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Donnerstag, 7. März 2019

Im Mainzer Studio

Machwerk R.W. Aristoquakes
- Teil 50 - 30 -
Buch  IV
- Im Mainzer Studio -

Im Mainzer Fernsehstudium,
War Aristoquakes ziemlich froh,
Als er zur letzten Seite kam,
Dass sein Gedicht ein Ende nahm.

(gemeint sind die einstigen Teilnehmer der Kultsendung
"Literarisches Quartett", ZDF, Sigrid Löffler, Marcel-
Reich-Ranicki  und Hellmuth Karasek)
Saßen beisammen familiär,
Wo ohne jede Langeweile,
Von seiner Vortragskunst betört,
Sie hatten dem Dichter zugehört.

Als dieser just die letzte Zeile,
Von seinem Machwerk hatte zitiert,
Hat Max Schmäh ihm gratuliert.

"Das hätt' ich dir nicht zugetraut!"
Sprach er vor allen zu ihm laut.

"Ich gratuliere zu dem Poem,
Und sag von Herzen danke schön,
Denn deine Dichtkunst hat uns allen,
Mehr als von Goethe die gefallen.
Ich habe nichts hinzuzufügen!"

Doch nach kurzer Pause dann,
Fügte er dann doch noch an.

"Dein Frosch-Mäuse-Tier-Kriegs-Drama,
Hat mich begeistert, denn ich sah,
Als du es vortrugst, was geschah,
Wie Zeus einst selbst als Panorama,
Vor meinem geistigem Auge so,
Als hätt' ich selbst einst in der Schlacht,
Um Pausbacks Froschteich mitgemacht.

Ich werde gleich morgen zehn Verlagen,
Dass sie es drucken sollen sagen!"


Die andern zwei im Studio,
Schlossen sich sofort spontan,
Schmäh's Kritikastermeinung an.

"Das war Spitze", sprach manierlich ,
Zum Autor auch Madam Sinnierlich,
Und dass das Epos besser wär'
Als die Ilias, tat Konträr,
Der dritte Kritiker im Rund,
Anerkennend seine Meinung kund.

"Ich rufe", fuhr er fort urban,
In Stockholm und in Oslo an
Wo die Nobelpreise werden vergeben.
Du sollst der erste sein dem neben
Dem Preis für Literatur auch der,
Für Frieden gereichen soll zur Ehr,
Für das was du mit Fleiß,
Verkündet hast dem Völkerkreis.

***

Die Zuschauer im Studio haben getobt.

Aristoquakes derart hoch gelobt,
Wusste kaum noch ob das alles wahr,
Oder ein schöner Traum nur war.

Doch da kam der Intendant,
Schon als nächster Gratulant.

"Wir haben zehn Stunden überzogen,
Was wir sonst nur bei Gottschalk tun.
Doch es schien mir opportun,
Und aufgrund der hohen Einschaltquoten,
Situationsbedingt geboten,
Von deinen Frosch-Mäuse-Kriegsgeschichten,
Dem Quartett stets wohl gewogen,
Life bis zum Ende zu berichten,"
Hat er darob froh gelacht,
Und seinen Glückwunsch dargebracht.

***
Da klingelte das Telefon.
Ratzinger, der Papst war dran.
Er sagte: "Sicher weiß du schon,
Dass Johann- Paul nicht kommen kann.
(Anspielung auf den Tod des Papstes)
Doch lässt er dich ganz herzlich grüßen.
Er hat mir zudem aufgetragen,
Dir, dass du recht hattest, zu sagen.
Er würde nun für all das büßen,
Im Jenseits, was dereinst in Rom,
Damit es als wahr erhalten blieb,
Dem dummen Volke als Axiom,
Der Klerus in die Bibel schrieb."

Und dann im Tonfall etwas leiser,
Fuhr der Neue Wort für Wort,
Flüstern fast, zum Dichter fort:

"Du weißt, ich bin ein bisschen weiser,
Als mein Vorgänger es war.
Als Kirchengeschichts- Ober-Archivar,
Und Chef der Glaubens-Kongregation,
Habe ich gar wohlbedacht,
Darüber jahrelang gewacht,
Dass unsere Katholen-Religion,
In der fürwahr nicht alles stimmt,
Dort wo es um die Wahrheit geht,
Von dem was i der Bibel steht,
Am Ende gar noch Schaden nimmt.

