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Freitag, 20. Januar 2012


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 8 – 90
Die geheimnisvolle Sieben


n seinem
Werk Das letzte Buch

Macht Uwe Topper den Versuch
Sich so wie ich mich zu bewähren
Und die Bibel zu erklären“.
Sprach der Neue und fuhr fort:
„Uwe hat es klar beschrieben
Und Aristoquakes las es dort,
Dass als Schlüsselzahl die Sieben
Dem Visionär Johannes diente um
Zu stürzen das Imperium
Welches tyrannisch sich in Rom
Entgegenstellen wollt dem Strom
Der neuen und gerechten Zeit“.
„Sein Werk hatte der Christenheit
Als zweischneidiges Schwert zu dienen
Das aus Jerusalems Ruinen
Den Tyrannen sich entgegenstreckte
Und ihre Beseitigung bezweckte“.
„Das Wort war die geschärfte Klinge!
Auf dass das Heil der Welt sie bringe
Schwang Johannes das Genie
Gerichtet auf die Menschheit sie
Und drohte ihr Vergeltung an
Die kommen würde irgendwann
Wenn die es sich erlaubte
Und das Wort nicht glaubte
Das heut noch durch alle Lüfte hallt.
Das Wort heißt „Ja ich komme bald“!
(das sind die letzten Worte der Offenbarung)
Die Schlüsselzahl Sieben dabei
Stammt von Gottvater Adonai.
Johannes hat sie von den frommen
Alten Männern übernommen
Die überschlüsselt mit der Sieben
Das Alte Testament einst schrieben.
Schon dort symbolisch diese Zahl
Diente gar viele Hundert Mal
Den Urvätern des Bereschit
Als Code-Zahl welche exquisit
Sich eignete zum Schlüsselzweck.
Johannes auf Patmos im Versteck
Verwandte die heilige Ganzheitszahl
In seinem Text rund fünfzigmal.
Sieben Gemeinden, sieben Plagen,
Mit sieben lässt sich alles sagen.
Sieben Geister, sieben Siegel,
Sieben Posaunen, sieben Ziegel,
Sieben Fackeln, sieben Sterne
Und sieben Engel in der Ferne
Welche dem siebenköpfigen Drachen
Mit den sieben Diademen
Und dem Frösche speiendem Rachen
Die Kronen und Zepter wollten nehmen.
Das Lamm mit seinen sieben Augen
Und sieben Hörnern die dazu taugen
Die sieben Könige in Rom
Vom Sieben-Hügelthron zu stoßen
Um meine Lehre als Axiom
Für Papa, den einzigwahren großen
Gott dort zu manifestieren.
Sieben Engelchen mit ihren
Sieben Schalen voller Zorn
Geschöpft aus Jahwes Racheborn
Begleitet von sieben mächtig schlimmen
Grollend hallenden Donnerstimmen.
So beschreibt Johannes Seher-eigen
Um den Kaisern aufzuzeigen
In seinen sieben Visionen
Wer die Hure wird entthronen
Die in Rom ganz ungeniert
Als göttlich hat regiert.
Doch nicht nur dies; noch weitaus mehr
Hat mittels der Zahl Sieben er,
Als er auf Patmos hat verweilt,
Den Seinen heimlich mitgeteilt“.
„Jaja“ hakte Apoll da ein.
„Auch über mich schrieb er: Gemein
Nannte er mich Appollyon
In Anlehnung an Abaddon.
Verunstaltet hat meinen Namen
Er vorsätzlich, so dass die Damen,
Ohne richtig mich zu kennen
Mich alle nun Vernichter nennen.
Er stempelte mich ab zum Heiden.
Ich kann den Seher nicht mehr leiden
Seit er in seinem Visionärs-Traktat
Mich damals so verteufelt hat“.
Jesus darauf: „Jetzt regier‘
Ich an eurer Stelle hier“
Und er fügte an gar heiter:
„Du regierst die Mäuse weiter.



