Mittwoch, 20. April 2016

Kleriker unter sich

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 43 - 9
 Kleriker unter sich

as

 war auch allerhöchste Zeit!"
Sprach der andere bedacht
Und hat es auf den Punkt gebracht:



"Dank Päpsten wie Dir, kam es so weit,
Wie es mit uns ist gekommen!
Deine Verdienste davon unbenommen,
Als Präfekt der Glaubenslehre,
Halte ich, so wie auch dich selbst, in Ehre.

Es wäre schlimm, wenn ich vergäße,
Dass du es warst, der mit Bedacht
Mich hat in dieses Amt gebracht!"

Dafür zolle frei und frank
Respekt ich dir und Dank.

Doch deine nicht mehr zeitgemäße
Und rückwärts gewandte Kirchenpolitik,
Führte im Volk zu viel Kritik
Und dazu, dass ganz ungebeten,
Tausende sind ausgetreten.

Viele wandten sich im Nu,
Nach dem Austritt gar gediegen,
Jenem Gotte wieder zu,
Welchen nach seinen Lebensdaten,
Man hielt für des Herrn Jesus Paten,
( Die ägyptischen Gottheiten Horus und Amun werden hier
 bereits zu einer Gottheit verschmolzen betrachtet)
Und der vor Jahrtausenden dort schon,
Was du stets hast gut verschwiegen,
Saß auf Ägyptens Götterthron!"




Und dann fügte er hinzu:
Wir alle beide, ich und du,
Bringen uns um Kopf und Kragen
Wenn wir weiter dazu schweigen.
Wir müssen endlich Flagge zeigen
Und dem Volk die Wahrheit sagen!"

***

Nach diesen Worten ganz spontan,
Wies die Priesterschaft er an,
Bei ihren Predigten ab sofort nun,
Alles was der Wahrheit dient zu tun,
Damit auch die verlorene Herde,
Schnell katholisch wieder werde.


***

Wie angeordnet und durchdacht
Hat es der Klerus drauf gemacht.

In jeder Predigt hat auf eben diesen
Alten Ägypter man nun quer verwiesen,
Der im Nilstromland ganz offenbar
Des Herrn Jesus Pate war.


In jeder religiösen Runde,
Und in ein jeder Bibelstunde,
Hat aus eben diesem Grunde
 Neu verbreitet man die Kunde
Von Amun der als Chef der Acht,
Über den Glauben hat gewacht,
Am Nilstrom einst in etwa so,
Wie Benedikt stets dienstbereit
Es für Jesus als das A und O,
Tat für den Boss der Christenheit.

 




Aufgeklärt nun solcherweise
Im religiösen Studienkreise,
Griff, der Papst nahm es in Kauf,
Das Volk die Sache sogleich auf.

***

Doch all die braven, frommen Leute,
Weil sie manches falsch verstanden,
Und Fakten waren längst abhanden,
Blieb als des Wahnes fette Beute,
Von beiden göttlichen Gestalten
Nur der Mythos uns erhalten.


Und weil in dem ganz offenbar
Amun vom Nil identisch war,
 Wie wir hier sehn, mit Jesu Christ,
Und es auch heut noch immer ist,
( Die ägyptischen Gottheiten Horus und Amun werden hier
 bereits zu einer Gottheit verschmolzen betrachtet)
Ist daraus in unsern Landen,
Manch ketzerisches Werk entstanden,
Welches in seinem Sinngehalt
Jesus als Amun zeigt in Froschgestalt.

 







Der arme Frosch, and Kreuz geschlagen
Muss, auch wenn man ihn dabei vergottet,
So wie Jesus arg verspottet,
Schmach und Ironie ertragen.

Auch wenn ihm vor Schmerz die Augen triefen,
 Erträgt den Spott er ganz gelassen,
Im Gegensatz zu Recep Erdogan,
Dem türkischen Möchtegern-Kalifen,
Der solches weder fassen
Geschweige es ertragen kann,
Weil der, das weiß hier jeder Christ,
Was er so gern wär,' nicht ist.

Er zeigt jeden, so wie Böhmermann,
Der ihn veräppelt, sogleich an,
Weil er denkt, dass das ihm frommt,
Und er damit weiterkommt.


Doch der Kunst- und Freiheitsschmäher
Wird auf diese Art auf Erden,
Weder ein echter Europäer,
Noch der Kalif von Bagdad werden.


***

Wie's mit dem Klerus weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt



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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.