Freitag, 29. April 2016

Kleriker unter sich



Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 43 - 13
 Kleriker unter sich


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Kleriker im Saale nun
Wollten dies sogleich auch tun.
Ein jeder wollt der erste sein
Der sich ins Internet wählt ein.

Alle klickten sogleich dann
Aristoquakes Machwerk an,
Um darin hüpfend kreuz und quer
In hunderttausend Versen oder mehr
Unter leisem aufgeregten Fluchen,
Jene Stellen im Werke aufzusuchen,
Wo in Sachen Religion
Und zugehörigen Belangen,
Der Dichter im Epyllion
Auf sie speziell war eingegangen.

Im kleinenEpos das arg lang
Dem Dichterling geraten war,
Suchte nun ein jeder bang,
Ob er selbst vielleicht sogar,
Als Moslem, Christ, Jude oder Atheist,
Im wahrlich nicht grad dünnen Band,
Abgedruckt Erwähnung fand.

Allesamt nun, Lurch für Lurch,
Im klerikal erlauchten Kreise,
Stöberten das Machwerk durch
Gar hastig und in einer Weise,
Dass angeklickt so tausendfach,
Das Internet zusammenbrach.

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Ach, es war fürwahr ne Schande.
Die ganze grüne, klerikale Bande
Geriet, ja es war fürchterlich,
Darob nun in die Haare sich.





Ein jeder grüne Froschfilou
Wies die Schuld dem andern zu.
Sie plärrten alle durcheinander
Und wurden zornig aufeinander.

Wäre Maxi nicht gekommen,
Die hübsche hier schon oft genannte,
Muse die im Saal fast jeder kannte,
Hätt' es ein schlimmes End genommen.

"Was ist denn hier schon wieder los?"
Wollte ruhmreich glorios
Und zweckdienlich gar sehr gerissen,
Von den Streithähnen sie wissen.

***

Weil großen Respekt sie vor ihr hatten,
Haben die Frösche, wie die Ratten




Vor ihr sogleich alle gekuscht
Und sind vom Computer weggehuscht,
Um sich schnellstens zu bequemen
Ihre Plätze einzunehmen.

Und sie dachten als sie saßen,
"Mit der ist wahrlich nicht zu spaßen."

Nur die tapfersten von allen,
Fürchteten sich vor ihr nicht.
Sie sahen ihr froh ins Angesicht.
Das hat ihr sehr gefallen.



"Mir scheint" sprach sie erfreut zu ihnen,
"Ihr wollt der Friedensarbeit dienen
Der gemeinsam alle wir,
So wie es die Propheten wollten,
Dienlich in deren Namen hier
Sein nun endlich sollten."

Als solches Wort sie  ganz gemach,
Sachlich und in aller Ruh,
Mit Zuversicht im Tone sprach,
Hörten auch all die arroganten
Kleriker, die sie noch nicht kannten,
 Von ihrem Liebreiz angetan,
 Ihr zugewandt nun ganz spontan
Ganz Ohr und voller Neugier zu.

***

Und dann begann sie ohn' zu zagen
Was ihr wichtig war zu sagen.

"Es wird Zeit euch zu besinnen
Um endlich damit zu beginnen,
Die Mythen aus längst vergangenen Zeiten,
So wie sie auf mehr als tausend Seiten
Im alten Testamente aufgeschrieben,
Erhalten durch die Zeiten blieben,
Da könntet ihr euch all bewähren
Unserm Volk so zu erklären,
Dass auch der kleine Mann versteht
Um was es darin wirklich geht."


"Wenn wir, was Jesus sagte, glauben,
Gilt es die alte Schwarte in der Gegenwart
Von all den Gräueltaten zu entstauben,
Die besser man sich heut erspart."

"Aristoquakes, dem ich bin sehr zugeneigt
Hat hier uns bereits aufgezeigt,
Ohne die Absicht jemand zu bekehren,
Dass all die guten, lieben, frommen
Götter die auf Erden wir verehren
Aus dem alten Ägypterreiche kommen."

"Osiris, weil er ist bekannt
Sei hier von mir zuerst genannt."




"Aber natürlich auch der Schöpfergott Amun,
Mit Heket, Huh und Kuk und Nun
Sowie Isis, Horus und auch Seth ,
All Götter am Nilstrom bei den Pharaonen,
Von denen zwar nichts in der Bibel steht,
Sind Wegbereiter unserer Religionen."




"Doch Juden und Buddhisten,
Muslime und wir Christen, 
Und alle, die es sich erlauben
 An einen Gott zu glauben,
Sollten sich einig darüber sein,
Um zu vermeiden Zwist,
Da stimm ich mit Aristoquakes überein,
Dass Gott, wie ihr alle sicher wisst,
Keine Erfindung der Neuzeit ist."

"Wenn es ihn also wirklich gibt,
 Dann bereits vom Urknall an.
Und wenn er seine Schöpfung liebt,
Die er schuf mit lautem Knall,
Dann ist er heut noch überall
Und nicht nur im Vatikan!"

"Was wir damit sagen wollen,
Der Dichterling und ich,
Ist dass alle Glaubenshüter sich,
Auf jenen nur berufen sollen,
Der mit seiner Schöpfungstat
Die Welt dereinst erschaffen hat!"

"Das sagen wir in seinem Namen
Und untersreichen es mit Amen!""

***

Nach diesen Worten froh und heiter
Sprach die Muse lächelnd weiter.

"All die Götter in ihrer Pracht,
Die ihr selbst euch habt gemacht,
Mitsamt aller eurer Geistesgaben,
Das Zeitliche längst gesegnet haben!"

"Wer es nicht glaubt, der schlage nach
Auf diesem Blatt im Almanach!"

***

"Nach einer schlimmen Explosion
Und einem furchtbar lauten Knall,
So wie's beim Urknall war der Fall,
Man sagt es war ein Selbstmordsattentat,
Das Dionysos, des Herrschers Sohn,
Einst im Olymp begangen hat,
Sind alle sie im All verglüht."

"Nur Amun, seit jeher abgebrüht,
Hat schnell zu retten sich bestrebt
Das Drama damals überlebt."



"Ich selber hatte damals Glück.
Ich war von oben grad zurück,
Weil Aristoquakes der Dichter wollte
Dass ich ihn unterstützen sollte."

"Wir haben zwar den Knall gehört,
Doch in die Arbeit tief versunken,
Uns nicht weiter daran gestört.
Erst als es nach Schwefel hat gestunken,
Haben wir realisiert
Was oben war passiert."


"Tage später irgendwann
Rief Amun mich von oben an.
Auf dem Olympe wo er war
Kam er anscheinend nicht recht klar."

"Ich bin hier oben ganz allein
Und soll die Welt regieren
Und möcht kein Gott für ewig sein,
Das geht mir an die Nieren."
Sprach er zu mir und fügte dann
Gleich noch eine Bitte an."

-Wenn wir ihn unterstützen
Dann würd er uns beschützen,-
Tat aus eben diesem Grund,
Auch wenn es bislang nicht war Brauch,
Er mir am Handy flehend kund.
Und das machen wir jetzt auch!"

***
Wie das Ganze weitergeht
Und ob die Welt sich weiterdreht,
So wie sie drehte sich bisher,
Oder eiert ganz verquer,
Ach das wär' fürwahr fatal,
Berichten wir das nächste Mal.

wird fortgesetzt







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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.