Komm nach Rom, zu Audienz zu mir.
Ich bitte dich ganz herzlich drum,
Damit ich beim Offizium,
Was ich vorhabe, erkläre Dir.
(Anspielung auf den Amtsverzicht von Benedikt XVI"

Ich weiß, du bist ein kluger Mann.
Also mach's gut, Grüß Gott, bis dann."

Das Telefon stand nicht mehr still.

"Mir scheint die ganze Menschheit will,"
Grinste Max Schmäh, "dir gratulieren."

"Mit deinem Lorbeer sich zu zieren,
So wie's seit jeher ist der Brauch,
Versuchen demnächst ganz sicherlich
Ein paar neidische Philister
Und bei Hofe manch Minister
Und sicher Mutti Merkel auch,
Indem nach Berlin sie einlädt dich."

Sprach Herr Konträr, "sei drauf gefasst,
Wenn du den Nobel-Preis erst hast,
Will sich so mancher nebst dir sonnen,
Im Ruhm den du allein gewonnen."


***

Aristoquakes winkte ab,
Indem er zu verstehen gab,
Dass er nun nach Hause müsste,
Weil er etwas bessres wüsste,
Und das wollt er nicht verpassen,
Als sich feiern nur zu lassen.

Madam Sinnierlich musste lachen.

"Was wollen wir denn heut noch machen?"
Flüsterte gar leise und intim,
Dabei sie ins Öhrchen ihm,
Und ergänzte, "bleib schön wach
Und stell den Sekt inzwischen kalt,
Denn ich komme sicher bald
Heim zu dir ins Bettchen nach."

Und laut sprach sie, "lass auch von mir,
Ganz herzlich gratulieren Dir."

"Das war der Durchbruch, denn ab heut,"
So hat sie sich für ihn gefreut,
"Glaub mir bist du noch mehr bekannt,
Als Maxe Schmäh in unserm Land.
Und wenn für das, was du verfasst,
Demnächst den Nobelpreis erst hast,
Bist du der Größte, weshalb ich
Mich auch verwenden werd für dich."

"Und dann wirst du mein Ehemann."
Fügte sie leis' zum Abschied an.

***

Als er danach, am hellen Tag,
Träumend zu Haus im Bette lag,
Dachte er gar dünkelhaft,
"Endlich hab ich es geschafft."

Und sein nächster Gedanke war,
Immer noch im Traume zwar,
"Als allererstes werd ich morgen,
Einen Frack mir gleich besorgen,
Damit zur Preisverleihung ich,
Gekleidet bin auch ordentlich,
Wenn demnächst in Norwegen und Schweden,
Die Nobelpreis-Verleihungsreden
Dem klügsten Mann auf Gottes Erden,
Mir zur Ehr gehalten werden."

"Was mach ich nur mit all dem Geld,
Das nebst Medaillen ich werd kriegen,"
Hat träumend weiter er gedacht,
Und Sorgen sich darum gemacht,
Dass man es ihm stehlen könnte.

"Wäre ich ein Weiberheld
Würd' ich, der sich noch nie was gönnte,
Nach Bangkok oder Phuket fliegen,
Um mich verwöhnen dort zu lassen,
Und es mit Huren zu verprassen,
Oder ich kauf mir eine Jacht."

Dann fiel ihm Madam Sinnierlich ein,
Mit ihr, ich weiß sie steht auf mich,
 Könnte hier ich glücklich sein,
Das Weib versteht zu leben.
Nebst ihr im Ruhme mich zu baden,
Und dort wo Mich und Honig fließen,
Meinen Reichtum schwelgend zu genießen,
Wozu sie mich hat eingeladen,
Wäre für meinen Lebensabend,"
So dachte er, "gar sehr erlabend."

Doch des Dichters ganzes Leben,
Galt einer andern, ihr allein,
Wollt zeitlebens treu er sein.
***

Mit ihr saß er in seinem Traum,
Nun unter einem Spelingbaum,
Um sich an eine Frucht zu laben,
Die andre nie gekostet haben.

Es war die Frucht der Phantasie,
Die in des Baumes Schatten sie,
Wo glücklich sie beisammen saßen,
Zum ersten Mal gemeinsam aßen.

