen,
Vorfahren und Ahnen,"
So dachte Krotterich
Selbstgefällig still bei sich,
"Bin ich als ehemaliger Offizier,
Viel fortschrittlicher inzwischen hier
Und auch viel gescheiter,
Als meine Vorfahren es waren,
Vor zigmillionen Jahren!"


Danach sah sich der Veteran
Froh und sichtlich heiter,
All die Bilder weiter an,
Die Maxima ganz ohn' Entgelt
Hatte dafür ins Netz gestellt.

Die alten Drucke
(18. - 20. Jahrhundert)
- Teil 4  -


















***

Wie es damit weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt



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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.