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Donnerstag, 25. Juli 2013

Batrachomyomachia


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 20-9
 Achter Kriegstag


"Als ich zwischen all den Büchern saß
Und manchen gefälschten Schriftsatz las,
Wurd mir, weil ich sehr skeptisch war,
Nach und nach so manches klar.

In der geheimen Bibliothek 
Fand ich mancherlei Beleg
Dafür wie einst der Pontifex
Die Laterankirche regierte
Und im Sieben, Sieben, Eins-Kodex
Die alten Schriften dort frisierte.

Nehmen wir, weil es just passt,
"Lateran", den Froschpalast.

Wo heute im modernen Rom,
Die Haupkirche steht, der Petersdom,
Stand einst Neros Lateran-Palast
Welcher der Kirche ihren Namen gab.
Dem Papst mit seinem Hirtenstab
War Nero der Antichrist verhasst.
Deshalb durft' nicht sein was war.
"Lata-Rana", breiter Frosch,
Geboren aus des Kaisers Gosch,
War für die Kirche als ihr Name
Angebracht nicht als Reklame.
Das ward dem Pontifex  schnell klar
Weshalb den Namen er beizeiten
Begann von "Latus" abzuleiten,
Was so viel wie seitlich hieß
Und auf den Bezirk verwies
Wo im Norden der Stadt Rom
Tatsächlich steht der Petersdom."

"Ja, ja," hakte der Mausprälat
Mausenich nun grinsend ein:
"Die Krötenmutter Nero, nein,
Die wollt man nicht im Kirchenstaat!"

Und dann sprach er weiter: Doch
Vor tausend Jahren schrieb man noch
Von "Lata-Rana", Lateran!"
Dann fügte einen Vers er an
Der in der Kaiserchronik stand
Wo man kürzlich ihn erst fand:

"Als Nero in Rom bei Tische saß,
Und just zu essen grad begann,
Erbrach aus seinem Schmer
Auf seinen Teller unverdaut,
Eine so breite Kröte er
Dass ich's gar nicht sagen kann.
Da sprangen die Welschen gleich zuhauf
Am Tisch von ihren Stühlen auf
Und riefen "Lata Rana" laut.
So gewannen sie den Namen
 Der Kirche unsrer lateranen."

(Dar authentische Vers in der Kaiserchronik
lautet nach * Hergemüller S. 117 wie folgt:
"Als der König über dem Tisch saß,
Erbrach er aus seinem Hals heraus
Eine Kröte, viel breiter,
Als ich es sagen kann.
Das sprangen alle Welschen aud
Und riefen "Lata rana!"
So gewannen sie den Namen,
So dass sie heute heißt: "Lararan". )



"Da siehst du es!" rief Hoppefroh,
"Was in Quellen anderswo
Man noch verschiedentlich kann lesen
Über die Kirchenmutter-Thesen,
Ließ Rom aus den Analen streichen.
Der Papst wollt eines nur erreichen,
Uns Frösche, die wir all zusammen
In Ägypten heilig waren,
Samt dem Kaiser zu verdammen.
Die Froschverehrer hat in Scharen,
Damit sie nicht im Lande blieben,
Man an den Nil zurückgetrieben.
Man wollte sie im Reich nicht haben.
Vor uns und unserem Gesang,
Den wir stets zum Besten gaben,
Waren alle Päpste bang.

Viele hat man in der Nacht
Am Tiber damals umgebracht.

Um uns Frösche auszumerzen
Ließen die Päpste alles schwärzen
Was im Archiv von unsern Riten
Geschrieben stand. Wir Batrachiten
Sollten wie die Donatisten
Unter ihrem Schismaticus
Dem weisen Großen Donatus,
Gezwungen werden zu den Christen
In Rom uns schleunigst zu bekennen.
Um römisch katholisch uns zu nennen.
Erst als die Vandalen kamen
Sind wir konvertiert
Zum Gott unter dem Römernamen
Sonst hätten sie uns massakriert."

