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Dienstag, 26. März 2013

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 15- 11
- Jesus im Olymp -
- Die Gene, Fortsetzung -
(Jesus antwortet dem Gott der Unterwelt
 Hades auf seine provozierende Frage)

Jesus griff die Frage auf
Und gab als Antwort ihm darauf:

"Lamech's Gattin Bat Enosch
Bekam Besuch von einem Frosch,
Der sich Wächter des Himmels nannte
Und sich ihrer nachts bemannte.
Der Frosch hat Bat Enosch beschenkt,
Froschlaich in ihren Schoß gesenkt.
Aus den Keimen des Besuchs
Noah, wie man weiß erwuchs."

Um sein Wort der Wahrheit wegen
Wissenschaftlich zu belegen,
Hat Jesus auf Däniken verwiesen
Und dessen Lebenswerk gepriesen.
"Jener ist bestimmt kein Spötter.
Im Buche Strategie der Götter
Macht er es der Menschheit klar
Dass der Frosch ein Gott einst war.



Auch Lamech's zweiter Sohn, der Priester Nir,
Das wissen aus den Qumran- Rollen wir,
Ließ Sopranima, sein Eheweib,
(Sopranima ist namentlich nur in den Apokryphen,
nicht aber in der Bibel erwähnt)
Weil die Arme unfruchtbar
Wie ein dürrer Weinstock war,
Auf des Schöpfers weisen Rat,
So wie es Isis in Ägypten tat,
Am Teich mit einem Frosch anbandeln
Und mit dessen Laich behandeln.

Als gesegnet war ihr Leib,
Hat kurz vor ihrer Niederkunft
Nir in seiner Unvernunft,
Sein Weib verflucht, dass sie danach
Beleidigt tot zusammenbrach.
Als man die Tote trug zu Grabe
Kroch aus dem Mutterleib ein Knabe.
Nir rief den Bruder schnell herbei.
Gemeinsam tauften dann die zwei
Den Jungen sie Melchisedek.
Der Bub laut Qumran-Rollen-Sachbeleg
Spielt in der Genesis eine tolle
Und sehr geheimnisvolle Rolle.
Doch darauf geh ich jetzt nicht ein
Denn das würd' abendfüllend sein.

Doch fest steht eines unterm Strich:
Der Junge war wie ihr und ich,
Ich weiß, das klingt für euch obskur,
Ebenfalls göttlich und von Froschnatur."

Gott Hades schwieg darauf betroffen.
Doch Jesus lies keine Frage offen
Und fügte deshalb ganz spontan
Was er noch so wusste an.

"Wir alle stammen ab von jenen
Geheimnisvollen alten Genen,
Mit denen Heket und auch Chnum
Am Nil bereits im Altertum
Sowie die Völker in den Anden,
Umzugehen wohl verstanden.

Damit ihr Wissen auch erhalten bleibe
Haben die alten Völker ihrerseits
Vor Jahrtausenden bereits,
Auf der genetischen Schöpfungsscheibe
Aufskizziert um was es geht.
Hier ist ein Bild, damit ihr seht,
Dass zu beweisen in der Lage
Ich bin von allem was ich sage!"

Mit dem Foto in der Hand,
Das hatte sich schon oft bewährt,
Er vor den andern Göttern stand
Und dann hat er es erklärt.


"Die Scheibe zeigt, ihr ahnt es schon,
Die Hüpffrosch-Mensch- Evolution.
In der Mitte, nicht zu seh'n,
Liegt versteckt das Alpha-Gen.
Folgt man dem Pfeile rechterhand
Hinaus bis an den Scheibenrand,
Kann man des weitere Geschehen
Verfolgen und ganz deutlich sehen,
Wie das Gen sich Horrido,
Entwickelte zum Embryo.
Im Innenbereich der Scheibe sieht
Man was im Einzelnen geschieht.
Zellteilung links. Und rechts
Die Entwicklung des Geschlechts.
Aus dem Froschlaich wird ein Mann
Und weiter im Gene- Schöpfungstrott,
Schon im nächsten Schritte dann,
Eine Frau und dann ein Gott.

