Freitag, 31. März 2017

Die Muse und der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 58
Die Muse und der Dichterling
Buch I

Auf Spurensuche
 - Teil 13 -


Nach dem Toast, den der Filou
Quakus hatte ausgebracht,
(Gemeint ist Quakus von Amun, der Museumsdirektor)
Hat Maxima an den gedacht,
Der noch immer im Parnass
Auf dem höchsten Gipfel saß,
Und ihr bestimmt inzwischen grollte,
Weil im Olymp inthronisiert
Er von ihr endlich werden wollte.
(Gemeint ist Amun, der im Olymp eine verheerende Explosion
während der Götterversammlung überlebt hatte, und seitdem auf
dem verwaisten Thron des Zeus, dem Vater von Maxima,
auf die rechtmäßige Einsetzung als Nachfolger durch die letzte
noch lebende olympische Göttin, wartete.)

"Ich muss", flüsterte dem Freund sie zu,
Unbedingt als nächstes nun
Meine Pflicht als Göttin tun,
Und den alten Gott aus Theben
Auf  Papas verwaisten Thron erheben."


"Der ist sicher schon frustriert,
Weil ich nichts mehr von mir hören lass
Und denkt ich würde ihn verhöhnen,
Anstatt endlich ihn zu krönen,
So wie ich's ihm versprochen habe."

"Das kommt mir aber schlecht zupass!"
Erwiderte drauf der Dichter ihr
Und fügte hinzu gar schelmisch kühn,
"Auf dem Ida, der alte grüne Knabe,
Bleibt dir ganz sicherlich auch grün,
Wenn vorher wir, mit einem Nachen,
Auf dem Nil 'ne Kreuzfahrt machen."

***

"Oh, schön", hat sie da froh gelacht,
"Das hat Jesus auch gemacht."

"Ich will hinunter erst den Fluss
Ganz hinab bis Burullus."
Erwiderte der Dichter drauf.

"Dort hielt sich der ja auch einst auf."

"Er soll, gesegnet mit maritimen Gaben,
Im Flachwassersee geübt dort haben,
Was später brauchte er als Mann,
Nach dem was in der Bibel steht,
(Matthäus 14, 22-33; Markus 6, 45-53; Johannes 6, 16-21)
Wie man Wasserwandern kann,
Ohne dass man untergeht."

"Die Heilige Familie auf der Flucht,
Hatte einen Urlaub dort gebucht.
Das war anscheinend vor dem Tode
Des Herodes, so wie heut schon Mode."


"Das sollten, jetzt wo wir es können,
Weil unsere Arbeit ist getan,
Uns, so wie die es taten, auch mal gönnen,"
Fügte Maxima begeistert an;
"Um endlich einmal auszuruhn'
Und nichts mehr außer nichts zu tun!"

"Und nach dem Badeurlaub dann,
Sehen wir uns Kairo an!
Erst am Tag und dann bei Nacht."
Fuhr sie weiter wohlbedacht,
Denn sie wollt ein bisschen shoppen
Und am Abend was erleben.

"Auch auf 'nem Kamel zu reiten,
Wie's üblich ist in diesen Breiten,
Will ohne lange mich zu zieren
Ich unbedingt mal ausprobieren."



"Und auch die Pyramiden möcht ich sehen
Und wenn's geht, hinein auch gehen.
Vielleicht finden drinnen doch
Wir einen alten Frosch ja noch."


"Ja und um das Ganze noch zu toppen,
Besuchen wir ganz schnell noch eben,
Die Tempel von Luxor oder Theben
Und auch das Tal der Könige und Götter,"
Stimmte der Dichterling, der Spötter
Kopfschüttelnd lächelnd ihrem Wortschwall zu
Und fügte sie ausbremsend spontan,
Einen Nachsatz schnell noch an.

"Dort im einst so imposanten Tempel desAmun,
Ist von jenem, sowie von Huh und Kuk und Nun,
Leider kein  froschköpfiges Standbild mehr vorhanden."





"Echnaton, aber das weißt ja sicher du,
Ließ die Froschgötter, die einst dort standen,
Schleifen, so wie es zurzeit die Taliban
Und die verblendeten IS-Schufte nun,
Im Irak und in Afghanistan,
In ihrer Dummheit gleich ihm tun."

***

"Doch im Grunde hast du recht.
Ein Urlaub wäre echt nicht schlecht.
Und den Kamelritt gönn ich Dir
Gern und als Zuschauer auch mir!"

***

Wie's mit den beiden weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.