Samstag, 1. April 2017

Die Muse und der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 59
Die Muse und der Dichterling
Buch I

Auf Spurensuche
 - Teil 14 -

So wie von beiden angedacht,
Haben die zwei es dann gemacht.

Zum Abschied hat man schnell noch eben,
Dem Museumsleiter Quakus von Amun,
Das hätten wegen all der anderen Interessen,
Sie schier beinahe ganz vergessen,
Die Froschmitbringsel übergeben,
Die noch in ihrem Rucksack lagen.

"Die brauchen Gott sei Dank wir nun
Nicht mehr mit uns herumzutragen!"
Lachte der Dichterling dabei.

"Ich danke euch, ich bin so frei,
Oh, die sind ja wirklich toll"
Nahm sie der andere entgegen.

"Die kommen mir just grad gelegen,
Denn nun ist die Vitrine voll,
Welche, wie ihr selbst ja seht,
Hier in der Eingangshalle steht."



Dann ging es schnell: "Mach's gut Qaukus",
Sprach die Muse Aristomyomaximus
Und reichte jenem zugewandt,
 Zum Abschied ihm die zarte Hand.

Der Dichterling schloss sich sodann
Mit einem schlichten "Servus" an.

***
Und dann ging es auch schon los.
"Das erste Stück mit einem Floß,
So wie es in von Amuns Welt,
(gemeint ist Quakus von Amun, der Museumsdirektor)
War im Museum dargestellt.




Verzeiht, falls leeres Stroh ich drösche,
Die Flößer waren keine Frösche,
Aber das Floß war etwas größer
Doch auch nicht viel pompöser.

***

Kurz gesagt, in einem Satz mit X,
 An Bord gab's außer ihnen nix.

Das Ruder, so gut es eben ging
Übernahm der Dichterling.
Gab die Richtung vor im Fluss.

"Keine Angst der Nil ist breit.
Da haben Platz wir auch zu zweit."

Lachte der Dichter als er sah
Wie skeptisch schaute Maxima,
Die, in der Hand das Lot,
Ihm einen schönen Anblick bot.

Mit ihr zum ersten Mal allein
Auf einem solchen Schiff zu sein,
Machte am Ruder, wo er saß
Mit Blick nach vorn, ihm mächtig Spaß.

"Als Skipper siehst du noch viel hübscher aus,
Als  vorhin in Quakus von Amuns Haus,
Hat er von achtern her gelacht,
Und ihr ein Kompliment gemacht."

"Schau an Steuerbord liegt Heliopolis.
Mittag machen wir in Bubastis
Für eine Pause erst mal fest.
Bis zum Abend schaffen wir den Rest."

"Ich hoffe das in Burullus
So wie wir's uns haben vorgenommen,
Auch wirklich ein Zimmer noch bekommen."
Antwortete Aristomyomaximus.

"Falls nicht, dann schlafen wir an Bord!"
Fiel ihr der Steuermann ins Wort,
Und fügte grinsend sogleich dann
Noch eine Bemerkung dazu an.

"Mit einer Galionsfigur wie Dir,
Ganz allein im Strome hier,
Auf diesem schönen Schiff verbringen,
Das würde mich fürwahr beglücken!"

"Wir könnten Seemannslieder singen,
Oder sonst was schönes machen."

"Du vergisst die vielen Mücken!"
Gab sie mit einem kecken Lachen,
Schelmisch und mädchenhaft intim,
Darauf zur Antwort neckisch ihm.

"Na gut dann eben nicht.
Auf jene bin ich nicht erpicht.
Die sind wirklich lästig hier!"
Gab er darauf zur Antwort ihr.


***

Wie's in Ägypten weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt


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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.