Die hören noch auf deinen Namen;
Und dabei bleibt es Smintheus; Amen“!
Die Götter lachten allesamt.
„Jetzt hast du auch ein neues Amt“
Sprach Zeus zu seinem Sohn erfreut.
„Was werden nur die guten Leut‘
Auf der Erde dazu sagen“?
Hörte man Apoll drauf fragen.
„Lass das meine Sorge sein
Hakte da der Neue ein
Um darauf sogleich fortzufahren:
„In den nächsten tausend Jahren
Gilt hier oben mein Programm.
Ich bin jenes zahme Lamm
Von dem Johannes offenbart
Dass es den Himmelsthron bewahrt.
Doch zurück zur Schlüsselzahl.
Die Sieben dazu genial
Hat er geteilt und malgenommen.
Auf vierzehn schließlich so gekommen
Bot sich die Achtundzwanzig an
Die man durch Sieben teilen kann.
Das Wörtchen Lamm, gemeint bin ich,
Hat achtundzwanzigmal en block
Er darin erwähnt für mich.
So wurde ich zum Sündenbock.
Doch das war noch längst nicht alles.
Die Sieben für den Fall des Falles
Dass einer es noch nicht kapiert,
Hat ins Quadrat er multipliziert.
Sieben mal Sieben als Wurzelzahl
Steht sie in seinem Text zweimal
Offenbart deutlich und zwar so,
Dass der Querverweis zum A und O
Jedem der ein Guter Hirt‘
Sein möchte offensichtlich wird.
Doch damit längst noch nicht genug.
Die Sieben mit meinem Charakterzug
Zieht sich, damit man oft sie trifft
In der Offenbarungsschrift
Durch alle ihre vierzehn Teile.
Beinahe in jeder siebten Zeile
Trifft man auf sie. Als Schüsselzahl
Mit der Eins dient optimal
Sie zum Codieren. Spruch auf Spruch
Verschlüsselt sie das ganze Buch.
Das ganze Werk in seinen Teilen
Bringt er auf drei mal sieben Zeilen.
(Gemeint ist hier die Gesamt-Zeilenzahl die sich auf 777 beläuft)
Doch Johannes wie kein zweiter
Trieb mit der Sieben es noch weiter.
Indem die Zahl er beibehielt
Hat auf die Vierzehn er gezielt.
Im System der Doppelsieben
Sind die Verse aufgeschrieben.
Vierzehn mal vierzehn an der Zahl.
Aus den Kapiteln das Total
Errechnet gibt zweihundertzehn;
Drei mal siebzig wir seh’n.
Ob zwei, ob drei, ob viermal sieben,
Johannes beinah übertrieben,
Von den Alten angeregt
Hat großen Wert darauf gelegt,
Dass die Siebenzahl den Schliff
Von mir bekam und Inbegriff
Der Vollkommenheit und Ganzheit wurde.
An der Code-Zahl das Absurde
Ist, wird sie mit der Eins verbunden
Das System kann uns bekunden
Nach welchem der Code ist konstruiert.
Ich zeig euch wie es funktioniert.
Die Götter staunten. Jesus sprach:
Wer im Rechnen freilich schwach
Ist mangels nötigem Verstand,
Der kann zählen mit der Hand.
Sie ist die Eins. Wenn nicht gebrochen
Trägt sie vierzehn Fingerknochen.
Wenn man anhand von denen zählt
Man sich beim Rechnen nicht so quält
Und braucht auch nicht zu raten
Wie es die Wissenschaftler taten.
Dann rechnet es sich weiter leicht
Bis man die sechs-sechs-sechs erreicht.
Jesus lachte unverhohlen.
Nach einer Pause um kurz Luft zu holen
Fuhr er fröhlich lächelnd, heiter
In der Code-Erklärung weiter.
„Hier sind Weisheit und Verstand
Wie die Knöchel an der Hand
Vonnöten um auf jenes Tier zu schließen
Das meine Lehre wollt verdrießen.
Bei der geheimnisvollen Zahl
Hat der Gläubige die Wahl.
In der Bibel steht 666 geschrieben
In der sechshundertsechzehnten Zeile
Auch diese Zahl (616) wird mittlerweile
Dem Apokalyptiker wohlgewogen,
Im Schlüsselwerk herangezogen
Um dem Rätseltier des Frommen
Auf die Schliche so zu kommen.
Die Zahlenfolge umgekehrt
Gibt eins sechs eins. Den Zahlenwert
Zum ersteren hinzugefügt
( 616 + 161 = 777)
Ergibt dreimal die Sieben“. „Das genügt“
Polterte da Hermes los.
„Das Ganze ist mir zu kurios“
Schloss sich ihm auch Hera an.
„Ich bin im Rechnen schwach“ sprach Pan
Und scharrte unruhig mit den Klauen
Mürrisch wo er just grad stand,
`Ne Scharte in den Wolkenrand.
„Ich sag‘ es dir, ganz im Vertrauen,
Ich glaub nicht an den Zahlenkram.
Das ist mir viel zu wundersam“.
Da mischte sich Aphrodite ein.
„Vor langer Zeit, ich war noch klein,
War dein Vater öfter zu Besuch
Bei Papa. Er bracht‘ ein Buch
Damals mit. Er hat’s vergessen.
Oft habe ich bei ihm gesessen.
Ich mochte ihn den alten Herrn
Und glaub‘ er mocht‘ auch mich ganz gern.
Er las mir aus der Bibel vor.
Ich lieh dem Alten gern mein Ohr
Denn die Geschichten die er las
Brachten damals mir viel Spaß.
Ich saß auf seinem Schoße.
Er las mir vor von Mose
Und all den andern alten Knaben“.
„Ich muss das alte Buch noch haben“
Sprach suchend sie. Ihr Mann indes
Rief aus der Schmiede: “Hier ist es“
Er bracht‘ es ihr. Sie schlug es auf.
Vorn stand ein A und O groß drauf.
„Hier ist es“ rief sie hocherfreut:
Ich hab behalten es bis heut.
Jetzt versteh ich was du meinst.
In der Genesis ganz klar steht
Wie dein Vater Jahwe einst
Nach der Zahl um die’s hier geht
Die ganze Welt erschaffen hat.
Sieben Tage, in der Tat,
Benötigte er nur dazu.
Schließlich dann nach kurzer Ruh,
Er hatte es nun nicht mehr eilig,
Sprach den siebten Tag er heilig“.
„Genaus so war es“ sprach der Neue.
„Du glaubst es nicht, wie ich mich freue,
Dass eine wenigstens von euch
Kennt sich aus im Pentateuch“.
Aphrodite lachte froh:
„Johannes Wort vom A und O
Steht bei Jesaja vier-vier-sechs
Ebenfalls“! „Ich bin perplex“
Musste Jesus eingestehen.
Nun fand er Zeit sie anzusehen.
„Was ist sie für ein tolles Weib“
Dacht‘ er. „Da ich ja hier oben bleib“,
Fuhr er fort „werden wir zwei
Noch reden über mancherlei
Was in der Bibel steht geschrieben
Und ganz sicher werden wir
Uns noch weiter unterhalten hier
Denn wie mir scheint bist du `ne Frau
Die alles wissen will genau.
Doch nun erst mal zurück zur Sieben.
Ich wollte euch ja noch verklaren
Was dem Seher widerfahren
Ist und dann den Bogen spannen
Zu den römischen Tyrannen,
Die im Schüsselcode Eins-Sieben
Er auf Patmos hat beschrieben“.
Dann sprach er weiter kurz und bündig:
„Johannes damals hintergründig
Hat das Folgende fingiert
Offenbart und auf-skizziert.
„Denkt nach! Gebrauchet euern Geist!
Die sieben Köpfe sind sieben Hügel
Auf der Hure die am Zügel
Sieben Könige verführt hat dreist.
Fünf davon sind schon gefallen;



