Donnerstag, 15. Dezember 2016

Der Kriegsvetrean

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 46 - 38
Der Kriegsveteran

rotterich 
mit frohem Sinn
Klickte weiter Lurch um Lurch,
Sich auf Maxi's Bilderseiten durch
Und war stolz auf seine Ahnen.









"Der Schöpfer",  dachte er dabei,
"Musste uns im Garten Eden,
Nicht erst mit langen Regelreden
Wie das Manntier drob vermahnen,
(Genesis 2,16-17, der Baum der Erkenntnis in der Mitte des Gartens)
Nichts unbekömmliches zu essen."

"Wir aßen Fleisch von Anbeginn,
Und haben gern darauf verzichtet
Äpfel zu klauen ganz spontan,
Wie in der Genesis wird berichtet,
Es Gottes Ebenbild hat einst getan."


 
 



 


"Das dumme Manntier unterdessen
Wollte gerade das Verbotne haben.
Sich an dieser Frucht zu laben
Vom Apfelbaum im Paradies,
(Genesis 3,1-24)
Hat die Erkenntnis ihm gebracht,
Dass einer Schlange niemals mehr
Vertrauen darf auf  Erden er
Und er splitternackt war überdies."

"Damit fing das Übel an
Von Manntierweib und Manntiermann!"


"Die Schlange von Gott dazu verflucht
Lebenslang nur Staub zu fressen
(Genesis 3,14)
Und auf dem Bauch fortan zu kriechen,
Gar hinterlistig, feig verrucht,
Und verdorben durch und durch,
Tut seitdem, als hätte sie's vergessen,
Und macht Jagd auf jeden Lurch."

"Selbst die alten und die siechen,
Würgt sie nicht gerade fein
Hungrig stets in sich hinein."

"Seit jenem Tag im Garten Eden,
Durch all die Zeit bis heute,
Betrachtet sie einen jedweden
Braven Frosch als ihre Beute."






 
 





"Was mit dem Fall des Manntieres begann
Endet schlimm mal irgendwann!"

So dachte der grüne Krotterich
Mit dem Handy in der Hand,
Und betrachtete die Bilder sich,
 Die nach und nach er online fand.


 


"Bislang konnten alle Arten
Hier in Gottes Erdengarten
Nebeneinander leben ohne Not!"

Sinnierte er dann nicht grad heiter,
In die Zukunft blickend weiter.



"Was heute hier uns allen droht
Ist nicht die böse Schlange, nein,
Und obwohl gefährlich zwar,
Auch nicht Aar und Adebar,
Das Manntier gefährdet unser Sein!"



"Der Mensch, obgleich er ist nicht dumm,
Bringt uns allesamt noch um!
Wenn er hier so weitermacht,
Wie er es, dieser Tunichtgut,
Hier auf Erden derzeit tut!"

"Der Schöpfer hat wohl nicht bedacht,
Als er dieses sonderbare Tier
Schuf nach seinem Ebenbild,
Doch nicht gestimmt wie er so mild,
Setzte auf unsre Erde hier,
Dass das seine Worte wörtlich nahm."

"Macht euch die Erde untertan!"

"Den Satz, geschöpft einst aus den Vollen,
Hätte Gott nicht sagen sollen,
Dann hätte er auch unsrer Art
Und allen andern viel erspart!"

"Denn der Mensch in seiner Gier,
Ist gefährlicher als jedes andre Tier!"

"Weil er von sich denkt, er wäre der,
Welcher vom Schöpfer herausgehoben,
Neben der Gottheit ganz nach oben,
Auf seinen Erfinder eingeschworen,
Zur Herrschaft mit ihm auserkoren,
Krone der Schöpfung und auch Herr,
Ebenbildlich artverwandt
Im Buch der Bücher wird genannt,
Versucht er uns zu unterjochen
So wie es ihm ward zugesprochen."

"So wie er selbst im Bereschit
Dem Erdenkreis es teilte mit,
(Damit sind die Autoren der alten jüdischen Heilsgeschichte gemeint)
Obwohl all die andern er kaum kennt,
Mensch und Ebenbild von Gott
Er sich heut noch immer nennt.
(Einheitsbibel Seite 6: Der Mensch ist nicht das Produkt der Natur,
sondern der von Gott in die Welt gesetzte Partner Gottes; der Mensch
ist auf  Gemeinschaft hin erschaffen; der Mensch hat als Ebenbild Gottes
Anteil an der Herrschaft Gottes über die Welt. Auf Seite 5 des selben Werkes
wird der Mensch als Krone der Schöpfung und als Herr besonders herausgehoben.)

Und er glaubt ganz fest daran
Dass er die Welt verbessern kann."

"Doch darin," so dachte Krotterich,
Müde grinsend voller Spott,
"Irrt bestimmt das Manntier sich!"



***
Wie die Geschichte weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt






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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.