"Ja, ja," sprach da Maus Mausenich:
"Das Verfahren kenne ich.
Uns Mäusen haben die Katholen
Mit Mord gedroht ganz unverhohlen
Und uns allesamt bis jetzt
Um die halbe Welt gehetzt.
Fast dreitausend Jahre lang
War das Mausvolk auf der Flucht
Und hat vor seinen Feinden bang,
Eine neue Bleibe sich gesucht.
Mit Ratten hat man uns verglichen.,
Ach es war ein Graus.
Nachdem aus unserm Land wir wichen,"
So ließ sich der Prälat nun aus,
"Wurden in hundert Länder wir versprengt.
Dass unser Volk blieb unvermengt,
Beweist, dass es ist von einer Art
Die sich nicht mit andern paart."

"Einmal, lass es dir berichten,
Wollt man uns total vernichten.

Gröfaz hieß der Mäuseschinder.
(steht ironisch gemeint für A. Hitler als Abkürzung
für die Bezeichnung "Größter Feldherr aller Zeiten")
Alte, Junge, sogar Kinder
Ließ er jahrelang verspotten.
Um unser Volk ganz auszurotten
Ließ er, es war fürwahr ein Grauen
Kammern, uns zu vergasen bauen.
Durch seine braunen Mörderhorden
Ließ sechs Millionen er ermorden.
Nur weil ein starkes Volk wir sind,
Das sich vermehren kann geschwind,
Überlebten wir den Holocaust."

"Auch mir noch vor dem Lumpen graust"
Erwiderte der Kardinal,
Und er fügte sogleich dann
Ein paar Sätze weiter an:

"Doch was anno dazumal
Der Gröfaz hat im Größenwahn
Deinem Volke angetan
Ist nichts gegen das Froschpogrom
Das verschuldet ward von Rom.

In den Analen der Archive
Fand ich dereinst die Motive
Die den Papst veranlasst haben
Uns das Wasser abzugraben.

Weil wir, wie ihr, als unrein gelten,
Nach Nummer elf Levitikus
Ließ der Pontifex uns schelten
Und unsre Völker postumus
Nach Amun unserm Ahn
Wie Hitler einst im Größenwahn,
Verleumden, verketzern, diffamieren,
Verteufeln, anschwärzen und diskreditieren.
Mit andern Worten ausgedrückt:
Rom ist von uns abgerückt!
Wir, die selbst einst Götter waren,
Mussten Schimpf und Schmach erfahren.
Milliarden von uns wurden jetzt
Weltweit dem Rufmord ausgesetzt.
So nirgends mehr für voll genommen
Ist es dann so weit gekommen,
Dass man Steine nach uns schmiss.
Die Schuld an unserm Daseins-Drama,
Das ist bewiesen und gewiss,
Trägt der Mörder Gregor Neun.
Ohne es je zu bereu'n
Erließ er die Bulle Vox in Rama.

Was jener Pflicht- und Ehr vergessen,
Unserem so stolzen grünen Clan
In aller Welt hat angetan,
Kann nur ein Frosch wie ich ermessen."

Und dann führte er oh Graus
Was einst geschehen war gleich aus:

"Mit einem Rohr aus Stroh,
Von hinten direkt durch den Po,
Hat man die Bäuch' uns aufgeblasen,
So dass wir konnten nicht mehr tauchen.
Andre um sie zu vergasen
Ließ man Zigaretten rauchen
Bis sie nur noch japsten
Und ihnen die Lungen platzten.
Man hat das Leben uns vergällt
Und uns sogar beim Sex verprellt.
(Gemeint ist eine Art der Tierquälerei bei der die Frösche bereit zum
Amplexus auf eine Wippe gesetzt und dann hochgeprellt wurden)
Es war wie ein schlimmer Fluch.
Mancher erlitt 'nen Leistenbruch
Und viel von uns, so betrogen,
Sind in die Luft dabei geflogen,
Und mussten, es war nicht zu fassen
Das Leben bei dem Unfug lassen."

"Was stand denn in der Bulle drin?"
Wollte Mausenich gerissen,
Fragend nach dem Hintersinn,
Von seinem Gegenüber wissen.

"Ach," sprach darauf Hoppefroh,
"Die alte Sache die war so"
Und dann führte er der Maus
Was er drüber wusste aus.

"Als der Papst und seine Genossen
Sich in Rom dazu entschlossen
Gegen den Frevel vorzugehen
Der in Alemannia geschehen,
Gerieten wir, und nun gib Acht,
Schuldlos in Häresieverdacht."