Einer ist! Ein andrer kommt!
Er bleibt am kürzesten von allen!
Als einer der Sieben folgt ihm prompt
Der Achte! Der war und noch nicht ist!
Er ist der Einzige der Sieben
Wie ihr sicher alle wisst,
Dem der Code wird zugeschrieben.
Domitian Flavius trägt das Mal
Jener geheimnisvollen Zahl,
Welche Johannes einst gelehrt
Als Rätselzahl uns hat beschert.
„Nun reicht es aber“ schimpfte Pan.
„Die Zahl passt auf Domitian.
Obwohl ich niemals hab studiert
Hab ich es längst schon ausprobiert.
Auf Sech-eins sechs kommt einer dann
Wenn er hebräisch wendet an.
Nach unserm Griechen-Alphabet,
Wenn es um Nero Cesar geht,
Ergibt sich aus dem Zahlenwert
Sechs-sechs-sechs! Wie man es kehrt,
Der Rätsels Lösung ist gar leicht.
Wie man umgekehrt erreicht“
Sprach er weiter mit Bedacht,
„Dass man zurückkommt auf die Acht,
Welche eins mehr als sieben ist,
Klappt wenn man die Basis misst.
Diese von sechs-sechs-sechs ist sechsunddreißig!
Macht man dasselbe nochmal fleißig
Kommt man zurück zu Flavius
Und auf die Acht“! „Das ist doch Stuss“
Wandte da Apollo ein.
Joachim Fiore in Latein