"Mein liebes Kind", sprach er zu ihr,
"Es ist so wunderschön mit Dir allein,
Jenseits von Hass, Eifersucht, Neid und Gier,
Endlich nun vereint zu sein."

Er dachte dran, was er sich schwor,
Als ihre Eltern sie verlor.

Sein ganzes Trachten und sein Sinnen,
War ausgerichtet auf das Ziel,
Ihr Vertrauen zu gewinnen.

Das war fürwahr kein Kinderspiel.

Um das was er sich vorgenommen
Hatte von ihr zu bekommen,
Musste jahrelang er werben.

Manchmal dacht er, "Ich werd sterben,
Und ich liege längst im Grabe,
Bevor ich ihr Vertrauen habe."



Anfänglich hatte sie Angst vor ihm.
Und es erschien ihm wie ein Traum,
Dass sie nun unter diesem Baum,
Wunderschön anmutig und sublim,
Zugänglich für sein Wort im Grase saß,
Und von jenen Früchten aß,
Von denen andeutungsweise er,
Ihr berichtet hatte nur bisher.

"Es sind die kleinen Dinge, die im Leben,
Uns Hoffnung, Kraft und all das geben,
Was wir benötigen auf Erden,
Um zufrieden hier zu werden."
Sprach offen, freundschaftlich intim,
Sie mit einem Lächeln nun zu ihm.

Es waren seine eignen Worte,
Die an einem andern Orte,
Er ihr hatte ungefragt,
Vor langer Zeit einmal gesagt,
Und sie brachten ihn ins Grübeln!


"Anerkennung, Ruhm und Geld,
Sind nicht alles auf der Welt!"
Hörte ohne ihn anzuklagen,
Er sie leise weitersagen.

Wie Schuppen fiel's ihm von den Augen,
Wozu Ruhm und Reichtum taugen.

"Ich will den Traum dir nicht verübeln,"
So hörte er sie neben sich.
"Wir neigen alle gelegentlich,
Im Stolz und Übermut dazu,
Zu übertreiben, so wie du."

***

Da stieg er ab vom hohen Ross
Und sprach zu ihr, "ich brauch kein Schloss,
Um wie ein Fürst darin zu wohnen.
Auch will ich nicht im Ruhm mich sonnen.
Dass ich dein Herz habe gewonnen,
Ist Wert genug, mich zu entlohnen!"


"Dein Vertrauen zu genießen,"
So hat ergänzt er wohlgemut,
"Ist fürwahr das höchste Gut,
Weil es aus deinem Herzen kommt,
Und meiner Seele besser frommt,
Als im Reichtum zu verdrießen!"

Da hat sie ihn glücklich angeseh'n
Und sprach froh und unumwunden:

"Kein Tag wird für mich mehr vergeh'n,
Bis zur letzten meiner Stunden,
An welchem ich auf dieser Erde,
Deiner nicht gedenken werde.

Du hast die Kraft zum Weiterleben,
Als sie mir fehlte, neu gegeben.

Du ließest in dein Herz mich schauen.
Dir konnte ich alles anvertrauen,
Was mich hat jahrelang bedrückt.
Du hast mit Worten mich beglückt,
Die noch keiner ungefragt,
Mir jemals hat zuvor gesagt.

Was andre an mir lästig fanden,
Hast Du einfach übersehen.
Du hast, was mit mir ist geschehen,
Erkannt und deshalb mich verstanden.

Du hast dich nicht daran gestört,
Wenn ich manchmal recht sonderbar,
Oder zickig zu dir war.
Du hast mir immer zugehört,
Und selbst erkannt, was ich verschwieg.

Du hast mir im Froschmäusekrieg,
Dichtend gewidmet manche Zeile.

Du hast, das weiß ich mittlerweile,
Oft stundenlang bei Tag und Nacht,
Sorgen dir um mich gemacht.

Du hast geöffnet mir die Augen,
Dass sie zum rechten Sehen taugen.
Du hast mit scharfem Blick mein Wesen,
Aus ihrem Grunde abgelesen.

Dass unsere Seelen sind verwandt,
Hast du gleich darin erkannt,
Als wir uns begegnet sind.

Ich liebe dich, so wie ein Kind
Die Eltern liebt wenn sie noch leben.

