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Samstag, 12. November 2016

Der Kriegsveteran

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 46 - 16
Der Kriegsveteran

as 

Krotterich mit dem Handy in der Hand
Über seine Ahnen nun im Land der Mitte
Online suchend im sozialen Netzwerk fand,
War spannend zu lesen und hoch interessant.

Der Frosch wird dort nach alter Sitte
"Qing Wa"oder Feldhuhn auch genannt,
Und das, so konnte er erfahren,
Schon seit gut sechstausend Jahren.

青蛙  =  Frosch


Als solches spielte er dort eine gar tolle
Kultur- und religionsgeschichtliche Rolle.
Was er genau dort ist gewesen,
Kann man bei MaxDashu lesen.


Doch auch vom Zauberer Liu Hai
Waren Bilder mit anbei.





Und was man sonst so wissen muss,
Hatte die Muse Aristomyomaximus,
Darüber im Netz bereits berichtet.


 




Jene auf Technik spezialisiert
Zeigt wie die Frösche haben funktioniert
Die dort vor fast zweitausend Jahren
Als Seismographen tätig waren.





Zudem, und das sogar gedichtet,
Damit im Netz man nichts verpasst,
Hat Aristoquakes sich  damit befasst.

Er schrieb auf des Frosches Spur,
Dass bereits vor der Hongshan- Kultur,
Die Frösche, so kann man von ihm hier erfahren,
 In China heilig und einige gar Götter waren.

Der Frosch, so steht es dort notiert,
War mit Hsi WangMu liiert
Welche in China offenbar
 Die wichtigste Göttin damals war.

Dass das nicht ohne Folgen blieb,
Was der Frosch im Zeitengang
Mit der schönen Göttin Wang,
Im Jenseits dort im Westen trieb,
Es war wohl ein Versehen,
Ist schwer heut zu verstehen.
Ach es war für wahr ein Graus
Es wurde eine Kröte draus.

蛤蟆   =  Kröte

Die hat die Göttin ungalant
Schnell auf den Mond hinauf verbannt.


Dort, wie wir heute alle wissen,
Saß sie auf dessen dunkler Seite
Und hat mit jenem im Geleite,
Von seiner hellen gar gerissen,
Stück für Stück verschluckt
Und immer wieder ausgespuckt.


***

Den Frosch, ihren Liebhaber hingegen,
Hat ihres guten Rufes wegen,
Als die Affäre war zu Ende,
Gar drastisch, rücksichtslos dort oben
Sie lang schon vor der Zeitenwende,
Schlicht ins Ausland  abgeschoben.




***

Wohin der mit seiner Fleischeslust,
Gegangen ist in seinem Frust,
Er hatte ja die freie Wahl,
Erfahrt Ihr hier das nächste Mal.

***

wird fortgesetzt



Dienstag, 4. Februar 2014

Frosch und Kröte in der Kunst

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 23-82
- Frosch und Kröte im alten China -
- Teil 2 -

Die Seelen blickten all verstört.
Das hatte keine noch gehört.
Doch Odysseus zu widersprechen
Wollte keine sich erfrechen.
Philoktètes indes, der bewährte
(Ilias 2/218 ff, Führer der thessalischen
Bogenschützen mit sieben Schiffen)
Treue einstige Gefährte
Des Heldenkönigs aus Ithaka,
Skeptisch in die Runde sah.
Doch auch er wollt' nichts riskieren.
Odysseus gar zu brüskieren,
Im heiligen Refugium
Hier oben im Elysium,
Das wäre eine Freveltat,
Schlimmer noch als Hochverrat.

So schwieg auch er und hörte zu
Wie Odysseus in aller Ruh
Auf seinem Computer-Monitor
Chinas Frösche stellte vor.


Der Sohn des Laèrtes klickte nun
Weitere Hongshan-Zeit-Bilder an
Um den Seelen kund zu tun,
Dass der  Frosch kein Untertan
In China war. Im Gegenteil
Ihm wurde höchste Ehr zuteil.

Schon lang vor Konfuzius
Kam man im Alten Reich zum Schluss,
Dass der Frosch ein Gott sein müsste.
 