Hat die Tiara-Inschrift einst als Zahl
Gedeutet und nun ratet mal
Auf welche Summe er da kam.
Sechs-sechs-sechs! Der Papst in Rom
Hat geflucht im Petersdom
Dass es ihm schier den Atem nahm
Und hat die Ketzer all verbannt
Die diese Formel ihm genannt“!
„Jaja, die Päpste“ sprach Athene,
„Waren nicht besser als eben jene
Die Johannes hat uns vorgestellt.
Die Großen unten auf der Welt
Sind allesamt wie wilde Tiere.
Sie taten und sie tun das Ihre
Auf dass die Welt bleibt wie sie ist“.
Und dann fügte sie spontan
Das aktuelle Beispiel an
Von einem welcher gilt als Christ.
„Herr Christian Wulff klebt an Macht
In Berlin grad wie` ne Klette.
Wenn er eingesehen hätte
Dass man, was er tat nicht macht,
Und seinen Hut hätte genommen
Wär besser er davongekommen
Als im Amt auf seinem Schloss.
Sitzen die Brüder erst mal auf dem Thron
Fühlen sie sich als großer Boss
Und mauscheln froh im Eigensinn
Zum eignen Vorteil vor sich hin“!
„So ist es, so war es immer schon“
Fügte der Neue lachend dann
Dem Einwurf von Athene an
Und fuhr fort: „Ganz kurz nochmal
Zurück zu unsrer Schlüsselzahl.
Damals im alten Babylon
Unter Nebukadnezars Thron
Galt die Sechs anstatt der Sieben
Als heilige Zahl. So steht’s geschrieben
Im Buch der Bücher Daniel drei.
Sechshundert-sechzig-sechs dabei
Wurden vom Gradkreis abgeleitet.
Bis nach Jerusalem verbreitet
Ward die Zahl. Die Juden haben
Ihr das Wasser abgegraben
Und hängten ihr manch Makel an.
Als unrein ward sie abgetan
Weil ihr die Eins zur Sieben fehlte.
Als widergöttlich die Entseelte
War allen Juden einst verhasst.
Ganz langsam wurd sie angepasst.
Der widergöttlichen Natur
Setze mit Eins man die Zäsur.
So wurde, wie könnt es anders sein,
Die Sechs zur Sieben! Endlich rein
Wurd‘ sie, ich sag es noch einmal,
Zur Nonplusultra-Götterzahl.
Mit der Eins lose verbunden
Steht sie bereits im Berschit
Und stellt, das ist den Forschern klar,
Denn dazu wurde sie erfunden,
Den geheimen Code zur Bibel dar.
Als letztes Wort noch als Fazit.
Die Ziffer Eins steht für das A,
Die Sieben für das Omega“!
Die Götter schwiegen all betreten.
Sie hatten genug von dem Propheten.
„Was mich dabei noch interessiert“
Sprach da Demeter ungeniert:
„Ich hab gehört, dass du vom Nil
Zu uns kamst aus dem Frosch-Exil.
Erzähl uns doch wie’s dazu kam“.
„Ich kenn den Weg, den Jesus nahm“
Ergriff Artemis nun das Wort.
„Vom Berge Zion zog er fort
Als dort Herodes König war
Und für ihn wurd zur Gefahr.
Er ließ sich in Ägypten nieder
Bis sein Vater rief ihn wieder“.
„Von der Heimat weit entfernt
Hab so manches ich gelernt“
Fuhr Jesus fort nun zu berichten.
Und dann folgten die Geschichten
Die er in seinen Jugendjahren
Am Nil-Strom hatte einst erfahren.
-----