Die Gottheit, wie ihr sicher seht,
Zufrieden lächelnd stolzgeschwellt,
Um hundertachtzig Grad verdreht,
Ist rechts vom Pfeile dargestellt.
Welchen Gott sie stellt dort dar
Ist bis heute noch nicht klar."

Die Griechen all mit offnem Munde
Saßen staunend in der Runde
Und sahen Jesus zweifelnd an.
Doch der fuhr fort und sprach profan:

"Damit ich auch beim Thema bleibe;
Gleichzeitig gilt die Gene- Scheibe
Uns als Hinweis auf die Sieben.


Wird die als Wert mal drei genommen
Wir auf einundzwanzig kommen.
Und diese Zahl, so steht geschrieben,
Als Hinweis auf die Göttlichkeit,
Steht für das Wort Vollkommenheit.
Mit andern Worten es beschrieben:
Der Frosch zusammen mit der Sieben
Bildet das Mysterium
Um unsre Herkunft, und um jene
Lebensbausteine die Gene
Mit denen ich, es ist vollbracht,
Just habe euch grad bekannt gemacht."

"So nun wisst ihr auch warum
Wir Götter alle hier zusammen
Vom Gen des Alpha-Froschs abstammen!"

Weil alles, so dacht er, war bewiesen
Wollt er mit diesem Nachsatz schließen.

Doch es sollte anders kommen
Als er es sich vorgenommen.

"Das ist fürwahr zu hoch für mich"
Äußerte kopfschüttelnd Apollo sich.
Und er fügte noch hinzu:
"Wir sind nicht so gelehrt wie Du"
Normale Götter, so wie wir
Es alle unter Zeus sind hier,
Haben aus antiker Sicht,
Was Du erzählst, gebraucht noch nicht.
Doch schön wäre die Sache schon
Wenn wir noch mehr wüssten davon,
Wie es um uns und die Welt
Dort unten weiter ist bestellt.
Es ist erstaunlich, was du weißt.
Sag mir, mit was labst du den Geist
Dass du so klug geworden bist.
Für einen der nur Manna isst
Bist du  ziemlich schlau."

"Es kommt nicht vom Honigtau"
Sprach der Herr, "ich weiß all das
Weil ich von jenen Früchten aß,
Die der Baum der Weisheit trägt.
Mein Wissen ist so ausgeprägt
Seit bei mir im Himmelsraum,
In meines Vaters Sphäre,
Von einem Oberndorfer Baum,
Ich mit Speling mich ernähre."

Die Götter schauten all verstört.
Von einer Frucht, die Speling heißt
Hatte keiner jemals was gehört.

"Weshalb," fragte Poseidon dreist,
Und hinterhältig durchgedacht,
"Hast du uns da nichts mitgebracht?
Nur eine Frucht für jeden.
Dann könnten wir jetzt allesamt
So schlau wie du auch reden."

Aus seinem Wort troff purer Neid.
Jesus sprach: "Es tut mir leid,
Ich bin noch ziemlich neu im Amt,
Ein Kind des Vaters, so wie du.
Der teilt was zusteht mir nur zu.
Doch wenn du deinen Geist willst mehren
Will ich dich gern das Lesen lehren.
Dann kannst die Ode du studieren
Die Aristoquakes dereinst schrieb
Und dich darüber informieren,
Was der in Oberndorf einst trieb
Und welchen Weg der Speling nahm,
Bevor er in den Himmel kam."

Da hat Dionysos gegrölt:
"Das muss dringend ich euch sagen."
Die Stimme, vom Met grad frisch geölt,
Schien sich dabei zu überschlagen.