Ich fühlte, dass dein ganzes Streben,
Nicht körperlichen Dingen galt,
Sondern meiner Seele. Ihr
Gabst du neuen Sinngehalt
Und dafür dank ich ewig dir.

Bei dir konnte ich mir jedweden,
Kummer von der Seele reden.

Du gabst mir Zuversicht auf's Glück,
Das mir abhanden kam, zurück.

Du lehrtest mich wieder zu lachen.
Ich weiß, es wird dich glücklich machen,
Wenn ich al Dank dafür dir sage,
Dass ich dein Bild im Herzen trage.

Mein Herz, bis zu meinem letzten Tag,
Wird erinnern sich bei jedem Schlag,
Das sollst du wissen, immer sich,
Dankbar und liebevoll an dich.

***

"Ach Mädchen", sprach er drauf zu ihr,
"Du setzt fürwahr ein Denkmal mir,
Das ich höher einzuschätzen weiß,
Als den Alfred - Nobel - Preis,
Welchen demnächst ich werd kriegen.

Mit ihm am Hals im Grab zu liegen,
Ist rein gar nichts gegen das,
Was du mir eben hast geschenkt.

Ein Mensch, der meiner noch gedenkt,
Wenn Humus mich bedeckt und Gras,
Ist mehr wert als die noblen Orden,
Die mir sind dann verliehen worden."

***

"Wenn ich einst mit kühler Erde,
Zugedeckt für immer werde,"
Fuhr er danach froh und heiter,
Glücklich träumend zu ihr weiter,
"Wünsche ich als Abschiedsgabe,
Ich bitte dich, versprich es mir,
Mir einen Stein auf meinem Grabe,
So wie ich es erklär nun dir."

Und dann fügte er spontan,
Was er sich hatte ausgedacht,
Testamentarisch sogleich an.

***

Er ist nie wieder aufgewacht,
Denn an jenem Nachmittag,
Als träumend er im Bette lag,
Hat ihn der Schlag getroffen.

So blieb die Frage offen,
Ob den Nobelpreis er hätt' bekommen,
Oder Ihn nicht angenommen.

***

Den Grabstein, so wie er es wollte,
Der Dichterling bekommen sollte.

Die Liebste, seelenverwandt mit ihm,
Tief trauern und in schwarz gehüllt,
Hatte, bevor er starb, sublim
Erahnt, was er zu tun versäumte,
Als seinen letzten Traum er träumte,
Und ihm seinen Wunsch erfüllt.

 ***

Für das Poem, das er gedichtet,
Hat sie ein Denkmal ihm errichtet,
Auf dem für jedermann zu sehen,
Seine letzten Worte stehen.

"Hier ruht R.W. Aristoquakes,
Der seinen Humor so lang bewahrte,
Bis man ihn plötzlich eines Tages,
In einem Eichensarg aufbahrte.

Man sagt als der ward zugemacht,
Hat er immer noch gelacht."

***

So wie er es ihr wollt noch sagen,
Ließ sie in Stein die Worte schlagen,
Die dem Betrachter machen klar,
Dass ein Filou der Dichter war,
Der zu den Fröschen sich bekannte,
Und sich Aristoquakes nannte.



Dort unter jenem Monument,
Auf dem, gegossen in Zement,
Das Lieblingstier des Dichters sitzt,
Und in die Welt schaut gar verschmitzt,
Ließ, grad so wie er's wollte haben,
Sie ihren alten Freund begraben,
Der ihr so manche Zeile schrieb.

Damit das Bild erhalten blieb,
Das sie von ihm im Herzen trug,
Nahm sie auf Wilhelm Busch Bezug,
Und ließ vom Steinmetz dessen schlauen,
Spruch, der oft noch heute wird zitiert,
In die Sockelplatte hauen,
Wo er das Grab des Dichters ziert.

***

Auf das ihr Freund erlange Ruhm,
Ließ auf den Grabstein sie posthum,
Sie musst es dem Steinmetz buchstabieren,
Ein Wort von Propertius in Latein,
Zu Füßen des Frosches in den Stein,
Für die Nachwelt eingravieren.

"Laus in amore mori" kann
Lesen dort ein jedermann,
Und erfährt um was es geht,
Doch nur wenn er Latein versteht!