Was Jesus zu berichten hatte
Im Olymp nach der Debatte
Um die Code-Zahl sieben
Hat Aristoquakes aufgeschrieben
Und ohne `was dazu-zu-dichten
Wird demnächst er es hier berichten.

wird fortgesetzt



Mittwoch, 18. Januar 2012

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 8 – 89
Jesus der neue Chef


ch bin
des Friedens Wegbereiter“

Wiederholte der Neue noch einmal.
Ich danke euch, dass bei der Wahl
Ihr mir eure Stimmen gabt.
Was ihr alle davon habt
Werde in den nächsten Tagen
Ich einem jeden von euch sagen.
Ich will dort unten Frieden schaffen“
Sprach er und sah zum Teich hinab
Wo es nur Mord und Todschlag gab;
„Durch das Wort und nicht mit Waffen“
Fügte er spontan
Als Nachsatz schnell noch an.
Gewalt und Krieg ich streng verdamm.
Liebe und Frieden sind mein Programm.
( lev 19.18, Lk 10.27, Mk 12.31, Mt 22.39)
Make love not war, dem bleib ich treu.“
„Das ist für uns hier auch nicht neu“
Erwiderte ihm Pan drauf
Und er fügte grinsend an:
„Das habe dreimal im Verlauf
Des Vormittags ich schon getan

Heute mit dreien von den Horen.



Am Morgen mit Anatolia,
Die hat ihr Herz an mich verloren.
Danach mit Musika und Gymnastia
Und ganz sicher werd ich‘s nun
So wie an jedem langen Tag,
Ohne dass ich sie lang frag,
Auch noch mit Aphrodite tun
Denn die ist auf mich lang schon geil
Und bietet gerne sich mir feil"!
Da klärte ihn der Neue auf
Indem er einging kurz darauf.
„Du liebst das Böse, ich das Gute.
Ich sprech‘ von Liebe, du vom Triebe.
Auch mir war schon mal so zumute
Unten, fleischlich anatomisch.
Doch wenn ich spreche hier von Liebe
Dann meine ich es rein platonisch.
Nur wer so lieben kann versteht
Um was es mir als Gottheit geht.
Du sollst den nächsten lieben so wie dich
So steht es bei Levitikus;
Und genauso denke ich.
Glaubt es mir, das ist kein Stuss.
„Du sollst deinen nächste lieben
Wie dich selbst; der Satz steht fest
Als mein Dogma aufgeschrieben.
„Damit gibst Du uns den Rest“
Wollte Hephaistos aufbegehren
Um solcher Rede sich zu wehren.