"Das dürft ihr ruhig alle wissen.
Drum werd ich es euch anvertrauen.
Von einem Buben ausgeschissen,
Wuchs aus einem Zwetschgenkern,
Ich erzähl das all zu gern,
Ein Wildwuchs- Spelingbaum heran.
Die Schröppel Rosa brachte dann
Eine Frucht von diesem Baum,
So war das an der Donau Mode,
Mit in dem Himmel nach dem Tode.

Und nun hört her, man glaubt es kaum.
Nachdem den Speling sie dort aß,
Hat den Kern just wo sie saß,
In eine Wolke sie gesteckt;
Und siehe da, so wie bezweckt 
Ist es geschehen. Ohne zu flachsen,
Ist über Nacht ein Baum gewachsen.
So hab ich, als ich jung gewesen,
Es in einem Buch gelesen."

Die Götter grinsten. Jesus nicht.
"So halbwegs stimmt er, dein Bericht"
Hakte er ein und dann vom Fache
Erklärte weiter er die Sache.

"Der Speling, derart Gen- behandelt,
Hat sich in jenen Baum verwandelt
Welcher die Früchte der Erkenntnis trägt.
Jene enthalten nebst Kern auch den
Geschmack der mich hat einst geprägt,
Den süßen Saft des Alpha-Gen."

Die Götter schwiegen, dachten nach.
Jesus, geistig fit und wach,
War sich längst nicht mehr im Klaren
Ob die andern sich im Klaren waren
Über das was raffiniert
Er hatte ihnen referiert.
Deshalb fügte er spontan
Ein paar Beispiele noch an.
Er wandte sich an Aphrodite.

"Du bist die Schönste der Elite.
Du hast vom Baumfrosch deine Gene.
Der hat sie einst im Schaum verloren
Aus welchem du wurdest geboren,
(Die schöne Göttin wird "die Schaumgeborene" genannt; Der
Baumfrosch, auch Schaumschlägerfrosch genannt, baut sein Nest
 aus von ihm abgesonderten Sekreten die er zu Schaum schlägt)
Und er ergänzte, "Notabene"
In verliebtem Übermut.
"Seine Gene steh'n dir gut."

Aphrodite, rot vor Glück,
Gab das Kompliment zurück
Weil auch er ihr sehr gefiel.

"Auch dir, das musst du eingestehen
Ist das Froschblut anzusehen
Das durch deine Adern fließt.
Ohne dass es dich verdrießt.

Ein klein wenig froschophil
Ist jeder, doch das stört mich nicht.
Solange ich kein Froschgesicht
Mit mir herumtrage bewusst,
Wie es Heket dereinst musst
Im Pharaonenstaat am Nil,
Gehört das heut zum guten Stil."

Jesus lächelte sie an
Und sprach zu seinem Freunde dann.
"Apoll dich nennt man Smintheus
Und das heißt Mäusegott.
Hast du schon drüber nachgedacht
Weshalb man so was mit Dir macht?"

"Das ist," sprach der "mein Heil-Mythus,
Das sagt man zu mir nicht als Spott."
Dann fuhr er fort ganz selbstbewusst
Und mit stolz geschwellter Brust:
"Ich sehe weder wie 'ne Maus
Noch wie ein grüner Laubfrosch aus,
Doch weil die Maus-Gene in mir,
Die Frosch-Gene klar überwiegen,
Helfe ich, das schwör ich hier,
Der Mausarmee beim Siegen."

"Ach ja," hat Jesus da gelacht:
"Morgen nach der Frosch-Maus-Schlacht
Erkennen wir am Resultat
Wer die besseren Gene hat.

Doch wahrlich mein Freund, ich sage dir
Weder Mäus' noch Frösch' im Krieg
Werden erringen einen Sieg.
Gewinnen wird ein andres Tier!"

Nach diesem Satz in aller Ruh
Wandte er sich den andern zu.
"Damit auch ihr  endlich versteht
Um was es bei den Genen geht,
Fasse ich nochmals zusammen.
Dass alle wir vom Frosch abstammen
Hab ich euch bewiesen
Und damit will ich schließen."