In griechisches Lettern, groß geschrieben,
Tief in den Marmorstein geschrieben,
Steht der Titel seiner Schrift,
Die wahrlich alles übertrifft,
Was in der Literatur- Triade,
Froschmäusekrieg, Bibel und Iliade,
Vom Feuer der Dichtkunst angefacht,
Ward jemals zu Papier gebracht.

***

Die Batrachomyomachie ließ ihn nicht los.
Das alte Epyllion so famos,
Vom Dichterfürst Homer ersonnen,
Hat mit dem Glauben er versponnen.

So wie der Mann, der es erfand,
Mit der Ilias es verband,
Hat Aristoquakes unumwunden,
Von einer Eingebung bewogen,
Das Epos gegenwartsbezogen,
Mit dem Bereschit verbunden.


***

Unter dem Froschlaut-Pseudonym,
Schrieb der Dichter anonym,
Mit großem Wissen sich profund,
Zehn Jahre lang die Finger wund.

Dass der Gute überdies,
Auch noch Roland Wiegran hieß,
Er hat den Namen nie genannt,
Ist nur wenigen bekannt.

***
Als Dichter war er ziemlich schlecht.
Doch hatte er auch manchmal recht,
Mit dem was reimend übertrieben,
Er hat der Nachwelt auf geschrieben.

Vieles wahrlich, ist obskur,
Was in der Art eines Genies,
Er der Nachwelt hinterließ.

***

"Das Schreiben war sein Hobby nur!"
Doch das tat er mit viel Spaß,
Denn er war sich sicher, dass
Stimmte , was er schon eingangs wagte,
Und es mit Überzeugung sagte....

***



Zur Einstimmung

.....Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.
Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.
Das über zweitausend Jahre alte homerische Epyllion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.
Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind, als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.


...."Die Götter haben viele Namen,
Und Amun auf dem Schöpferthron,
Ist die ältesten davon.

Gelobt sei Jesus Christus. Amen!"

***

- Ende -


Freitag, 8. Februar 2019

Pausbacks Hochzeit

Machwerk R.W. Aristoquakes
- Teil 50 - 29 -
Buch  IV
- Pausbacks Hochzeit mit Mäusli  -

Vom Rotwein mächtig angeregt,
Hat er den Seinen dargelegt,
Was in und rund um seinen Teich,
Und im gesamten Kaiserreich,
Ab sofort zu gelten hatte.

Mäuslis stolzer Ehegatte,
In der Hand das Glas mit Wein,
Ging Punkt für Punkt auf alles ein,
Was ihm an seinem Hochzeitstag,
Nebst Mäusli noch am Herzen lag.

Am Ende sprach er gar vom Glauben,
Und ging nach einem Schlucke Wein,
Den Mund halb voll, drauf näher ein:


"Ich werde euch in Glaubensachen
Niemals Vorgaben so machen,
Wie es König Troxartes machte,
Was uns allen Unglück brachte.

Es ist mir vollkommen einerlei,
An was oder an wen ihr glaubt.
Alles was euch gut tut, ist erlaubt.

Es steht euch wirklich allen frei.
Jeder kann glauben was er will,
Und jedermann 
Soll hier auf Erden,
Nur darauf kommt's mir an,
Auf seine Weise glücklich werden!"

"Ich will euch die Illusion nicht rauben,
So fuhr mit Humor und Scherz im Wort,
Er in Sachen Religion und Glauben fort,
"Dass, wenn es einmal ist so weit,
Und abgelaufen ist eure Lebenszeit,
Eure Seelen all zum Himmel schweben
Um im Paradiese fortzuleben."

Im Thronsaal war es mucksmäuschenstill,
Bis Kaiser Pausbach gleich danach,
In ruhigem Tone weiter sprach:



"Der Glauben an das Leben nach dem Tode,
So wie er bei vielen Völkern war in Mode,
Seit den Ägyptern und dem alten Babylon,
Seit vielen Jahrtausenden nun schon,
Ist global gesehen heute,
Nichts mehr für so kluge Leute
Wie wir im Saal hier es all sind!"

Keiner laut zu atmen wagte
Als der kaiserliche Lurch
Sein Weinglas leerend zwischendurch,
Das folgende dazu noch sagte.

"Ich für meinen Teil,
Für mein eignes Seelenheil,
Und aus meiner Sicht,
Glaube solchen Unsinn nicht."

