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Donnerstag, 12. Januar 2012


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 8 – 86
Rundgang durchs Bordell (5)


Die Zeichnungen zu diesem Teil des Machwerks
hat der Autor den Illustrationen aus Tomi Ungerers
„Kamasutra der Frösche“
nachempfunden



or
der Tür der Maus-Filou

Hat beinah sich `nen Wolf geschaut.
Was er sah war kaum zu glauben.
„Mein Gott“ dacht‘ er „ist die versaut“
Was sich die Kröten heut erlauben
Gab es nicht zu meiner Zeit.
Herrjeh macht die die Beine breit“.
Er sah noch ziemlich lange zu.
„Ich mach kein X euch vor fürs U“
Hat zu den Freiern sie gequakt.
Die Aussicht welche sie devot
Im Bordell den Freiern bot
Hat auch dem Mauser sehr behagt.
Obwohl der Puff-Chef war in Eile
Blieb er noch `ne ganze Weile
Er konnte sich einfach nicht entfernen.
Schließlich musste er alles lernen
Was in seinem Haus geschah.
Das ging am besten wenn es sah
Wie in den Zimmern seine Damen
Für ihn und Krät‘ das Geld einnahmen.
Just als er nun an Kräte dachte
Er auf den Weg zu ihr sich machte.
Er hatte viel ihr zu erzählen.
Doch vorher wollt er sie beschälen,
Ihr all das zeigen ohne Bluff
Was er gelernt hatte im Puff
In der lauen Sommernacht
Die er hatte dort verbracht.
Doch es sollte anders kommen
Als er es sich vorgenommen.
Vor Zimmer dreizehn blieb er stehen
Um nach dem Rechten schnell zu sehen.
Drinnen sah er einen Frosch
Mit unsäglich breiter Gosch.
Der traurig in einer Ecke saß.
Sei Phallus hatte Übermaß.
Doch das verfluchte grüne Ding
Funktionierte nicht, es hing
Statt zu steh’n nur nutzlos rum.
“Ne Kröte kümmerte sich drum.
Sie küsste es und gab sich Mühe.
Auf dass es nochmal neu erglühe
Tat sie alles, keine Frage
Zu verbessern seine Lage.
Und siehe da, es ist gelungen.
„Er steht dir“ rief sie pufferfahren
Besser noch wie einem jungen
Hüpfer in den besten Jahren.
Ach lieber Pausback, diese Nacht
Die du bei mir hast zugebracht
Werd‘ ich mein Lebtag nicht vergessen.
Du kannst sicher nicht ermessen
Was Dein Besuch hier im Bordell
Bedeutet hat mir sexuell.



Dass du elfmal mit mir verkehrt
Hast in den letzten Stunden
Hat Spaß gemacht und mich geehrt.
Ich bleib auf ewig dir verbunden“!
Maus Springer sah nur ihren Rücken.
„Ich werde dich nochmal beglücken“
Hörte er den König quaken
„Dann ist mein Tagessoll
Und auch das Dutzend voll“.
Er saß auf einem roten Laken
Und als des Glückes Unterpfand
Des Herrschers Phallus aufrecht stand
Als wollte er nach kurzem Schnobern
Im Puff die ganze Welt erobern.
Die Krone und das Zepter lagen
Auf der Decke neben ihm.
Springer hörte den König sagen:
„Ich war gern mit dir intim“.
Dann sprach er weiter: „Komm doch her
Und lass es Dir am frühen Morgen
Von mir ganz kurz nochmal besorgen.
Sie setzte sich nicht erst zur Wehr
Sondern ließ was er wollte geschehen.
Springer konnt‘, was er tat sehen.
„Das Zepter sollst ab heut du führen“
Sprach Pausback „komm und lass dich küren
Zur schärfsten Krott in meinem Land.
Er nahm `nen Rohrkolben zur Hand
Und schob ihn sacht, es war nicht schwer,



In sie hinein von oben her.
Sie hat ganz leis nur protestiert
Denn er sprach weiter routiniert:
„Was du verdienst das sollst du haben.
Ein paar kleine Liebesgaben
Erhalten die Freundschaft; Doch nun pass auf“!
So warnte er und drehte stumm
Die Nutte vor sich langsam um.
Dann nahm die Sache ihren Lauf.
Springer saß vorm Schlüsselloch
Indessen draußen immer noch.
Als Pausback drinnen sagte „Hier
Hast du ihn, nun nimm ihn dir“.