Da meckerte der alte Pan.
"Das war Gotteslästerung"
Ich sehe zwar, du bist noch jung,
Doch klage ich dich trotzdem an."

Und zu den Seinen sprach er "Ihr
Erlaubt ihm solch Reden hier."
Und dann beschuldigte auch sie
Er allesamt der Häresie.

"Ihr solltet euch wirklich alle schämen.
Wenn die unten sich wie ihr benähmen"
So gab er ihnen zu verstehen
"Dann wär's um den Olymp geschehen."

Fluchend und mit Zorn im Wort
Fuhr er wild gestikulierend fort:
"Wenn die Sterblichen unten erfahren,
Dass ihr, so wie der Maler Bosch,
Glaubt, dass der Schöpfer war ein Frosch,
Dann werden wir in ein paar Jahren
Hier im Olymp die Macht verlieren.
Am End wird uns der Papst regieren.

Glaubt ihm nicht dem Scharlatan
Und seinen blöden Thesen.
Der Fremde schmiert uns alle an.
Dass es ein Gen wäre gewesen
Welches unsre Ahnenreihe
Im Chaos hat einst initiiert
Ist purer Unsinn. Selbst ein Laie"
So schimpfte Pan gar arg frustriert,
"Weiß dass unser aller Ahnen
Kein Gen war sondern die Titanen.
Am End behauptet Jesus gar
Dass auch ich ein Frosch mal war."

Da fuhr ihm jener stante pede,
Aber lachend in die Rede
Und hat sein Wissen aufgefrischt.

"Woher deine Gene stammen,
Das sehen wir hier all zusammen.
Da hat ein Widder mitgemischt.
Von dem hast du die Bocksnatur
Nebst deinem miserablen Ruf,
Den Bart, die Hörner und das Huf.
Verfolgt man deiner Gene Spur
Kommt man schon sehr bald zum Schluss,
Dass um dir den Weg zu bahnen,
Einer deiner Horntier-Ahnen,
Der Satan selbst gar höchst galant,
Als geschwänzter Gene- Lieferant,
Mitgeholfen haben muss.
Deine ganze Physiognomie
Entspricht dem Bösen irgendwie.
Dass es die Ziege Amaltheia war
Die in Arkadien dich gebar,
Ist uns allen hier bekannt.
Dass du mit dem Teufel bist verwandt
Das hab in meinen Jugendjahren
Von einem Seemann ich erfahren.
Der Mann hieß Thamos. Vor Paxoi
(Ranke Graves S. 89, in anderen Quellen auch Tammuz genannt)
Rief eine Stimme "Schiff ahoi,
Der alte Teufel Pan ist tot."
Thamos in seinem Segelboot
Bracht die Kunde vor dem Wind
Dahinsegelnd nach Rom geschwind.

Ich erzähl die Sache nun
Um den Göttern kund zu tun,
Dass du im Olymp hier oben,
Wo uns die Sterblichen nur loben
Wirklich Fehl am Platze bist."

"Du verdammter Juden-Christ"
Konnte Pan gerad noch sagen;
Da wurde er vom Blitz erschlagen.

***

Wer kurz vorm Ende der Debatte
Den Blitz erzürnt geschleudert hatte
Der Pan entfernte aus dem Saal
Berichte ich das nächste Mal.


wird fortgesetzt

Sonntag, 24. März 2013

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 15- 10
- Jesus im Olymp -
- Die Gene -

"Dass wir Götter all zusammen
Vom Schwanzloslurch, dem Frosch abstammen"
So machte er den andern klar
Ist unbestritten und deshalb wahr."

"Die Lurche, wie ihr sicher wisst,"
So fuhr er fort der erste Christ,
"Lebten auf Erden im Karbon
Vor dreihundert Millionen Jahren schon.
Die Frösche selbst sind halb so alt.
Hundertfünfzig Millionen Jahre bald
Leben sie bereits auf Erden.
Da könnte man fast neidisch werden.