Doch dann ergänzte er geschwind
Um bildlich die Sache zu erklären:

"Stellt euch vor welch ein Gewimmel,
Es geben würde da im Himmel,
Wenn alle die dort oben wären,
Die schon hier unten einmal waren.

Ich bin darüber mir im Klaren,
Dass ich, wenn ich mal sterben werde,
Und zugedeckt mit kühler Erde,
Ich bin mir völlig sicher dessen,
Werd von den Würmern aufgefressen.

Doch sollte keiner es je wagen,
Es gibt keinen Gott zu sagen!"

"Meine Seele, so ergänzte er spontan,
Nachdem ich sie hab ausgehaucht,
Sterbend auf hier dem Kaiserthron,
Vertraue ich dem Schöpfer an.

Falls er sie noch einmal braucht,
Für eine Reinkarnation,
Wird in göttlicher Omnipotenz,
Er ihr für ein Weiterleben,
Und dem irdischen Verbleib,
In einem Tier- oder Manntierleib,
Eine neue Wohnstatt geben.

In ihrer neuen Existenz,
Rein gewaschen von allen Sünden,
Könnte sie ein Weltreich gründen,
In dem Frieden und Gerechtigkeit,
Global herrscht hier für alle Zeit."

 Pausback, während seiner Rede,.
Trank sein Glas leer stante pede.

Danach wurde er immer kühner
Und erklärte dem Volke sehr gewagt,
Was Aristoquakes hatte schon gesagt.

"Ich sag als Kaiser und als Grüner,
Erzogen nach dem Pentateuch,
Was ich zu glauben pflege, euch."

Rhetorisch geschult und wohlgenährt,
So dass, was er sich nun erlaubte,
Auch ein jedermann im Saale glaubte,
Fuhr er froh und heiter,
In seiner Antrittsrede weiter:

"Gott ist multikulturell!

Er trägt weder Nerz noch weißes Fell,
Wie Mäusli meine süße, hübsche Braut.
Er hat auch keine grüne Haut,
So wie ich sie heute trage.
Hört zu und glaubt mir was ich sage.

Er sieht auch nicht, es wär' ein Graus,
So wie das stolze Manntier aus!"

Der Kaiser lächelte nur mild,
Und fuhr mit Sachlichkeit im Wort,
Dann in seiner Rede fort.

"Wäre das des Schöpfers Ebenbild,
So wie völlig unbegründet,
Es in der Bibel wird verkündet,
(Genesis 1,26-27)
Wäre es um unsre Welt,
Wahrlich ziemlich schlecht bestellt.

Dass ein Manntier wie Bin Laden,
Er als sein Abbild hat geschaffen,
Das höher eingestuft als Affen,
Anteil an seiner Herrschaft nimmt,
Glaubt mir, ganz bestimmt nicht stimmt.

Wenn Manntiere dem Schöpfer näher stünden,
Als wir, welche doch viel, viel schöner sind,
Das möchte ich hiermit sagen und verkünden,
Fürwahr, dann wäre Gott, der Schöpfer blind.

Jener hat uns all begnaden,
Als er die Welt hat einst gemacht,
Mit Schönheit und mit Geist bedacht,
Und das tut er auch heute noch.

Manchmal, leider, freilich doch,
Passiert ihm, wie es kürzlich ist geschehen,
Ein Fehler wie bei Walker Bush.
Als der Herr erschuf einst den,
Nahm er zu viel Affen-Gen,
So kam es damals zu dem Pfusch."
(Das Manuskript zum vorliegenden Machwerk
wurde bereits im Jahre 2006 aufgezeichnet)

Die Hochzeitsgäste, noch beim Mahle,
Lachten fröhlich all im Saale.
Und Kaiser Pausback, weinlaunig heiter,
Fuhr in seiner Rede weiter.

"Weil wir bei Walker Bush grad sind,
Ich drück mich mild aus und gelind,
Der gute Mann bildet sich ein,
Auf  Erden von Gott gesandt zu sein,
Um mittels der Macht von seinen Waffen,
Hier ein Imperium zu schaffen,
Wie es die Welt noch niemals sah.

Gott beschütz Amerika,
Ist eines seiner Lieblingsworte.

Er fühlt sich selbst gar schon als Gott.
Glaubt mir, ich kenne diese Sorte."
Fuhr Pausback fort mit Spott,

"Dem ist jedes Mittel recht!"
Hat zornig weiter er gesprochen,
"Sich die Welt zu unterjochen,
Denn er ist im Kopf nicht echt,
Wie auch der andere, Bin Laden.

