Sonntag, 19. Juni 2016

Die Muse und der Dichterling


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 44 - 15
 Maxima und der Dichterling

ls 
Maxi aus Gott Amuns Munde,
Das Wort Alpha-Gen vernahm,
Rief sie, und zwar aus gutem Grunde,
Sofort den Dichter unten an.

"Ja, was ist los", sprach der Filou,
Die beiden waren längst per Du,
"Warum störst du denn beim Dichten mich?"

"Ich hab was Wichtiges für Dich!"
Begann die Muse zu berichten!"

"So wie wir kürzlich erst beim Dichten.
Haben in Sachen Schöpfungsakt,
Auf das Alpha-Gen verwiesen,
Hat das eben hier exakt,
Mit fast den gleichen Worten,
 Auch Gott Amun mir erklärt."

"Er machte mir hier oben klar
Wie die Sache dereinst war,
Als in Ägypten erdverbunden
Er sich als Gott hat selbst erfunden."


"Damit ist all das nun bewiesen,
Was wir bisher mit Dichtergaben,
Kürzlich bei dir unten dorten,
Uns so zusammengereimt haben."

Und dann fügte sie spontan,
Gleich noch einen Nachsatz an:

"Damit auch der Rest der Welt erfährt,
Was viel, viel später irgendwann,
Sich ein kluger Kopf ersann,
Und wie es dazu kam
Und wen er sich als Vorbild nahm,
Sollten wir gemeinsam nun
Dem Erdenkreise kund schnell tun."

Und dann fügte sie im Nu
Was sie vorhatte hinzu:

"Ich sammle nur noch ein paar Fakten.
Aus den alten Schöpfungsakten,
Die Amun in der Datei privat,
Von damals abgespeichert hat."

"Ich werde heimlich hier Kopien
Von seinem auf mein Handy ziehen."
So sprach sie froh und munter.

"Und dann komm ich wieder runter!"

"Ich hoffe, dass uns das dafür genügt,"
Hat sie freudig angefügt,

"Um, was wir beide ungebeten,
Heimlich und mucksmäuschenstill,
Tun obwohl das keiner will,
Den Beweis endlich damit anzutreten,
Dass die neuzeitlichen Religionen,
Und all die Götter die heut thronen,
In Ägypten ihren Ursprung haben,
Wo man sie hat ausgegraben!"

***

Gesagt, getan, wie angedacht,
Hat es Maxima gemacht.

Als Amun kurz darauf am Wolkenrand
Nach unten blickend, pinkelnd stand,
Hat sie die Sachen routiniert
Von seinem Handy abkopiert.

Keiner Teil der von Maxi 

heimlich kopierten Bilder













 

Mit ihrer Handykamera
Ohne langes Trallala,
Oder Amun erst zu fragen,
Hat obendrein gekonnt danach,
Sie aus des Gottes Almanach,
 Blitzschnell ohne jedes Zagen,
 Die wichtigsten Stellen abgeknipst
Und per Email, weil es just grad ging,
Nach unten an den Dichterling,
Hinter des Horizonts Zenit
Abgeschickt fix via Satellit.

Keiner Teil der von Maxi 

heimlich kopierten Bilder











Dann hat mit den Fingern sie geschnipst,
Und der Gottheit mitgeteilt,
Dass sie nun, weil es sehr eilt,
Die Reise nach unten auf die Erde
Weil dringen sie gebraucht dort werde,
Was er als Gott ja sicher wüsste,
Antreten ganz dringend müsste.

"Nicht traurig sein", sprach sie sodann,
"Ich komm ja wieder irgendwann!"

Und dann flog sie froh und munter,
Wieder zum Dichterling hinunter,
Um den im stillen Kämmerlein
Beim Reimen zu unterstützen,
Und ihn göttlich zu beschützen
Grad so wie es dort sollte sein,
Und wie es unbezweifelbar,
Ihr Auftrag ja als Muse war.

***

Wie's mit den beiden weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt




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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.