Wenn man bedenkt, dass wir hier oben
Zehntausend Jährchen grad regieren,
Von einem auf den Thron gehoben
Den wir Homo Sapiens nennen,
Dann ist mit Blick aufs grüne Tier,
Das eigentlich für all uns hier
Eher ein Anlass um zu Flennen
Als stolz auf unseren Verein
Der Gottheiten zu sein.

Man könnte sich beinah genieren
Dafür, dass wir die Welt hier lenken
Ohne darüber nachzudenken,
Dass das Frosch- Kröten und Unkentier
Ist fünfzehntausend Mal älter schon als wir.

Wir traten unsern Dienst erst an
Nachdem der Mensch unten begann,
In seinem steten Schaffenstreiben,
Was er so dachte, aufzuschreiben."

"Es ist das geschriebene Wort"
So fuhr Jesus weiter fort,
"Durch das , im Unterschied zum Affen,
Der Mensch sich Götter hat geschaffen.
Doch wir, die all in seinem Namen,
Von unten einst nach oben kamen,
Taten wie's unten war der Brauch,
Es hier nach Darwins Lehre auch.

Mit andern Worten ausgedrückt:
Als dem Mensch es war geglückt,
Unten dort im Erdengarten,
Aufgrund der Umbildung der Arten,
In Millionen Jahren aus den Tieren
Zu einem Wesen zu mutieren,
Das aufrecht ging und irgendwann
Merkte dass es denken kann,
Begann dort unten auf der Erden
Auch unsrer aller Werden.

Der Mensch, wer wollt es ihm verübeln,
Noch bevor er richtig sprach,
Fing unten sofort an zu grübeln
Und ging sogleich den Fragen nach,
Wer ihn schuf und woher er kam
Und welchen Weg er bislang nahm."


"Doch damals," so sprach der Menschensohn,
"Gab es noch kein Lexikon
Um dort in Sachen Herkunftsfragen,
Wie heute möglich, nachzuschlagen.
Und nach einem Zeitbericht,
Gab es Google auch noch nicht.

So dachte er bis sein Verstand
Für ihn schließlich die Antwort fand.
Sein Hirn ersann ein Schöpferwesen
Welches Gottheit er dann nannte.
So steht's in Mythen nachzulesen
Wie sie das Altertum einst kannte.

Nachdem die Schrift von ihm ersonnen
Hat er sogleich damit begonnen
Die Mythen alle aufzuschreiben
Damit sie auch erhalten bleiben.

Alle Völker auf der Welt
Haben sich Wesen ausgedacht
Und unter ihrem Himmelszelt
Zu Göttern sie gemacht.

Manche, auf dass ihr Ruhm sich mehre,
Erfanden ganze Götterheere
Wie die Ägypter beispielsweise.
Heut noch künden Hieroglyphen
Von hundert Göttern, viel zu viel
Die es dereinst gab am Nil."

"Mein eignes Volk," so sprach er leise,
"Schrieb was es hoffte einst hinwieder
Im Buch der Bücher dereinst nieder.

Dort und in den Apokryphen
Steht wie es bei uns ist gewesen
Für jedermann heut nachzulesen.

Was Moses dort im Bereschit
Über uns und Gott teilt mit
Und wie die Schöpfung er stellt dar,
Ist mit jeder Silbe wahr!
Jedoch viel wichtiger bisweilen
Ist das, was zwischen all den Zeilen,
In denen es ums Zeugen geht,
Im Zahlencode verschlüsselt steht."

"Damit," so sprach der Menschensohn,
"Bin ich bei den Genen schon.
Nach ihnen, das ist heut bekannt,
Wurd die Genesis einst benannt.
Doch wahrlich, hört, ich sag es euch,
Im ersten Buch des Pentateuch,
Wurd maßlos übertrieben,
So manches aufgeschrieben
Und zu einem Werk verfasst
Das nicht mehr in die Zeit heut passt.