"Wieso, weshalb, was tatet ihr,
Nun mach schon und erklär es mir"
Bat darauf kameradschaftlich
Der Mausprälat von Mausenich.

"Hör zu, die Sache die ist die...."
Und dann erzählte er ihm sie.

"Als vor siebenhundertsiebzig Jahren
So hab in Rom ich es erfahren,
Die Christen in den deutschen Landen,
Mit Luziferanern sich verbanden
Und ketzerisch dem Papste grollten
Und Respekt ihm nicht mehr zollten.
Sie drohten vom Glauben abzufallen
Und zeigten Gregor ihre Krallen.
Da wusst' der Papst nicht ein noch aus.
Und weil gefährdet war sein Haus,
Begann mit dreisten Lügen
Er Leid uns zuzufügen.

Mit Konrad von Marburg im Verein
Schritt der gegen die Ketzer ein.

Um sie alle zu vernichten
Ließ nach Rom er sich berichten,
Detailliert und akkurat
Was im Benefiziat
Die deutschen Christen alles trieben.

Die Proto-Inquisitoren,
Ganz nach Papst Gregors Belieben,
Reimten, beschrieben und beschworen
Sich eine Geschichte drauf zusammen,
Die von Münchhausen könnte stammen."

"Erzähl, erzähl, nun mach doch schon"
Drängte da der Maus-Prälat
In so aufgeregtem Ton
Dass Hoppefroh es sogleich tat:

"Ein Frosch in einer schwarzen Messe
Erregte danach das Interesse
Des Papste weil als Götze der
Angeblich gab sich dafür her,
Dass man ihm den Hintern küsst
Und auch das Maul mit Zungenkuss.
Und weil der Papst genau es wüsst'
Müsst gegen die verdorb'nen Seelen
Einen Kreuzzug er befehlen.
Und noch so manchen andern Stuss
Hat er denen die als Ketzer galten
In seiner Bulle vorgehalten."

"Ich hab Papst Gregor nicht gekannt,"
Führte der Kardinal der Maus
Zum besseren Verständnis aus.
"Vermutlich war sein Hirn verbrannt
Und er nicht mehr recht dicht;
Sonst hätte er die Bulle nicht
Am 14. Juni im Jahr sieben
Seies Postulates unterschrieben."

Der Prälat von Mausenich
Sprach drauf: "Das ist ja fürchterlich
Was euch der Papst hat angetan."
Dann fügte fragen sie noch an:
"Kannst du nicht vielleicht bis morgen
Eine Abschrift mir besorgen
Von dem päpstlichen Pamphlet
In dem das aufgeschrieben steht?
Die Sache interessiert mich sehr.
Vielleicht erfahr ich dann noch mehr."

Hoppefroh lachte: "Aber klar."
Er griff dabei in den Talar.
"Hier hast du es das ganze Drama,
Gregors Bulle "Vox in Rama."

***


 


Was der Klerus noch so trieb,
Und was geheim bis heute blieb,
Berichtet Euch der Kardinal
Hoppefroh das nächste Mal

wird fortgesetzt


Dienstag, 13. Dezember 2011

Machwerk R.W. Aristoquakes

Teil 8 – 75

Amplexus am Schlachtfeldrand


ch“

quakte sie mit zagem Mut

„Mein Schatz du weißt es doch

Wie gut das beim Amplexus tut.

„Drum bitt ich, küsse einmal noch

Die Warzen mir, das mag ich sehr“!

Gegser erhörte ihre Bitte

Doch hat er sich gewundert.

Begonnen hat er in der Mitte

Und dann küsste weiter er.

Nach einer Stunde dann bei hundert,

Hat resigniert er aufgegeben.

„Ich kenn das was“ sprach er zu ihr,

„Das wird noch mehr gefallen dir

Als das Warzenlutschen eben.

Ich hab noch Urlaub ein paar Stunden.

Ich wär‘ dir wirklich sehr verbunden

Wenn du dazu die Zeit noch fändest

Und im Gebüsch mit mir verschwändest,

Damit kein Unglück uns geschieht

Falls der Adebar uns sieht“.

