Freitag, 21. Oktober 2016

Der Kriegsveteran


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 46 - 1
Der Kriegsveteran

it 

alldem was dereinst Homer,
Im Ernst und nicht etwa als Flachs,
Auf Täfelchen aus Hartgusswachs,
Worauf's erhalten ist geblieben,
Hatte der Nachwelt aufgeschrieben,
Tat Krotterich sich nun arg schwer.

Die Batrachomyomachia
So wie die Froschtäfelchen des R.W. A.

 Wachstäfelchen des R.W. Aristoquakes

Welche jenem mit Genie,
So hatte es den Schein,
Im freudschen Kollektivbewusstsein
 Der Manntierrasse sind entsprossen,
Und ebenfalls in Wachs gegossen,
Nun zu entziffern in der Klaue
Der beiden vom Dicht- und Künstlerfache,
War wirklich keine leichte Sache.

Doch Krotterich der ziemlich schlaue


Kriegsveteran, der einst im königlichen Stabe
Gedient hatte viele Jahre lang,
Hatte Geschick, Geduld und auch die Gabe
Alte Schriften zu studieren
Und neu sie durchzubuchstabieren.

 Im unbeugsamen Wissensdrang,
Machte er geflissentlich
Zu Haus nun an die Arbeit sich.

Als Veteran sich zu bewähren,
Galt es die Sinnfrage zu klären,
Und die Antwort drauf zu finden,
Was Manntiere dabei empfinden,
Wenn sie anstatt der eignen Art,
Stolze Völker wie das Seine
Oder sogar winzig kleine
Geschwänzte Mäus' mit Fell und Bart,
Die sich mögen und nicht hassen
Gegeneinander kämpfen im Krieg zu lassen.

***

Immer wieder hat, weil arg verblichen,
Die einen mit den anderen er verglichen,
Ohne dass den Hintersinn,
Weil der war künstlerisch versteckt,
Er emsig suchend nun darin,
 Lange Zeit hat nicht entdeckt.

***

Endlich, nach stundenlangem Suchen;
Er wollt die beiden grad verfluchen,
Stieß online recherchierend er,
Auf eine Schrift in der Homer,
 So dass man ihn versteht noch jetzt,
Ein Hamburger hat übersetzt.

Der nannte Gottschling sich in spe,
(Siehe Seite 71 unten in der humorvollen Übersetzung)
Und hat was dem Dichter ist entsprungen
Unter dem Kürzel J. H. W.
Für die Alten wie die Jungen,
So dass ein jeder auch versteht,
Um was es im alten Werke geht,
In deutsche Sprache umgedichtet,
Und so wie er's verstand berichtet.

***

Mit Humor und großem Geist
Er die Helden darin preist,
Die tapferer noch als jene der Iliade,
Sich für keinen Mord zu schade
Und alle beinah so geschwind
Wie Antilochos es war, sind.
(Ausdauernder und schnellster Läufer der Achäer,
Sohn des Nestor, überbringt Achilles die Nachricht
vom Tode seines Freundes Patroklos)
Ergänzt durch elementare, wahre
Wissenschaftlich, treffende Kommentare,
Des Dichters Machwerk Blatt für Blatt
Große literarische Bedeutung hat
Und ist beonders der schönen Bilder wegen,
Für die Welt von heut ein wahrer Segen. 

Die blutige und mutige Schlacht
der Mäuse und Frösche



 





 




















































 





***


Nachtrag:


Dass der Autor von diesem Kriegsgedicht
Nicht der für welchen er sich ausgab war,
Wurde Krotterich erst später klar.

Als am Teich im Sumpfriedgras,
Er per Handy online den Bericht
Von Wilfried Stroh im Netze las,
Konnte anfangs er nicht glauben
Was Leute sich im Netz erlauben.

Nachdem auf Seite zwanzig er


Den Link angeklickt hatte zu Homer,
Wurde urplötzlich ihm bewusst,
Wobei er lauthals lachen musst,
Dass das Werk ein Plagiat,
Gut gemacht zwar in der Tat,
Von Woltersdorf ganz offenbar
Der in Hamburg lebte war.

Ach was hat er da geflucht!

"Was ist das Manntier doch verrucht!"
Hat später er im Zorn gedacht
Und über das dumme Tier gelacht.

***

 

Wie's mit dem Forscher weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

Keine Kommentare:

Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.