Fest nach Adam Rise steht
Um was es in dem Buche geht,
Nämlich alleine nur um jene
Naturbausteine, die Gene,
Die auf eines Schöpfers Rat
Die Natur erschaffen hat.

"Aus diesen Steinen," sprach er laut,
"Ist alles was da lebt gebaut.
Zusammengefügt zum Mosaik,
Durch den Mörtel der Enzyme,
Von einem Schöpfer-Anatom,
Auf dass das Werk den Meister rühme,
Wird das Gen dann  zum Genom."

Ohne jegliche Kritik,
Nach einer schöpferischen Pause
Die angefüllt war vom Applause
Der Götter in der großen Halle,
Fuhr Jesus fort: "Auch wir hier alle
Sind aus diesem Stoff gemacht.

So wie der Frosch daraus entstand
Und der gesamte Tierbestand,
Drunten auf der Erde,
Von der Mücke bis zum Affen,
In des Weltenschöpfers Herde,
Wurde auch der Mensch erschaffen.
Vom Schöpfergott dereinst erdacht
So hört, ich nenne eben den
Schlicht mit Namen Alpha-Gen.
Mein Vater ist das Omega
In jenem Gene- Algebra
In welchem in den Chromosomen
Eingebettet liegt sein Nomen."


"Die Ordnung im Gene- Alphabet"
So erläuterte der Menschensohn,
"Ich hoffe, dass ihr es versteht,
Besorgte die Evolution."

Und dann, als wäre er vom Fache,
Erklärte er die Sache.
Als ob das Ganze einfach sei,
Ging er weiter in Detail
Und kam auf jenen Code zu sprechen,
Welchen DNS man nennt."

"Das ist der Schlüssel" sprach er eben,
 "Für die Richtung die das Leben.......

"Ich muss dich leider unterbrechen;
Du bist uns zu intelligent.
Die Sache ist zu hoch für mich,"
Sprach Apoll, "ich bitte dich,
Erklär es uns," fuhr fort er leise,
"Doch auf 'ne einfachere Weise,
Die wir alle hier verstehen."

"Wir wissen nichts von DNS
Und all dem neuen Kram,"
Meldete sich Hermes kess
Und wurde rot vor Scham.

Jesus nach kurzem Insichgehen
Erwiderte geschwind.
"Verzeiht mir, daran dacht ich nicht,
Das lernt heut jedes Kind
Bereits im Vorschulunterricht."

Entsprechend dem Bildungsstatus quo
Der olympischen  Götter fuhr er  fort
Und dann erklärte er es so:

"Ihr kennt sicher allesamt das Wort
Batrachomyomachia
Aus dem alten Attika.

Zerlegt man es in Silben
BA TRA CHO MY O MA CHI A
Lassen acht sich daraus bilden
Wobei für sich steht A und O.
Ihr wisst es ja bereits wieso.

Zerlegt das Wort in Lettern dann
Siebzehn man drin zählen kann.
(Die Zahl siebzehn, dieses nebenbei gesagt, ist wieder ein deutlicher
Querverweis auf den vom Autor dieses Machwerks bereits mehrfach
erwähnten mysteriösen Bibelcode nach den  Ziffern Eins und Sieben)
Damit die Sache Ihr versteht
Zeig ich euch wie es  weiter geht."

Danach wies der Herr im Nu
Den Lettern schlichte Worte zu.

A wie Attacke, B wie Blut
H wie Homer und M wie Mut,
Y wie Yacht, O wie Opus, C wie Christ,
T wie Treue, R wie Rex, I wie Internist.

Zählen wir die Worte dann
Ergibt sich bei der Zählerei,
Was man sofort erkennen kann,
Attacke ist vier Mal dabei.

