Dienstag, 28. Februar 2017

Die Muse un der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 43
Die Muse und der Dichterling
Buch I


Die virtuelle Froschsammlung
des Aristoquakes und der Muse
Aristomyomaximus
 - Teil  20 -


ags 

darauf, gleich kurz nach acht,
Das Museum hatte just grad aufgemacht,
Hat die hübsche Muse Maxima besonnen,
Flugs vor Ort, damit begonnen,
Ohne sich selbst dabei zu hetzen,
Was sie tags zuvor in der Debatte
Versprochen dem Direktor hatte,
In die Tat nun umzusetzen.

***

Weil ihr Freund der Dichterling,
Sogleich wieder in den Keller ging,
Um unten dort im Totenbuche,
Fortzusetzen seine Suche,
Nach dem was er beweisen wollte,
War sie ganz allein dabei auf sich gestellt,
Was schwierig für sie werden sollte.

***

Die größte Froschsammlung der Welt,
Im Haus am Nil zu etablieren,
War selbst für sie, obgleich vom Fache
Sie es ja war in dieser Sache,
Das merkte sie recht schnell, ein Ding
Das über ihre Kräfte ging.

Drum hat sie, ohne sich erst lang zu zieren,
Sich an Amun im Olymp gewandt
Und ihm eine WhatsApp gesandt.

"Amun, du, an den ich glaube,
Verzeih mir, was ich mir erlaube,
Dass entgegen jeder guten Sitte,
Ich mit Mithilfe dich bitte."

"Wir bauen just, um Dich dort oben,
Nebst den Deinen hier zu loben,
So wie es einem Schöpfer frommt,
Und deinem Volk zugute kommt,
Hier am Nil dein eignes Haus,
Zum größten Froschmuseum aus."

"Schick deine Brüder doch nach hier
Damit sie helfen dabei mir."
"Und Heket könnt ich auch gut brauchen.
Lass sie aus dem Sumpf auftauchen,
Sie ist ja sicher ausgeruht,
Damit sie etwas für mich tut,
Anstatt länger noch im Untergrund,
Zu quaken nur mit breitem Mund,
Ohne groß etwas zu sagen."

"Auch du selbst solltest dich mal fragen
Was du dort oben für mich nun
Und für uns alle könntest tun,
Anstatt nur faul herabzugaffen,
Damit wir, was wir wollen schaffen!"

Und dann mit List und Schalk im Hoffen
Fügte in der WhatsApp spontan,
Sie einen Nachsatz gleich noch an.

"Ich habe, wie du sicher weißt,
Mit dir noch eine Rechnung offen.
Du weißt ja sicher was das heißt!"

"Um dich im Olymp zu inthronisieren
Solltest du mit mir kooperieren,
Damit ich, wenn ich's mache dann,
Mich auch auf dich verlassen kann!"

***

Nach diesem, ihrem intensiven Flehen,
Ist, was sie erhofft hatte, geschehen.

Heket, Kuk, wie Huh und Nun,
Herbeibefohlen von Amun,
Froh darüber alle vier,
Meldeten sich zum Dienst bei ihr.

***

Ausgeruht, mit viel Elan
Machten zwei sich gleich daran,
Ohne dass Maxi sie musst drängen,
All die Plakate aufzuhängen,
Welche sie kürzlich wohlbedacht,
Für diesen Zweck hatte gemacht.



Heket dabei in der ihr eignen Ruh,
Gab acht darauf dass Nun und Huh,
Wie von Maxima beraten,
Sich mit ihren Exponaten,
Durch all die engen Gänge zwängten
Die Sachen dann auch grad aufhängten.





Und Amun selbst, der Froschfilou,
Sah vom Olymp herab und zu
Welchen Aufwand seinetwegen,
Trieben unten die Kollegen.

***

Wie es in Kairo weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt



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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.