Montag, 27. Juni 2016

Die Muse und der Dichterling


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 44 - 19
 Maxima und der Dichterling

och 


zurück zum Thema nun:"
Sprach der Dichter opportun
Und fügte sogleich dann,
Was er just grad dachte an:

"Bei Sigmund Freud zu diesem Punkt,
Ich meine Moses, nicht das Amen,
Wir wissen doch, dass der nicht unkt,
Steht das folgende zu lesen."

"Der Mann mit einem Ägypternamen
Ist ein Ägypter auch gewesen.
Da beißt die Maus keinen Faden ab!"

Was er danach zum Besten gab,
Im mosaischen Berichte,
War eine Umkehr der Geschichte.
Und am Ende, ei der Daus,
Wurde ein Schuh daraus.

"Was Moses, eines Ägypters Sohn,
Dereinst dem Judenvolke gab,
War eine ägyptische Religion.
Da beißt die Maus keinen Faden ab!"


"Das weiß ich schon seit jenem Tage"
Erwiderte ihm Maxi drauf,
"Denn ich war dort ja zugegen,
Als im Olymp der ganze Hauf',
Weil angespannt war sehr die Lage,
Mit Zeus, seines hohen Alters wegen,
Noch thronend in ihrer aller Mitten,
Um den Chefsessel sie sich all stritten."

"Doch Gott sei Dank, so fuhr sie fort,
Ich musste damals schnell weg von dort,
Weil ich bei Sterblichen wie nun,
Hier unten hatte was zu tun."

"Ich hatte Glück, genau genommen.
So bin dem Schicksal ich entkommen,
Ich hab dir das schon mitgeteilt,
Das all die andern hat ereilt!"


"Ich weiß," sprach da der Dichterling.
"Ich habe darüber einst berichtet,"
Und hat, so gut es eben ging,
In seiner prahlerischen Art,
Auf des Zechergottes Furz,
Wie auch auf den Göttersturz,
Erneut einzugehen nun verzichtet.

Obgleich er sich das hat erspart
Haben sie beide dran gedacht
Und still in sich hineingelacht.

Dann griff er den Faden wieder auf:

"Als am Nil im Zeitenlauf
Amenhotep ans Ruder kam
Und die Macht dort übernahm,
War es aus mit Ja und Amen."

"Kaum auf dem Pharaonenthron,
Strich er das Wort aus seinem Namen,
Und nannte sich fortan Echnaton."

"Siebzehn schlimme Jahre lang
Beherrschte er den Zeitengang
Im Nilstromland und ließ
Hinterhältig und gar fies,
All die Froschgötter entmachten,
Die über das Wohl des Volkes wachten."

"Er wollte  nach den Sternen greifen
Und seinem Volk vor allen Dingen,
Aton, den Sonnengott aufzwingen."

"Dazu ließ er alles schleifen
Was froschköpfig am Nil
Ihm in die Hände fiel."




"Heket, Huk wie Huh und Nun
Und auch dem Chef der Acht, Amun,
Ließ er mit neuem Gottvertrauen,
Die Köpfe von der Schultern hauen."

"Aton, die Sonne ganz allein
Sollte Ägyptens Göttin sein!"

"Weil das dem Volk zuwiderlief
Ging die Sache damals schief."

"Der Monotheismus den er wollte,
Schiffbruch am Nil erleiden sollte."


"Das Volk darob gar aufgeregt
Hat nach des Ketzers Tode,
Am Nil die neue Mode,
Schnell  wieder hinweggefegt."

"Nach guter alter Tradition
Hielt sich die alte Religion,
Am Nil Jahrtausende schon alt,
Noch ein weiteres dort bald."


 


"Allerdings ist zu beklagen,
Das gilt es hier noch nachzutragen,
Dass seit jener Zeit am Nil,
Die Froschgötter nach neuem Stil,
Das muss ich hier mal sagen,
Menschenköpfe tragen!"

***

Wie es damals weiterging,
Ach es war fürwahr ein Ding,
Und für die Froschgötter fatal,
Berichten wir das nächste Mal.

wird fortgesetzt

Keine Kommentare:

Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.