Sonntag, 10. April 2016

Kleriker unter sich

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 43 - 5
 Kleriker unter sich

ls 

er später selbstvergessen,
Zu Hause wieder hat gesessen
Und sich schon wie der Präses fühlte
Kam ein Anruf, der sein Mütchen kühlte.



Es war Amun der Ägyptergott
Der im Olymp von all den frommen,
(Siehe oben Teil 36 - 6)
Welche waren umgekommen
Als Dionysos im Suff gar fies,
Den Überdruck im Darm abblies,
Die Nachfolge hatte angetreten.

"Zum Donnerwetter, sapperlot,
Und so was nennst du beten,
Du scheinheiliger dreister Bock,
In deinem braunen Kuttenrock.
Ich verzichte auf dich Thoren,
Denn wer so mit Göttern spricht
Auf den üb ich gern Verzicht!"

So hallte es in Braunrocks Ohren
Und dann, er konnte es nicht fassen,
Hat Amun ihn entlassen
Und ihn, im Amt schon routiniert,
Von seiner Zeit am Nilstrom her,
Wie sich gehört, exkommuniziert.


***

Vom Christenglauben ausgeschlossen
Schloss sich Braunrock unverdrossen,
Sogleich als Partisan
 Den Dschihadisten an..
Die haben ihn gern aufgenommen.

Dort ist er tags drauf umgekommen
Weil einer der ihn kannte
Ihn einen Christen nannte.


Man hat ihn der Nacht
Nackt ausgezogen und umgebracht.

***

Zwei andre Christen  unterdessen,
Mit ähnlich fiesen Interessen,
Wie sie mit Stola als Krawatte,
Braunrock im Traume hatte,
Unterhielten gar geflissentlich,
Über den Neuen oben sich,
Der dort nun mit Recht und Fug
Herrschte und den Namen Amun trug.



"Wir sollten uns nicht lang erst zieren
Und schnellstens zu ihm konvertieren."
Sprach Mausemann die Kirchenmaus,
Die mit Ägyptern kannt' sich aus,
Als wär sie sein Berater,
Zu Höpperich dem Pater.

Und dann fügte sie spontan
Die Begründung dazu an.

"Mein Bischof, inzwischen hoch betagt



Hat mir vor Jahren schon gesagt,
Dass der Unsrige dort droben,
Ich meine den Herrn Jesu Christ,
Den Rom zum Gott hat einst erhoben,
Jene ägyptische Schöpfergottheit  ist,
Die froschköpfig genau wie du,
Nur eben mit einer Federkrone,
Saß auf Ägyptens Götterthrone."




Danach fügte Mausemann
Sogleich auch die Fakten an
Welche er, wie es gewesen
Sich hatte kürzlich angelesen.





 ***

"Was du da sagst, das glaub ich nicht!"
Sprach Höpperich der Grüne drauf
Und forderte den andern eigen,
Zwecks Überprüfung dazu auf,
Ihm in Netz doch mal zu zeigen,
Ob das der Wahrheitauch entspricht.

"Nichts leichter als das!" piepste die Maus
Und suchte ein paar Adressen aus
Die auf der Favoritenliste routiniert
Sie hatte sich bereits notiert.

Und dann hörte Höpperich
Gar neugierig die Sachen sich,
Nach des Mäusepriesters Plan,
Online im Internetze an.


***



Wie's mit dem Klerus weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt


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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als fünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 10.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.