„Du weißt“ fügte er an gerissen

„Der hat schon manche Krott gebissen

Weil sie ihren nackten, bloßen

Körper von einem Frosch ließ kosen

Der vom Safer Sex nichts hielt.

Der Storch pickt Pärchen ganz gezielt

Ach, es ist für wahr ein Graus

Oft sich beim Vorspiel schon heraus.

Wenn man getrieben ist vom Triebe

Und taub und blind vor Liebe

Späht er Pärchen aus von oben.

Dann kommt er plötzlich angeflogen

Und pickt unbarmherzig zu“.

Ach Gegser quakte sie drauf, „Du

Hast doch nicht etwa Angst vor Vögeln“.

„Ich will nicht mit dem Storche tögeln“,

Sprach er: „Drum gebe ich lieber Acht,

Denn der Storch, so glaube mir,

Ist noch viel listiger als wir

Und hat manchem welcher unbedacht

Beim Amplexus war schon angepickt

Oder so ins Bein gezwickt

Dass ihm sein Verlangen

Ist gar schnell vergangen“!

Und dann fügte er noch an.

„Damit uns das nicht passieren kann

Sollten wir ins Dickicht gehen.

Ich versprech‘ dir hoch und heilig

Es wird dir dort nicht langeweilig.

Doch es wird dir nichts geschehen

Was du nicht haben willst und magst.

Wenn Du mir, was du gern hast sagst,

Zeig ich dir was ein Galan

Mit einer Krott noch treiben kann

Bis sie von wilden Lüsten enflammiert

Sich lauthals quakend verlustiert

Als würd sie Tausend Quappen kriegen“!

„Ach“ stöhnte sie: „Du geiler Bock.

Wir haben den zweiten Kälteschock

Heil überstanden; lass uns sehen

Wie wir den nächsten überstehen.

An mir soll es nicht liegen“!

Während sie langsam zu ihm kroch

Quakte er: „Nur einmal noch

Lass mich deine glitschig-bloßen

Grünen Froschschenkel liebkosen.

Also komm und zier dich nicht;

Nach dem Vorspiel kommt die Pflicht“!

Die beiden Spanner, ganz gespannt

Dachten „nun wird’s interessant“.

Der Frosch im Schilf war halb benommen.

Vom Spannen und vom Gucken.

Blieb ihm die Spucke weg zum Schlucken.

Dreimal war’s ihm schon gekommen.

„Schade, mein schöner frischer Samen

Ist pfutsch nun für die Kröten-Damen“

So dachte er und konnt’s nicht lassen

Sich geil vor Sexualverlangen

Immer wieder anzufassen.

Manches ist ihm abgegangen

Was die Seinen all im Teiche

Dringend bräuchten jetzt zur Laiche

Denn ohne Nachwuchs wurd‘ es schwer

Für das königliche Heer

Im Krieg gegen die Mäus‘ zu siegen.

Doch wer Quappen möchte kriegen

Der muss sich auskennen profund

Damit beim Amplexus alles klappt

Und man nicht ins Leere tappt.

Dieses war für ihn ganz schlicht der Grund

Weshalb Gegser er und dessen Braut

Beim Sex im Schilf hat zugeschaut.

Dem Mauser Springer ging’s nicht besser.

Scharf wie ein Borstenschneidemesser

Stand sein Schwänzchen kerzengrade

Wie sonst nur bei der Feldparade

Wenn der General persönlich kam.

Er musste an sein Mäuschen denken.

„Wie gerne würd ich‘s ihr jetzt schenken“

Dacht er bei sich ganz ohne Scham.

„Damit sie auch was hätt vom Krieg“.

Indessen im Busche gegenüber stieg

Gegser der grüne geile Bock

Gerad erneut auf Quaddepogg.

Springer hörte wie Gegser sagte:

„Ich muss bald an die Front“

Und wie sie jammernd darauf quakte.

Doch der Lüstling hat gekonnt

Sie abgelenkt durch einen Trick,

Dass sie den Abschiedsschmerz verschob.

„Du brichst mir“ schrie sie „das Genick“.

Als er sie nach oben hob

Dachte sie. „Er bringt mich um“.

Ach, sie war ja noch so dumm

Und wusste kaum was von der Liebe.