Je zweimal Homer, Opus, Mut und Christ;
Und nur einmal der Rest bis hin zum Internist.

Wenn danach dann die Schriftexperten
Das Wort nach dem Gewicht bewerten
So wird es klar, das seht ihr nun;
Das Wort hat mit dem Krieg zu tun.

Viermal Attacke, völlig klar,
Dass es ein Wort des Krieges war.
Und es steht fest ganz unbestritten:
Attacken wurden dort geritten.

Summiert die Silben zu Begriffen, nun gebt Acht,
Ergibt es die Frosch- Mäuse- Schlacht
Die unten wie ihr wisst, seit Tagen
Die Frösche und die Mäuse schlagen."

Die Götter staunten und applaudierten wie wild,
Worauf Jesus sprach: "Das war nur ein Bild
Gefertigt von mir, damit ihr versteht,
Um was es bei den Genen geht."

Danach erklärte sichtlich heiter
Er den Darwinismus weiter.

Wenn man im ganzen Worte nun
Die Lettern A schreibt alle groß,
Ich will es hier für euch mal tun:
"bAtrAcho myo mAchiA"
(Das griechische Wort Batrachos bedeutet Frosch und
der altgriechische Begriff Machia steht für Krieg bzw für Schlacht)
Dann wird es klar, ganz zweifellos,
Dass wir die Teile Frosch und Schlacht
Stärker haben so gemacht.

Setzt man für myo Großbuchstaben
"batracho MYO machia"
(Myos ist der altgriechische Begriff für Maus)
Dann wächst die Maus ganz wunderbar
Bis wir am End vielleicht sogar
Eine kleine Ratte haben.


Das heißt: Der Stärkste setzt sich durch.
Machen wir das mit dem Lurch
Und schreiben das batracho groß,
"BATRACHO myo machia"
Dann wird, ihr seht es ebenda,
Ein riesiger Goliathfrosch daraus
Und unverändert bleiben Krieg und Maus."

"Mein Freund, das ist fürwahr famos"
Unterbrach Apollo da.
"Ich hab verstanden, Heureka!
Das stärkste Glied der Gen-Mixtur
Setzt sich durch in der Natur!"

"So ist es," sprach der Menschensohn,
"Und zwar seit Jahrmillionen schon!"
Danach spannte er den Bogen
Zum Ausgangspunkt, das ganze Stück,
Dem Schöpfergott Amun zurück.

"Auf uns alle hier bezogen,
Selbst falls ich leeres Stroh nun drösche,
Bedeutet dies, dass uns die Frösche,
Was wir heut noch  innehaben,
Das göttliche Gen von Amun  gaben
Welcher im Ägypterland
Am Anfang unsres Daseins stand.


Amun, Adam, Set, Enosch,
Kern gesund wurden sie bald
Tausend Jahre all'samt alt,
Denn sie stammten ab vom Frosch.
Und auch wir, ohn' dass wir's seh'n,
Haben in uns noch sein Gen
Wie all die andern Gene auch
Die mit evolutionärem Hauch
Vom Alpha-Gen einst angefacht
Die Natur sich hat erdacht."

Alle Götter nun im Rund
Taten durch ihren Beifall kund,
Dass sie die Red verstanden hatten.

"Du wirst die Frage mir gestatten"
Wandte sich Hades nun beflissen
An Jesus und wollt' von ihm wissen
Woher er seine Weisheit nähm'
Und woher sein Wissen käm'.
Und er fügte schelmisch dann
Jesus provozierend an:

"Mir scheint beinahe als ob du
Bezogen auf das A und O,
Ein  X uns vormachst für ein U.
Und grinsend mit gar frecher Gosch
Fügte er an: "Sag uns wieso
Beziehst du dich grad auf Enosch."


Jesus griff die Frage auf
Und gab zur Antwort ihm darauf:

***


Was Jesus ihm zur Antwort gab
Das nächste Mal ich hier Euch sag.

wird fortgesetzt

Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.