Sonntag, 10. Januar 2016

Vor Mausulina

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 41 - 15
In Mausulina

uch 

der Fürst von Koax Wrecke,
Aus dem Adelshaus Tulunk,
Um sich mit ew'gen Ruhm zu zieren,
Wollte wie einst Achill agieren,
Von dem, dass der ein Held gewesen,
Er hatte bei Homer gelesen.

Er rüstete zu diesem Zwecke,
Wie es zustand seinem Stande,
Gleich jenem sich in Waffenprunk,
Mit Gold am Helme und Gewande.



Nebst dem Umhang aus gar feiner Seide
Trug einen Schild er und 'ne Lanze,
Die aus edlem Stahl gefertigt war.

Das Schwert an der Hüfte in der Scheide,
War angepasst gar wunderbar
 Dem ehrenhaften Ruhm und Glanze,
Welchen es nun zu erkämpfen galt.

Äußerlich gerüstet dergestalt
Und mit viel Mut im Sinn,
Zog es ihn auf das Schlachtfeld hin
Um zu beweisen, dass auch er
Ein Held so wie Achilles wär'.

***

Vor Mausulinas Mauern dann,
Trat gegen Schmackebart er an.
Und wenig später schließlich noch
Gegen den Mauser Luginsloch.

Der Kriegsberichter Blatt für Blatt,
Seiner Pflicht dort zu obwalten,
Hat was im Feld ist dann passiert,
So wie er es gesehen hat,
Für die Nachwelt aufskizziert
Und in Bildern festgehalten.




Noch nie zuvor Ratty von Ratte
Solch einen Kampf gesehen hatte!

***

  Schmackebart der graue kühne
Heroenhafte Mäusehüne,
Griff als erster zu den Waffen.

In der einen Faust den Speer,
Wie ihn benutzte einst das Heer,
In der anderen sein Schwert,
Stürmte er gar rühmenswert,
Auf Koax Wrecke Tulunk zu.



Der, ihn vom Halse sich zu schaffen,
Wehrte den Angriff mit dem Schilde ab,
Wobei er simultan, in aller Ruh,
Ausgeführt mit Kraft und Wucht,
Mit der Breitseite der Klinge,
Und zwar gezielt auf dessen Wange.
Dem Mauser einen Schwerthieb gab,
Dass jenem schwindlig wurd und bange
Und er zu türmen hat versucht.

***

Als zur Flucht er wollt sich wenden,
Überrascht von des Frosches Militanz,
Stolperte er über den eignen Schwanz
Und kam an Masulinas Festungswall,
Ins Taumeln erst und dann zu Fall.


"Das kann für mich gar tragisch enden!"
Dacht er, als nach dem Niederschlag,
Plötzlich und noch halb benommen,
Er hilflos auf dem Boden lag.

Über sich sah er verschwommen
Wie Koax Wrecke von Tulunk,
Im fürstlich gülden Waffenprunk,
Das Schwert hob schon zum Todesstreich
So wie, als es ward im Kampf vonnöten,
Achill tat, den Sohn des Priamos zu töten.


"Nun geht's zu Ende mit mir gleich!"
Dachte er mit Angst im Sinn.
Dann traf das Schwert. Ein letzter Schrei;
Er war auf der Stelle hin
Und der Krieg für ihn vorbei.

***

Wie es mit Tulunk weitergeht
In der nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.