Der denkt, dass er von Allahs Gnaden,
Im Dschihad, der Dummerjan,
Amerika besiegen kann.

Er predigt den Seinen jene Mähr,
Ohne dabei zu erröten,
Dass es Allahs Wille wär',
Juden und Christen all zu töten,
Weil die ungläubig all wären.


Doch das Märchen auch zu glauben,
Sich die dümmsten nur erlauben.

Bin Ladens feige Mörderhorden,
Im Dschihad sich zu bewähren,
Vertrauen darauf, dass ihr Morden,
Belohnt wird einst und zwar präzise,
Durch Jungfrauen, die im Paradiese
Als Belohnung auf sie warten.

Für jeden Ungläubigen den
Sie hier umbringen gibt es zehn
Davon für sie im Jenseitsgarten."


Während der Kaiser  solches sprach,
Schenkte ein Lakai ihm nach.

"So wie bei Bush es war der Brauch
Macht es Donald Trump nun  auch,"
Hat im Reden best bewährt
Pausback weiter jetzt erklärt.

Und während er noch stand,
Er hatte längst noch nicht genug,
Leerte das Glas in seiner Hand,
Hastig er mit einem Zug,
Um dann ohn' jegliche Allüren,
Seine Rede fortzuführen.

Dabei wurd' er immer kesser!

"Das Volk der Juden ist nicht besser.
Vermutlich weil sie gerne streiten,
Zanken sie sich seit jenen Zeiten,
Als Jakob am Jabbok- Übergang,
(Gen. 32,23 - 33)
Mit seinem Gott im Traume rang.

Unter lautstarkem Krakeel,
Behaupten sie, dass in Penuèl,
Gott von Angesicht zu Angesicht,
Persönlich ihm hat kundgetan,
Sich zu nennen Israel  fortan."

"Mit Verlaub gesagt, das glaub ich nicht.

Dass Gott ein Freistilringer ist,
Glaube nicht mal ich als Christ!"

Sprach Pausback merklich heiter,
Und fuhr in seiner Rede weiter.
"Alle Priester gar gerissen,
Seit vielen tausend Jahren schon,
Denn sie leben ja davon,
Behaupten wider bess'res Wissen,
Dass sie allein die Wahrheit kennen
Und wahrhaftig sie uns nennen.

Am schlimmsten sind die Fundamentalisten.
Ganz gleich ob Juden, Moslems oder Christen!"

Und dann, ganz ohne jede Scham,
Obwohl er selbst ein Schwarzer war,
Auf  letztre er zu sprechen kam.

Zuvor griff er erneut zum Glas
 "Hört zu ", rief er, "ich sag euch was."

"Was die Päpste übertrieben,
In ihrer Einfalt und gar stur,
In ihren Katechismus schrieben,
Ist die halbe Wahrheit nur.

Die Sache mit dem Gottessohn,
Der in die Welt als Christkindlein,
Als neue Gottheit auserkoren,
Von einer Jungfrau ward geboren,
Wie die Evangelisten es berichten
Das erkannte Luther schon,
Kann nicht so gewesen sein!"

"Wie in allen Religionen,
Drauf will ich nicht verzichten,
Und als Christ es hier betonen,"
So fuhr der Kaiser weiter fort,
"Gilt, dass man nicht Wort für Wort,
Alles für bare Münze nimmt,
Was die alten, sehr gescheiten,
Propheten dereinst prophezeiten.
Wenn das mit dem Himmel stimmt,
Wie es jene uns berichten,
Und das vom ewigen Leben,"

So hat zum Besten er gegeben,
"Dann kann ich gern darauf verzichten."

Im Himmel neben Bush zu sitzen,
Oder im Fegefeuer gar zu schwitzen,
Das wär' mir wirklich nicht genehm,
Das könnt ihr mir glauben, neben dem."


Die Hochzeitsgäste, alle kultiviert,
Haben lachend applaudiert,
Während Pausback aus dem Krug,
Vom Reden durstig, Zug um Zug,
Zu zollen seinem Volke Dank,
Noch ein paar Schlückchen trank.

