Dienstag, 14. Juni 2016

Die Muse und der Dichterling


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 44 - 13
 Maxima und der Dichterling

axi 

sah sich die Bilder an.









"Mein Gott Amun" sprach sie dann,
"Das war tatsächlich arg perfid
Was Moses dir, der alte Mann
Und deinem Volk hat angetan!"

"Es war der schlimmste Genozid
Den es auf Erden jemals gab."
Erwiderte der Froschgott ihr
Und fügte sogleich ganz spontan
Noch eine Bemerkung dazu an:

"Was der Kerl mit seinem Stab
Von Jahwe dazu motiviert,
Verbrochen damals hat am Nil
Hat Amaunet diffizil,
(Die schlangenköpfige Gattin des Froschgottes)
So gut es ging, dokumentiert."

"Mein Weib, als sie noch hat gelebt,
Hat die Bilder seinerzeit,
Ja meine Gattin war gescheit,
In den Anhang zwo zum Almanach,
Für die Welt danach
Sorgsam alle eingeklebt."

















 






Ohne etwas drauf zu sagen
Hat Maxi sogleich nachgeschlagen.

"Mein Gott Amun" schluchzte sie
Als ganz hinten ebenda,
Im Anhang sie die Bilder sah.

"Die Völkermorde meiner Ahnen
Der Kyklopen, Giganten und Titanen,
Waren nichts als Spielerei
Gegen diese Metzelei."

"Jahwe in seinem Weltmachtfimmel,"
Erwiderte der Froschgott drauf,
"Warf im Genozidverlauf
Nicht nur blutigen Tau vom Himmel,
Wie einst von hier, gar aufgebracht,
Es dein Papa hat mal gemacht,
(Gemeint ist Zeus, Maxis göttliche Vater, zu jener Zeit, als er
vor dem Göttersturz selbst noch der Herrscher im Olymp war)
Als die Sterblichen nicht wollten,
Was seiner Ansicht nach sie sollten,
Sondern auch all die Meinen aus dem Himmel
Die hoffend zu ihm aufgefahren
Nach ihrem Erdenleben waren,
Um für den Rest der Ewigkeit,
Dort zu verbringen ihre Zeit."






"Das hab ich dem Alten nie verziehn!"

"Dass ich beerbt hier habe ihn,
Und sitze nun auf seinem Thron,
Den er vererben wollt dem Sohn;"
(mit dem Sohn ist Jesus gemeint)
"Wenn er das würde wissen,"
So fuhr er fort gerissen,
Und blinzelte dabei, der Filou,
Maxi am Wolkenrande zu,

"Würde er, könnt er uns sehen,
Wie wir beide hier erblühen,
Aus purem Neid nochmals verglühen
So wie nach des Weingott's Furz
Er ist verglüht beim Göttersturz.

***

Wie die Sache weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt




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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.