Montag, 24. April 2017

Die Muse und der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 71
Die Muse und der Dichterling
Buch I

Auf Spurensuche
 - Teil 26 -

Auf der Straße draußen dann,
Sah Maxi den Prospekt sich an.

Als sie die Preise darin sah
Fiel in Ohnmacht sie beinah.

"Lass uns, bevor wir etwas kaufen,
Ein Stückchen weiter erst noch laufen."

Schlug sie ihrem Freund dann vor.

"Na gut", erwiderte dieser mit Humor,
"Vielleicht gibt es eine Laden hier,
In dem für einen Euro wir,
Für unser Kunstempfinden
Etwas schönes finden,
Was wir zwei uns gönnen
Und auch bezahlen können."

"Du knauseriger Dichterling,"
Wollte sie gerade sagen,
Als er in einen Laden ging,
Um danach zu fragen.

In Fatimas Plastikpin-Basar
Wurde er fündig offenbar,
Denn er winkte sie herein.

"Ich will heut spendabel sein!"
Lachte er sie drinnen dann,
Schelmisch aber herzlich an.
Und dann suchte, ei der Daus,
Er für sie einen Frosch-Pin aus,
Auf welchen Kermit abgebildet war.


"Dieser Pin ist äußerst rar,"
Erklärte Madam Fatima,
Seiner Freundin Maxima
Und steckte der hübschen Muse,
Kermit an ihre Bluse.





"Der steht dir aber wirklich gut."
Lachte der Dichterling im Übermut
Und fügte aus dem Stehgreif ganz spontan,
Zwei gereimte Zeilen dazu an.

"Kermit mit Kleeblatt, Green is Keen.
Du bist und bleibst mein Evergreen!"

Fröhlich lachend beide dann,
Sahen weitre Pins sich an.

 

 



Der Dichter musste es ertragen,
Dass Maxi, ohne ihn zu fragen,
Ihm auch einen Pin hat angesteckt.



"Du bist", so hat sie ihn geneckt,
Das sieht man dir nun deutlich an.
Mein mir grüner Supermann."

Der hat sie lächelnd angestrahlt,
Und beide Pins danach bezahlt.

***


Wie's mit den beiden weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.