Mittwoch, 3. Mai 2017

Die Muse und der Dichterling

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 47 - 74
Die Muse und der Dichterling
Buch I

Auf Spurensuche
 - Teil 29 -


Draußen wieder, gleich rechterhand,
Man schon den nächsten Laden fand,
Für sie von Interesse war.

Es war Mustafas Antiquariat
Das sie angezogen hat.

Drinnen in dunkler Moderigkeit,
Suchten sie intensiv zu zweit,
Nach alten Schriften, die bewiesen,
Dass Frösche am Nil einst Götter waren.

***

Der Frosch im alten Ägypten

Da der Frosch in schlammigen, feuchten Gebieten lebt, wo es vor Leben wimmelt, wurde er mit dem entstehenden Leben in Verbindung gebracht. Denn auch die ägyptische Welt entstand aus dem Urschlamm.
Deshalb wird er der Geburtsgöttin Heket zugeordnet, die für das Wachstum des Fötus und die Geburt zuständig war. Die Glyphe des Froschs galt als Symbol des noch nicht geformten Menschen.

Er wird aber auch mit den Urgöttern der Achtheit identifiziert, wenn auch nur sekundär. Die Urgötter werden manchmal neben dem Schlangenkopf auch mit dem Kopf eines Frosches dargestellt. Auch als Nilgott wird er abgebildet und in diesem Kontext wohl eher als Spender des wiederkehrenden Nilwassers verstanden. Der Frosch im alten Ägypten.

***

Ägyptische Mythologie


Achtheit auf Deckenrelief im Tempel von Dendera.
In das Mittlere Reich datiert eine Erklärung der früheren mythologischen Verbindungen: „Schu ist umhüllt mit dem Lebenshauch der Kehle des Benu am Tag, als Atum entstand in Heh, Nun, Kek und Tenemu.“ Die neu entstandene Götterlehre besagt, dass vor der Entstehung der Welt acht Götter herrschten:
  1. Nun und Naunet (seine Gattin) stehen für das Urgewässer und für den Urozean (Das Element, das zeugt und gebiert);
  2. Heh und Hehet für den ewigen Raum, für die Endlosigkeit und für die Unendlichkeit (Die Urzeit, der Hauch und die Liebe des Schaffens, das schöpferische Verlangen);
  3. Kek und Keket für die Urfinsternis (Vor Erschaffung der Gestirne, der Urraum, der als Mann das Helle schafft und als Frau die Nacht und so den Tag gebiert);
  4. Tenem und Tenemu für die Weglosigkeit (Der kosmische Niederschlag, der sich zeugend und kreisend aus dem Urwasser absetzt).
Das letzte Paar wird häufig ersetzt durch
  1. Niau und Niaut, die Leere;
  2. Gereh und Gerhet, der Mangel; und im Neuen Reich durch
  3. Amun und Amaunet für die Unsichtbarkeit, für die Verborgenheit, für das Verborgen- und Geheimsein (die Luft).
Die männlichen Wesen werden in menschlicher Gestalt mit Froschköpfen, die weiblichen Wesen mit Schlangenköpfen dargestellt.

Ancient Egypt


Early Dynastic (c. 3000 BC) frog statuette (Cleveland Museum of Art).
To the Egyptians, the frog was a symbol of life and fertility, since millions of them were born after the annual flooding of the Nile, which brought fertility to the otherwise barren lands. Consequently, in Egyptian mythology, there began to be a frog-goddess, who represented fertility, named Heqet. Heqet was usually depicted as a frog, or a woman with a frog's head, or more rarely as a frog on the end of a phallus to explicitly indicate her association with fertility. A lesser known Egyptian god, Kek, was also sometimes shown in the form of a frog.
Texts of the Late Period describe the Ogdoad of Hermepolis, a group of eight "primeval" gods, as having the heads of frogs (male) and serpents (female), and they are often depicted in this way in reliefs of the Greco-Roman period.[3] The god Nu in particular is sometimes depicted either with the head of a frog surmounted by a beetle.[2]
Hapy, was a deification of the annual flood of the Nile River, in Egyptian mythology, which deposited rich silt on the banks, allowing the Egyptians to grow crops. In Lower Egypt, he was adorned with papyrus plants, and attended by frogs, present in the region, and symbols of it.
The Biblical plague of frogs sent to curse ancient Egypt, like the nature of the other plagues, was intended to show the sovereignty of the God of Moses over the gods of Egypt.

***


Nach langem Suchen neben diesen,
Die mit blauen Link's hervorgehoben,
Wir haben just hier eingeschoben,
Fand Maxima eine von den alten raren
Ausgaben der Batrachomyomachia,
Die schwer zu haben zu Haus in Schlicktau waren.



BATRAXOMYOMAXIA
Krieg der Mäuse mit den Fröschen
von
Christian Tobias Damm  1735


Der Krieg der Mäuse mit den Fröschen,
In Griechisch beschrieben ebenda,
Gleicht dem, den einst im Lande Göschen,
(Gemeint ist das Land Goschen oder Goosen, am Unterlaufe des Nil,
wo sich die Israeliten einst mit dem ägyptischen Pharao, in ähnlicher
 Weise, wie die Frösche mit den Mäusen stritten, und als Nutznießer
des unbarmherzigen Streites letztendlich, die wie Krebse gepanzerten
Truppen des Römischen Reiches hervorgingen)
Jene, anscheinend genau so klugen
 Jahwisten mit dem Pharao austrugen.













Hatte in einem kurzem Stenogramm,
Den Inhalt der Geschichte noch zuletzt,
Ins Deutsche für all jene übersetzt,
So wie für Maxis Freund den Dichterling,
Und andre die des Griechischen nicht mächtig waren,
Um auch denen zu verklaren,
Um was es in der Sache ging.












Die hübsche Muse, vor nichts bang,
Trug vor, wie es in Griechisch klang,
Was Tobias Damm zur Ehr,
Des großen Dichterfürst's Homer,
In alter Sprache höchst bewährt,
In beigefügten Register hat erklärt.





- das gesamte Register umfasst 90 Seiten,
von denen hier nur die erste eingefügt ist -

***

Es ging um Krieg und Frieden
So wie auch hier zurzeit,
Oben wie hienieden,
Und endete im Streit.








Wie die Geschichte weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.