Freitag, 10. Juni 2016

Die Muse und der Dichterling


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 44 - 11
 Maxima und der Dichterling

ls

 sie im Musenalmanach
Weiter blätterte danach,
Stach ein Bild von einem Tier
Urplötzlich in die Augen ihr,
Das grünlich war mit Menschenzügen
Und welches darauf  mit Vergnügen,
Spazieren ging in einem Teich.



Es war Heket die im Ägypterreich
Als froschköpfige Zwiegestalt,
Von Anja Page einst gemalt,
Offenbar dort nach dem Rechten sah.

Gleich daneben, lebensnah,
Beinah noch schöner dargestellt,
Die Hebamme aus der alten Welt,
Selbst schwanger offensichtlich nun.



Sie hatte keine Zeit sich auszuruh'n,
Denn Helfen war nun mal ihr Ding,
Und ihr war von Isis anbefohlen
Den Gatten ins Leben zurückzuholen.





Wie das damals vor sich ging
Ohne ihn selbst körperlich zu lieben,
Steht hier bereits beschrieben.

Auch Horus war zugegen
Und gab Osiris seinen Segen.





 Als nächstes fand im Almanach
 Sie Froschfigürchen mannigfach.




Und die bewiesen klipp und klar,
Wie beliebt die Göttin war
Damals im Ägypterland,
Wo sie einst als Unterpfand
Für Glück, Geburt und Leben stand.


Auch andre schöne, kleine Dinge,
Die Männer ihren Frauen gaben, 
Damit jene sich bewähren
Mit Hekets Hilfe zu gebären.

So zum Beispiel diese Ringe,
Mit Hekets Froschsymbol darauf,
Die Damen einst getragen haben.

Man findet sie heut noch dort zuhauf.




In Ägypten ein jeder Pharao,
Was Verträge anbetrifft,
Anstatt seiner Unterschrift,
Benutzte ein Siegel, auf dem zur Zier
Heket als göttlich verehrtes Tier,
Gebürgt hat drauf als Obligo.




Maxima auf der Suche
Nach Bildern vom Ägypterlurch,
Blätterte im Buche
Sich nach hinten weiter durch.

Und sie fand dabei
Noch so mancherlei
Hoch interessante
Heket-Bildnis-Variante.

Zum Beispiel auf Seite vier
All diese Bilder hier von ihr.






Und dann auf Seite sieben
In Hieroglyphen groß geschrieben,
Machte ihr weltbekannter Name
Wie einst an jeder Tempelwand,
Wo überall er früher stand
Für alle Froschgötter Reklame.




Schließlich dann auf Seite acht,
In Muse Maxis Musenbuch,
Vom sterblichen Dichter der Versuch,
Für sein Froschmachwerk zu werben.




Er hat Reklame dort gemacht,
Der Dichterling in Dichterwonne,
Um seine These zu vererben,
Dass Heket Nut, die Mutter der Sonne,
Und Amun der Boss der Schöpferacht,
All das haben einst auf den Weg gebracht,
Wozu wir heut uns noch bekennen
Und es schlich nur Glauben nennen.
***

Was der Dichterling vor vielen Jahren
Schrieb um der Nachwelt zu verklaren,
Um was es in Sachen Frösche geht,
In unsrer nächsten Folge steht

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.