Er wischte den Mund sich und danach,
Zur Priesterschaft im Saal er sprach:

"Ihr Vertreter aller Religionen,
Die ihr aus allen Weltregionen,
Zu meiner Trauung seid gekommen,
Hört zu und merkt euch was ich sage;"

So hat er sie sich vorgenommen,

"Bis ans Ende meiner Tage
Erlaub ich keinem mehr von euch,
Den Koran oder das Pentateuch,
Die Suren, Psalmen, Testamente,
Und sonstigen, religiösen Dokumente,
Des Friedens unsrer Völker wegen,
So falsch wie bisher auszulegen.

Ich dulde nicht in meinem Reich,
Dass ihr wie viel zu lange schon,
Den alten Pharisäern gleich,
Weiter predigt den Sermon,
Den ihr selbst ja kaum versteht.

Damit ihr, dass ich's ernst mein, seht,
Werdet alle heut und hier,
Ihr entmythologisiert von mir.

So wie einst Hitlers braune Horden,
Nach ihren millionenfachen Morden,
Frustriert, besiegt und konsterniert,.
Wurden von den Sieger entnazifiziert,
So werde ich mit euch es nun,
Dank meiner Macht als Kaiser tun."

"Zum Abschluss meines Hochzeitessens,
Das hatte sich Mäusli ausgedacht,
Stoß mit dem Kelche des Vergessens,
Den Trunk darin hat sie gemacht,
Ich mit euch allen friedvoll an.

Den Trunk, so wie es sich gebührt,
Hat sie mit Strohrum angerührt,
Damit er euch auch allen schmeckt
Und sicherstellt was er bezweckt!"

Und während er so sprach zu ihnen,
Pünktlich nach dem Speiseplan,
Kam der Lakai sie zu bedienen.

In seines neuen Schlosses Prunk,
Hob er erneut das Glas zum Trunk,
Und bracht damit im hohen Haus,
Einen Trinkspruch auf den Schöpfer aus.
"Glaubt es mir endlich, sapperlot,"
Lallte er arg angetrunken,
"Ich werd mein Volk doch nicht verunken.
Es gibt auf der Welt nur einen Gott!
Das verkünde ich in seinen Namen.
So war, und ist und bleibt es Amen!"

Weil seine Zunge, wie sie's sollte,
Und wie es Kaiser Pausback wollte,
Nicht so recht gehorchte mehr,
Fiel ihm das Sprechen ziemlich schwer.

Mühsam stammelnd jedes Wort,
Fuhr er in seiner Rede fort.

"Und nun vergesst die alten Mythen,
Und lasst euch alle dafür danken,
Dass ihr gekommen seid zum Fest."

"Möge euch der Herr behüten."
Brachte er mühsam noch heraus.

Während die Priester all gehorsam tranken,
Kippte aus seinem Glas den Rest,
Unauffällig und gar keck,
Er vor sich in das Tischgedeck.

Dann setzte, trunken er vom Wein,
Sich an die Tafel und schlief ein.

***

Mäusli, des Kaisers Ehemaus,
Ließ die Priester all geloben,
Ihrem Glauben abzuschwören,
Was die ohn' sich zu empören,
So wie von Pausback angeraten,
Willig sogleich alle taten.

Dann hat sie die Tafel aufgehoben,
Den Gästen freundlich zugenickt,
Und nach Hause sie geschickt.

Danach hat mit dem Herrn Gemahl,
Allein mit ihm im großen Saal,
Gemütlich sie die Hochzeitsnacht,
An seiner Seite zugebracht.

***

Die Priester nach dem Hochzeitsessen,
Hatten tatsächlich allesamt offenbar,
So wie's ihr neuer Kaiser wollt, vergessen,
Was einst der Grund zum Streiten war.

Alle hatten sich nun lieb
Und selbst dem Tod von Krümeldieb,
Hat unter Kaiser Pausback nun vereint,
Kein Mauseschwanz jetzt mehr  nachgeweint.

Der Kaiser, katholisch einst getauft,
Und Mäusli, die Muslima war,
Haben zusammen sich gerauft,
Und aus ihrer Kinderschar,
Erzogen multikulturell,
Entsprang jener Hoffnungsquell,
Aus welchem Leut' mit klugen Köpfen,
Heute ihren Glauben schöpfen.

Wie die Geschichte weitergeht
In unsrer nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt




Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.