Montag, 31. Oktober 2016

Der Kriegsveteran

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 46 - 7
Der Kriegsveteran


dauerte im Zeitengang
Nur etwa zehn Minuten lang,
Die Welt ist schnelllebig ja heute,
Bis eine Antwort drauf traf ein,
Über welche Krotterich sich freute.

"Das war zwar nicht gerade fein!
Doch," so schrieb der Feldmarschall.
Und setzte mit geschliffnem Wort,
Seine WhatsApp- Nachricht fort.

"Wir hatten grad 'nen Überfall!"
Eine Horde Mäuse griff uns an.
Da hat, was du mir hast erklärt,
Auf deine wahrlich sonderbare Art,
In welcher Taktik mit Humor gepaart
Scheinbar sind, sich gleich bewährt!"

"Es war grad noch Zeit genug
Zu retten unser aller Leben,
Um draus die Konsequenz zu ziehen."

"Das tat ich gleich mit Recht und Fug,
So wie es in deiner wirklich lieben
Nachricht war zeichnerisch beschrieben.
Ich habe Befehl sofort gegeben,
An alle, schneller als der Blitz
Sofort vor dem Feind zu fliehen."

"Wahrlich solch taktisch klugen Rat,
Wie ihn mir Kynaston da gab,
Hatte nicht mal Clausewitz,
Für uns dereinst beim Stab,
In seiner Schrift vom Krieg parat."

Und als Nachsatz stand notiert:

"Im Namen aller meiner Froschsoldaten
Bedank ich herzlich mich bei dir,
Für das, was du uns hast geraten!"

"Wir wären allesamt krepiert,
Wenn du mir nicht die Froschmausiade,
Als Parodie der homerischen Iliade,
Hättest, als für uns gar schlecht es stand,
Im rechten Moment noch zugesandt."

"Ich schreibe das ins Protokoll,
Damit auch Pausback es erfährt,
Wie heute bei dem Überfall,
Du dich im Kriege hast bewährt."

"Ich schlag dich für 'nen Orden vor!"
Und dass er bald befördert dich,
Damit du auch was wirst wie ich,
Und nicht noch länger bleibst Major."


"Ich grüße dich hochachtungsvoll:
Von Krotte, Oberfeldmarschall."

***

"Donnerwetter", dachte da,
Der gute brave Krotterich,
Still vor sich hinlächelnd vergnügt,
Zu Hause fern der Front bei sich,
Als er auf dem Handy sah,
Was Krotte hatte beigefügt.

Ein Smily mit dem Daumen hoch
Und das hieß, "Sende mehr mir noch!"

***

Krotterich ließ nach der plumpen
Aufforderung sich nicht lang lumpen,
Und sandte online via Chat,
Weil er bat darum so nett,
Sogleich dem Oberfeldmarschall,
Was üblich ist im Netze heute,
Rund um die Welt und überall,
Und es machen alle Leute,
Weil es funktioniert im Nu,
Die nächste WhatsApp- Nachricht zu.




Es war die Batrachomyomachie,
Und zwar von Roberto Salinas die,
Welche er vor ein paar Stunden,
Aus Homeros Gedichtszyklus,
Per Handy hatte dort gefunden.



The Batrachomyomachia
or
- FROGMOUSE War of HOMER -
M.M. Aristomyomaximus Collection


***







































Und dabei hat der Veteran,
Ja Krotterich war ein Filou,
Gleich noch ein Übriges getan.
Er fügte einen Link hinzu
Damit der andre an der Front
Sich davon überzeugen konnt',
Was im Kriege einst passierte,
Als Homer ihn parodierte.

***

Wie es im Kriege weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt







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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.