Die Kröte hat gar geil gelacht
Und was er sagte gleich gemacht.
„Verflucht noch mal und zugenäht“
Schimpfte der Mauser draußen laut.
„Um Gottes Willen Majestät
Kräte Kratsch ist meine Braut.
Lass sie los du grünes Schwein“
Fluchte er. Dann trat er ein.
Ohne Kräte zu begrüßen
Schrie er: „Das werdet ihr mir büßen“!
Und an den König gewandt sprach er:
„Dich und dein verdammtes Heer
Wird unsere Armee besiegen.
Du wirst, was du verdient hast kriegen.
Zur Hölle mit dir du Lumpenhund“!
Derart beschimpft, aus gutem Grund
Hat König Pausback zugeschlagen.
Mit aller Wucht und allem Groll
Traf er den Spanner und zwar voll.
Der hörte den andern sterbend fragen:
„Was wollte denn der Mauser hier?
Kräte Kratsch ich rate dir
Lass dich nicht mit Mäusen ein.
Es könnt‘ für dich das Ende sein
Und für die Damen im Bordell.
Denk stets daran, das rat ich Dir,
Dass ich den Laden sponser‘ hier.
Ohne mein Wohlwollen und mein Moos
Wäret ihr alle arbeitslos“.
Um Springer wurde es nochmal hell.
„Dreizehn ist meine Unglückszahl“
Dacht er, sein Gesicht war fahl
Und „schade um das Freudenhaus“!
Dann hauchte er die Seele aus.
Um ihn wurd’s finster; als er starb
Pausback um seine Witwe warb.
Die erwies dem Toten Ehr
Und dacht beim Sexualverkehr,
Als Pausback es mit ihr grad trieb,
„Springer ach, ich hab dich lieb.
Warum musst du von mir gehen.
Ich weiß ich werd‘ Dich wiedersehen.
Dann kam es ihr. Ihre Kloake
Zuckte vor Lust und Übermut.
Auch Pausback ritt nun zur Attacke
Und stöhnte „Ach wie tut das gut“.
Danach zog trunken er vor Glück
Aus dem Puff sich schnell zurück
Ohne ihr Lebewohl zu sagen
Denn es war noch immer Krieg
Und er hatte für den Sieg
Eine weit’re Schlacht zu schlagen.
Draußen wurde es schon hell.
Da nahmen von Springer im Bordell
Die Nutten Abschied. Ach herrjeh
Was tat das Scheiden ihnen weh.
Alle waren sie gekommen
Aus ihren Zimmern auf den Flur.
Sie saßen auf dem Sarg beklommen



Und dachten all das Eine nur.
Schade um die schöne Maus.
Ihr Schwänzchen hing zum Sarg heraus.
Es ließ sich nicht mehr regen.
„Du warst für uns ein Segen“
Hielt Kräte Kratsch die Trauerrede,
„Und mir auch ein guter Gatte.
Du wolltest mir beisteh’n stante pede
Als Pausback diese feige Ratte,
Mir in seinem Liebeswahn,
Zwölfmal Gewalt hat angetan“.
„Ach Springer“ hat sie losgeflennt,
„Du warst so gut und so patent.
Nie wieder werde ich im Leben
Solch einen mutigen Epheben
Wie dich in meine Arme schließen.
Dein Andenken sei uns gepriesen.
Wir werden niemals dich vergessen.
Lang haben trauernd sie gesessen;
Bis acht Uhr etwa. Länger nicht.
„Gleich beginnt die nächste Schicht“
Rief Kräte nach einem Blick zur Uhr
Geschäftstüchtig über den Flur.
Während sich erfrischten nun die Damen
Bereits die nächsten Freier kamen.



Nun waren die Versehrten dran.
„Die ersten rollen schon heran“
Schrie Schorraporch durch das Bordell
Während sie nach draußen sah.
„Wascht euch, kämmt euch, macht schon, schnell“!
„Die ersten beiden sind schon da“
Ergänzte Kräte Kratsch geschwind
„Beeilt euch, dass wir fertig sind
Um die Krüppel zu bedienen“.
„Ich bitt euch“ sprach sie „macht es ihnen
Wenn ihr mit ihnen gleich verkehrt,
So als wären sie unversehrt“.
Die Damen grinsten nur verlegen.
Dann gingen den Kriegern sie entgegen.
Im ersten Rollstuhl, ohne Beine