Dann, als er sie hat abgesetzt

Gefiel es ihr. „Wenn es so bliebe“

Dachte Quaddepogge nun,

Denn so herrlich gut wie jetzt,

Ohne was dazuzutun,

Hatt‘ lang sie sich nicht mehr gefühlt.

Sie war zwar noch immer abgekühlt

Vom unverhofften kalten Bad.

Doch das was Gegser mit ihr tat

Und vor allem wie er’s machte

Sie erneut in Hochform brachte.

All dem was er ihr hat gezeigt

War Sie durchaus nicht abgeneigt.

Auf der Seite, schräg von hinten;

Er kannte alle Tricks und Finten.

Von vorne ganz bequem;

Auch das war angenehm.

Auf ihm sitzend vis-a-vis;

Ach was war das schön für sie.

Sie sah ihm dabei ins Gesicht

Und dachte: „Schön ist er grad nicht,

Aber dafür jung und kühn“.

Auch umgekehrt mal er auf ihr

War ihr die Sache ein Pläsier.

Den Hintern ihr so zugewandt

Es Gegser auf ihr lustig fand.

Er sah dabei ins Grün

Ohne gleich darauf zu pochen

Wie beim Golfen einzulochen.

So konnte er sie gut betrachten

Und auf Kleinigkeiten achten

Die man sonst nur schwer

Kann sehen im Verkehr.

Dann drehte er auf ihr sich um

Und ritt ein Stückchen anders rum.

„Oh ja“ hat sie vor Lust gequakt

Denn auch so hat’s ihr behagt.

Er hatte seinen eignen Stil.

Wie beim Bäumchen-Wechselspiel

Wechselten sie so famos

Dass keiner wurde stellungslos.

Um die Lust nicht zu vertun

Legte Pausen er zum Ruh’n

Immer wieder plötzlich ein.

„Auch so was kann recht reizvoll sein“

Dachte sie und lag ganz still.

„Was ich dir noch sagen will“

Flüsterte er ihr ins Ohr

„………………..“

Sie wurde rot. „Ach nein, das nicht“!

Doch der grüne freche Wicht

War ein ausgekochter Lurch

Und setzte seinen Willen durch.

Sie stöhnte nur noch geil vor Glück

Und zog ihr Nein ganz schnell zurück.

Am Ende hat grad die von allen

Stellungen am besten ihr gefallen.

Er kannte alle Positionen

Und alle erogenen Zonen.

„Du bist fürwahr ein Krötenkenner“

Brachte sie es auf den Nenner.

Sie konnte es kaum fassen

Und hat’s geschehen lassen.

Alles was er ausprobierte

Und mit ihr so exerzierte

Bereitete Vergnügen.

Sich gänzlich ihm zu fügen

Hieß pure Lust erleben.

Sie war ihm ganz ergeben.

Über alle Maßen

Genoss sie die Ekstasen

Die wie des Teiches Brandung rollten

Und scheinbar nie mehr enden wollten.

Noch nie hatt‘ einer lustbetont

Ihr so wie Gegser beigewohnt.

„Was Schön’res“, dacht sie „hat im Leben

Mir bisher noch kein Frosch gegeben“.

Dann quakte sie laut „Ich liebe dich“.

Es traf ihn wie ein Degenstich.

Es war wie eine Explosion.

„Das hast du dumme Krott davon“

Quakte er sie ganz spontan

Von unten her gar zornig an.

„Du hast es ja vernommen,

Und vielleicht sogar geseh’n.

Mir ist es grad gekommen,

Nun ist’s um uns gescheh’n“!

„Aber Schatz, du bist vital;

Du schaffst es sicher noch einmal“

Sprach sie auf den Geschmack gekommen.

Da hat er sie sich vorgenommen.

Hören und Seh‘n ist ihr vergangen.

Sie schrie vor Lust und vor Verlangen.

Sie biss sich fast die Zunge ab

Während er den Rest ihr gab.

„Komm, komm“ schrie sie, „nun komm doch schon“.

Da kam die zweite Explosion.

Er wollte grad die Augen schließen

Um seine Großtat zu genießen

Da hörte er mit bangem Zagen

Quaddepogg ganz leise sagen:

„Du Fröschlein mach es noch einmal“

So bat sie und ihre Augen glommen.