Dass auch er genau es wüsste,
Wollte der Held von Ithaka
Anhand der Charakteristika
Von Hongshan-Zeit-Bildern nun erklären.


Als ob die Seelen Forscher wären,
Vom Studienfach Archäologie,
Konfrontierte er mit Fotos sie,
Er online im Internet just fand.

Er ließ sich nun durch nichts mehr stören.
"Seht alle her", so war er zu hören.

"Dieser Frosch steht auf 'ner Quappe
Und auf dem Kopf trägt er als Kappe
Sein geflügeltes Attribut.
Das Himmelshuhn als Sonntagshut
Nebst der Kaulquappe, auf der er steht,
Stellen im Bild, das ihr hier seht,
Das ist euch sicher doch nun klar,
Das Yin und Yang symbolisch dar!"

Odysseus mit ernstem Wort
Fuhr gleich erklärend weiter fort.


"Das nächste Bild, auch einwandfrei,
Zeigt eins Frosches Konterfei,
Den auf den Rücken tätowiert
Erneut das Jin-Yang- Zeichen ziert.

Dieses stellt das Gleichgewicht
Der Kräfte dar im Welten-All.
Die Energien, sieht man nicht!

Als Quappen dargestellt schön prall,
Kennen die beiden arg verruchten,
Nur ein Ziel, sich zu befruchten!

Im Kreise schwimmend, wie wir sehn,
 Treiben die beiden es gar kühn
Auf des Frosches Rücken.
Sie bilden dort das Welten-Ei
Und bewahren zu unserem Entzücken
Wie vorbestimmt ganz nebenbei,
Triebhaft und lüstern androgyn
Das Alpha-, sprich das Urknall- Gen!"

"So ist es, für wahr, beim alten Zeus;"
Sprach lachend danach Odysseus.
Dann stellte dem erlauchten Korps
Er weitere alte Frösche vor.



"Ihr seht, vor siebentausend Jahren
Die Frösche in China heilig waren.
Aus Jade oder Edelstein
Trug der Chinese sie bei sich.
Sie konnten für manches dienlich sein.
Als erstes dabei nenne ich,
Gesundheit, Reichtum, Lebensglück.
All das konnt' solch ein Froschschmuckstück
Den alten Chinesen damals geben
Und auch ein schönes, langes Leben.

Geschnitzt  aus Holz, Stein, Obsidian
Trug man den Frosch als Talisman
Stets bei sich. Der Fetisch brachte,
Wenn man alles richtig machte,
Reichtum und Glück in jedes Haus.
Deshalb trug man auch im Bett,
Den Frosch am Hals als Amulett!

"Und was schließen wir daraus?"
Wollte Odysseus gerissen,
Von seinen Mitbewohnern wissen.

*** 

Die Antwort darauf geben wir
Das nächst Mal ganz sicher hier.

wird fortgesetzt

Montag, 3. Februar 2014

Frosch und Kröte in der Kunst

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 23-81

- Frosch und Kröte im alten China -
- Teil 1 -

Irgendwann, nach zwei drei Stunden;
Es hätte nie ein End gefunden,
Sprach die Göttin aus dem Osten:
" Ich scheute weder Müh noch Kosten
Und hab euch 'ne CD gebrannt.
All das, was für euch interessant
Und wichtig in meinem Vortrag war,
Bleibt für euch so nachlesbar.

Darüber hinaus möcht allen Seelen
Ich Aristoquakes anempfehlen.
Der hat sich des Themas angenommen
Und ein Buch dereinst verfasst,
Das gut zu meinem Thema passt.
Den Titel - Auf den Frosch gekommen -,

Hat er nicht veröffentlicht,
Doch hat er ihn dem Kriegsbericht,
Weil er dacht, das das genügt,
Von seinem Tierkrieg beigefügt.

Die Herkunft der Frösche aus dem Osten
Beweist er darin klipp und klar."

Die Seelen, all auf ihrem Posten,
Als Ameterasa fertig war,
Dankten es ihr mit Applaus.

Wie lang nicht mehr im hohen Haus,
Wurde wie jetzt gar passioniert,
Von allen Griechen applaudiert.