Er musst‘ an seine Gattin denken.
Wie sollte er ihr Söhne schenken.
Er schüttelte sein Haupt. „Platonisch“
Geht das nicht, so dachte er
Und maulte über des Neuen Lehr.
Da wurde der Andre plötzlich komisch!
„Ich werd‘ dich das Gehorchen lehren
Und Dir beibringen mich zu ehren“
Sprach Jesus da zum Schmiedegott.
„Geh in die Schmiede, aber flott
Und mach für dich und deinesgleichen
Unser Partei-Erkennungszeichen.



Ein Fisch mit Kreuz nebst A und O
Soll uns hier, so wie auch dem Wohl
Der Völker unten als Symbol“,
So erklärte er es ihnen,
„Für den neuen Glauben dienen.
Keiner soll inkognito
In Zukunft neben mir hier sitzen.
Lass es in jede Brosche ritzen.
Ein jeder von euch wird es tragen.
Lass es in Gold und Eisen schlagen.
Nun mach schon, kümmere dich drum.
Das Chi und Rho als Labarum
Soll fortan das Erkennungszeichen
Für alle die mir dienen sein.
Alles andere ist zu streichen.
Ab morgen Früh soll nur noch mein
Eignes Kreuz als Monogramm
Mit Alpha und Omega versehen
Weltweit auf allen Flaggen wehen“!
Nach kurzer Pause, mit klarem Wort
Fuhr er dann in der Rede fort.
„Doch zurück nun zum Programm:
Da gibt es viel noch zu erklären.
Wenn ich als Chef mich hier bewähren
Und so rein wie ein Beryll
Für alle Zeit regieren will,
Muss ich euch, ich will es wagen,
Erst einmal die Wahrheit sagen.
Neben dem Kreuz hab ich die Sieben
Und Eins aufs Banner mir geschrieben.
Auch diese Zahlen sind Programm.
Wie mein eigenes Autogramm
Geben sie den Querverweis
Auf das Buch der Bücher preis
Wie auch auf die Götterlehr
Des alten Epikers Homer.
Der weise, griechische Rhapsode
Verfuhr bereits nach der Methode,
Und hat im Code Eins Strich Sieben
So manches große Wort geschrieben,
Das heute, wenn es um uns geht,
Keiner mehr so recht versteht.
Zu entschlüsseln ist es schwer
Für die dort unten; die Katholen
Müssen Rat sich bei ihm holen,
In der Batrachomyomachie
Welche er dazu schrieb für sie.
Zu Homers Zeiten die Juden
All die Mühsal auf sich luden,
Den Tora-Text, nach Davids Tod



