Samstag, 28. Mai 2016

Die Muse und der Dichterling



Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 44 - 4
 Maxima und der Dichterling

chweigend 

und nicht gerade heiter,
Mit dem Froschbuch in der Hand,
Saß auf des Idas höchster Spitze,
Die Muse keck im Schneidersitze,
Vor Gott Amun am Wolkenrand,
Und suchte nach Bildern darin weiter.


Der Ägypter auf dem Götterthrone,
So wie den Fröschen es ist eigen,
Brach als erster dann das Schweigen
Und wandte sich in aller Ruh,
Zu schmeicheln ihr, in sanftem Tone,
Sie unterstützend darin zu.

"Mein Mädchen" sprach er sanft zu ihr,
So wie einst Kohl der altbekannte
Kanzler die junge Madam Merkel nannte,
"Anstatt mich heimlich zu verfluchen,
Solltest den Lapsus von vorhin,
Du , ich bitt dich sehr, verzeihen mir.
Bockig sein macht keinen Sinn.
Wenn Du das machst
Und anstatt zu schmollen, wieder lachst, 
 Dann helf' ich dir beim Bildersuchen!"

"Na gut", willigte Maxi ein.
"Ich will dir nicht mehr böse sein.
Du bist ja hier vom Fach."

Und dann fügte sie spontan 
Gleich noch eine Bitte an.

"Ich such in diesem Almanach,"
So sprach sie kunstbeflissen,
"Ein Bild das illustriert
Was mit den Sterblichen passiert,
Das würd' ich gerne wissen
Wenn das Zeitliche sie segnen."

"Ich wüsst' gern, falls wir uns begegnen,
Was übrig bleibt von all der Pracht
Die jenen hat berühmt gemacht,
Welchem unten ich im Dichtwettstreite
Mit Homerus stehe zur Seite!"


"Da rat ich dir", hörte sie Amun sagen
"Unter Memento mori nachzuschlagen."

Das hat Maxi ganz spontan
Neugierig sogleich auch getan.
























***
Wie die Sache weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht

wird fortgesetzt




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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.