Hochrufe wurden sogar laut:
"Hoch lebe Ameterasa" klang
Es durch die große Halle lang.

Nachdem der Lärm ward abgeflaut
Ergriff Odysseus das Wort:

"Ich möchte anschließen nun dort
Wo Ameterasa geendet hat.

Bei Aristoquakes in der Tat,
Ich hab es selbst bei ihm gelesen,
Dass der Frosch von den Chinesen
Über Japan zu den frommen
Ägyptern dereinst ist gekommen.

Von dort kam er dann nach Athen!"

"Ihr werdet", sprach er, "es gleich sehn,
Dass Frösche einst im Reich der Mitte,
Bereits vor vielen tausend Jahren,
So wollte damals es die Sitte,
Heilig, wie später auch am Nilstrom waren.
Auf Kröte und Frosch mich konzentriert,
Hab ich gestern ein paar Stunden
Online in China recherchiert.

Per PC hier im Elysium
Hab ich tausend Stück gefunden.
Bereits im Neolithikum
Ist der Frosch bei den Chinesen
Eine Gottheit schon gewesen.

Hier sind die Bilder die ich fand!"
Mit dem Datenträger in der Hand
Fuchtelnd rief er: "Hier ist der Beweis
Für meinen Online-Forscher-Fleiß.
Und überdies, als Resultat
Hab ich, ich sag es unumwunden
Das Folgende herausgefunden:
 Ein Forschungsbericht ist noch vakat!

Ja, ich denke, so gesehen
Müsste endlich was geschehen
Unten auf der alten Erde!

Damit aus dem Mythos Wahrheit werde,
Müsste ein Mann der Wissenschaft
Mit seiner ganzen Schaffenskraft,
Um Ruhm und Ehr für sich zu buchen,
Die Sache einmal untersuchen."

Während Odysseus noch sprach,
Schob er ruhig, ganz gemach,
Seine China- Frosch- CD
In das Laufwerk am PC.

Der erste Frosch, Hongshan- Periode,
Etwa fünftausend Jahre alt,
Ritt, so war es damals Mode,
Auf einem Tier, das von Gestalt,
Die Sache war recht sonderbar,
"Wa" dem Feldhuhn ähnlich war.




Es war der alte "Wa" der dort
Auf einer Wachtel ritt zum Sport
Ganz gemütlich und im Trab
Ohn' dass er ihr die Sporen gab.

Das Namenszeichen von dem alten
Froschgott ist noch heut erhalten.
Odysseus klickte spontan
Das Schriftzeichen für "Wa" nun an.

"Ich möcht", so sprach er Kunst beflissen,
"Erweitern ein bisschen euer Wissen"
Und als das Zeichen war erschienen,
Erklärte freundlich er es ihnen:


"Neben dem -Wa- das X und Ypsilon
Steht für Vollkommenheit und Leben.
Darunter ist, in älterer Version
Das Yin und Yang wiedergegeben.
Es ist mit Strichen dargestellt.
( Das Yin, ist hier als unterbrochene Linie dargestellt,
die durchgehende Linie steht für das männliche Prinzip Yang)
Wie J.C. Cooper uns erhellt,
Den ihr gerne dürft bemüh'n,
Als Zeichen schlicht für -androgyn-."

Das Symbol zeigt zwei sich gegenseitig
 immer wieder neu befruchtende Kaulquappen

"Mit andern Worten es beschrieben."
So fügte Odysseus spontan
Erklärend weiter an:
"Der Frosch ist die Vollkommenheit!
Weil er auch heut noch ausgeprägt
Das Alpha-Ur-Gen in sich trägt,
Und um den Schöpfergott zu loben,
Hat man ihn auch zum Gott erhoben.

Je nach Laune und Belieben,
Wie seit dem Anfang aller Zeit,
Kann er im Wechselspiele kunstgerecht,
Verändern Farbe und Geschlecht,
So dass als Mann und Weiblein er
In Weiß und Rot in Schwarz und Grün,
Haben kann Geschlechtsverkehr,
Wie Hermaphroditos androgyn!"


***

wird fortgesetzt




Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.