Zu verschlüsseln mittels Code.
Drei Jahre mich’s in Anspruch nahm.
Als endlich ich dahinter kam
Wurde mir sofort bewusst,
Dass ich das auch so machen musst.
Doch dann ging alles viel zu schnell.
Noch am Kreuze dacht‘ ich dran.
Dann erlosch mein Lebensquell.
Johannes hat’s für mich getan.
Ich weiß, für ihn war es sehr schwer
So zu verschlüsseln meine Lehr
Dass nicht ein jeder dem es frommt,
Beim Lesen gleich dahinter kommt,
Was wir versprechen alle Drei
Der Geist, Papa und ich sein Sohn,
Und wie man selig wird dabei.
Wie Vater die Seinen damals schon
Hat an der Nas‘ herumgeführt
Es auch mir nun hier gebührt.
Damit nicht jeder gleich versteht
Um was es uns grundsätzlich geht,
So hat er spitzbübisch gelacht
Hat er es kompliziert gemacht.
Was Johann im Neuen Testament
Großartig Offenbarung nennt,
Ist das Gegenteil im Buch.
Schon mancher machte den Versuch
Und hat sich ganz fest vorgenommen
Hinter all die Tricks zu kommen
Welche mit meiner Lehr vertraut,
Er geheimnisvoll hat eingebaut.
Geschafft hat es bis jetzt nur einer.
Aristoquakes fand die Spur
In einer Homerus-Handschrift; Die
Nennt sich Batrachomyomachie.
Im Verse siebenundsiebzig fand
Er die Lösung. Was dort stand
Kennt niemand bisher, außer mir.
Weil ich hier oben nun regier‘
Will ich euch nicht vorenthalten
Was in der jahrtausendalten
Schrift im Originale stand
Bevor in Rom der Papst sie fand.
Das alte Werk in vielen Teilen
Beinhaltete Schlüsselzeilen
Die, so war es damals Mode,
In Eins Strich Sieben- Schlüsselcode
Den Querverweis zur Bibel gaben.
Der Klerus und die Päpste haben
Das Schlüsselwerk gar raffiniert
Für ihren Zweck manipuliert.
Weil vom Code nichts übrig blieb
Nimmt man mit dem Rest vorlieb
Und preist es an als Fabel.
Fürwahr es liest sich amüsabel.
Doch wahrlich hört, ich sage euch.
Wie bereits im Pentateuch,
Das Wort, das Jahwe sprach von oben,
Wurde mit Phantasie verwoben,
So hat die Hure Babylon
Auf dem Siebenhügel-Thron,
Auch das Schlüsselwerk frisiert
Und manche Lüg‘ kanonisiert.
So manches apokryphe Wort
Lebt heute in der Bibel fort.
Obwohl es dort nicht hingehört
Sich heute keiner mehr dran stört
Denn, ich sagte es ja schon:
Es wurd inzwischen zum Kanon.
Und andrerseits hat beim Verfassen
Der Bibel man das weggelassen
Was in Rom von meiner Lehr
Man haben wollte dort nicht mehr“!
So sprach der neue auf dem Thron
Zum alten Zeus und seinem Sohn
Und machte seine Lehre kund
Auch allen anderen im Rund.
Und weiter dann, in alle Ruh
Fügte erklärend er hinzu:
"Ein Wort noch schnell zum Sieben-Code.
Johannes kannte die Methode!
Er wusst‘, dass mir die Siebenzahl
Heilig ist. Transzendental
Brachte, was er auf Patmos sah
Dem Papst im Sieben-Code nah.
In diesem Codus aufgeschrieben
Ist zwar erhalten es geblieben
Wofür Johannes der Prophet
Noch heut mit seinem Namen steht.
Doch haben spätere Autoren,
So sagen heut die Professoren,
Wie Uwe Topper uns berichtet,
Noch mancherlei hinzugedichtet.
Das ist fürwahr bedauernswert
Weil das Entschlüsseln es erschwert
Von dem was dereinst ebenda
Johannes aufschrieb wie er‘s sah.
Doch "Gott" sei Dank, das meiste blieb
Erhalten wie’s Johannes schrieb.
Ein zweiter Verfasser fügte dann
Den Gruß an die Gemeinden an.
An sieben Städte wandte der
Sich zu verkünden meine Lehr.
Er hat die Briefe so geschickt
An die Gemeinden einst verschickt
Dass auch die Hure Babylon
Wind bekam von der Vision
Die ihr Knecht beschrieben hatte.
Dort, nach längerer Debatte
Zu vermeiden den Tumult
Ward das Werk so manipuliert
Dass es dem neuen Kaiserkult
Nicht schaden konnt‘. Kanonisiert
Wurde es dann von all den Frommen
In die Bibel aufgenommen.
Aristoquakes, ihm gebührt mein Dank,
Fand heraus, dass da `was stank.
Er las bei einem Mann vom Fach,
Bei Josafat-Ben-Ezra nach.
Und hat weiterrecherchiert
Bis bei Topper er fundiert
Den Sieben-Code von dessen Hand



Im „Letzten Buch“ erläutert fand".
----
Was er dort gefunden hat
Steht auf einem andern Blatt
Über dessen Inhalt wir
Das nächste Mal berichten hier.

wird fortgesetzt

Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.