„Ich bitt dich sehr, beend‘ die Qual,

Mir ist’s noch immer nicht gekommen.

„Ich kann nicht mehr“ hat er gequakt.

Da hat das Letzte sie gewagt.

Sie küsste ihn, er war schon wund,

Und tat ihm ihre Sehnsucht kund.

Und siehe da, er ist erwacht.

Erst ging’s noch etwas wackelig,

Wie nach `nem Katzenjammer

Und unbeholfen schwabbelig;

Dann wurd er langsam strammer

Und hat ihr, was sie wollt

gemacht.

Sie hätte nie geglaubt dass er

Fähig wär noch zum Verkehr.

Als seinen Mann er endlich stand

Brachte er plötzlich allerhand.

Er ward, so schien es ihr im Eifer,

Größer noch und auch viel steifer

Als er es je gewesen.

Nun ging er ran ohn‘ Federlesen.

Ihr Schoß brannte in Leidenschaft.

Roh stieß er zu mit aller Kraft.

„Jetzt“ dachte sie „wird er brutal“

So drang er in ihr Frosch-Oval.

Nach dem Kurz-Erholungsschlaf

So schien es, er sich übertraf.

Nun ging er ran wie Blücher.

Sie hatte viele Bücher

Schon gelesen über Sex.

Doch was ihr jetzt passierte,

Da war sie wirklich sehr perplex,

Hatte selbst die illustrierte

Bildzeitung noch nie erwähnt.

Gerad war er noch müde

Und hatte schon gegähnt.

Doch nun stieß er gar rüde

Erholt ohn‘ jegliches Tabu

Mit dem Degen wieder zu

Als gälte es die Schlacht noch binnen

`Nem schwachen Stündchen zu gewinnen.

Sie war durchaus nicht abgeneigt.

Das hat sie Gegser angezeigt.

Sie stieß den Schoß ihm so verwegen,

Vor Geilheit und vor Fleischesglück,

Wenn er sie rammte, nun entgegen,

Dass sein grünes bestes Stück

Durch sie hindurch zu stoßen schien.

Das war zwar schmerzhaft oft für ihn

Doch Quaddepogge wohlgewogen

Hat er es nur zurückgezogen

Um sie erneut damit zu stieren.

Sie ließ sich von dem geilen Lurch

Zum X-ten Male deflorieren

Und quakte laut „nun bist du durch“!

Da legte er erst richtig los.

Es schmerzte sie bei jedem Stoß.

„Er bringt mich um mit seinem Pflock“

Dachte besorgt nun Paddepogg.

Doch andrerseits gefiel ihr sehr

Was er tat und sie wollt mehr

Von dem was er als Aushilfsgatte

Ihr im Versteck zu geben hatte.

Noch nie war einer von den jungen

Hüpfern die sie schon gehabt

So tief in sie hineingedrungen.

Noch keiner hatt‘ sie so gelabt

Wie es Gegser nun gelang.

Am Anfang war ihr Angst und bang

Dass etwas ihr passieren könnte.

Doch was der geile Bock ihr gönnte

Im zornigen Reflex

War erste Güte. Solchen Sex

Konnte sie in ihrem Leben

Bis dato einmal nur erleben.

Das war als Pan sie einst entehrte

Und per Gewalt mit ihr verkehrte.

Auch konnt‘ sie jetzt die armen Bauern

Aus Stedingen nur noch bedauern

Welche einst am Weserdeiche

Hielten manchmal mit ihr Laiche.

Die waren, wie sie’s jetzt bedachte

In Altenesch auf ihrem Lager,

Damals im Schilf am Ochtum-Teich

Bei der Manntier-Frösche-Laich

Gegen das was Gegser machte

Nichts als Amplexus-Sex-Versager.

-------


Von vergeblicher Liebesmüh

Und von Stedingern die bis morgens Früh

Hatten in Altenesch bei Nacht

Mit ihr im Bette zugebracht

Und was da noch so ist gewesen

Könnt ihr in der Bulle lesen

Die ich Euch hier nun ganz spontan

Erlassen vom Papste, füge an.


Verdammte Unzucht


wird fortgesetzt

Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.