Saß Hübbert. Er wollte nur das Eine.
Höppeparr im zweiten Stuhl
Grinste: „In euerm Sündenpfuhl
Erbitt‘ für die Verkrüppelung
Die mir die Mäuse in der Schlacht
Haben gestern beigebracht
Ich entsprechende Entschädigung“.
Was Hüppert und was Höppeparr
Erhofften wollt auch Quakequarr
Der im Kriege beide Beine
Verloren hatte. Daheim die Seine
Wollte nichts mehr von ihm wissen.
Die Damen, nicht grad hingerissen
Von all den grünen Kriegsversehrten
Die von der Front nach Hause kehrten
Um im Puff Station zu machen,
Hatten diesmal nichts zu lachen.
Von allen Seiten kamen sie
Geschlagen, hinkend aus dem Sumpfe.
Amputiert über dem Knie,
Noch blutend aus dem Stumpfe,
Gestützt auf wackelige Krücken,
Halb verhungert, ohne Mücken
Folgte Pogatsch Quakequarre
Der auf der selbst gebauten Karre,
Weil auch er ins Puff noch wollte,



Sich mit den Händen vorwärts rollte.
Und hinter jenen schlossen dann
Sich die anderen alle an.
Zu Hunderten, in langer Reih
Kamen sie nun aus der Schlacht
Um im Bordelle die Arznei
Zu empfangen welche schmerzfrei macht.
Kräte Kratsch sprach zu den Ihren.
„Es ist Ehrensach für unsern Stand,
Dass wir niemand hier brüskieren.
Wir tun es für das Vaterland.
Also meine Damen , rasch
Auf die Zimmer. Nicht so lasch“
Rief sie Quarütsche hinterher.
„Ich wünsche viel Spaß dir beim Verkehr“.
-----
Was in der Frühschicht sich sodann
Hat in Krätes Puff getan,
Zwischen Freiern und dem Personal
Berichten wir das nächste Mal.

wird fortgesetzt

Dienstag, 3. Januar 2012


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 8 – 82
Rundgang durchs Bordell (1)


ach
dieser Red‘ der neue Boss
Zu einem Rundgang sich entschloss.
Es war schon weit nach Mitternacht.
Manch Krieger draußen von der Schlacht
Hatte Urlaub sich genommen
Um ins Etablissement zu kommen
Das Kräte Kratsch am Teich betrieb.
Springer, der nirgends lange blieb
Begann im rosaroten Zimmer.
Dort saßen Hötsch, Krud und Utz noch immer



Und warteten seit Stunden
Auf ihre ersten Kunden.
„Was ist denn los“? fragte die Damen
Er weil die Freier noch nicht kamen.
Die kleine Hötsch druckste herum:
„Ich mache hier mein Praktikum“
Und Utz, von ihm aus rechts gesehen,.
Gab ihm errötend zu verstehen:
Dass sie ihre Tage hatte
Und es nicht ging mit all der Watte.
Die kleine Hötsch fuhr flüsternd fort:
„Ich bin ganz neu erst hier an Bord,
Ich möchte mich nicht blamieren,
Die Sache gründlich erst studieren.
Ich begleite Madam Krud.
Was sie dann gar ehrenwert
Heut mit dem ersten Freier tut,
Werde ich genau betrachten
Und auf die Einzelheiten achten;
Dann mach ich später nichts verkehrt
Und kann den Kunden viel Genuss
Schenken hier beim Koitus“!
„Ja, ja ich lern die Kleine an“
Mischte die alte Krud sich ein:
„Sie hat so was noch nie getan
Und ist `ne Jungfer noch und rein“.
Was hat der Mauser da gestaunt.
„Mein Kind“ sprach er drauf gut gelaunt;
„Komm mit mir nach nebenan“!



Dort hat er ihr dann ganz spontan,
Von ihrem Einwand unbeirrt,
Gezeigt wie man zum Weibe wird.
Nachdem er Hötsch es beigebracht
Und das Krötchen hat zur Krott gemacht,
Setzte nach kurzem Abschiedswort,
Springer seinen Rundgang fort.
Der Puffbetrieb war angelaufen.
Um vom Krieg sich zu verschnaufen
Drängte es die Frontsoldaten
Ins Bordell. Den adäquaten
Damen hier den Hof zu machen.
Der Mauser konnt‘ die mannigfachen
Techniken der grünen Recken,
Ohne sich groß zu verstecken,
Durch die Schlüssellöcher sehen.
Hüx Krottejeckel trieb‘s im Stehen,
Bedacht nur auf den Eigennutz,
Mit der jungen Huppeltuz.
Er fummelte nicht lang herum.
„Bück dich nach vorne, mach dich krumm“,
Befahl er ihr um seinem straffen
Den Weg zum Ziele zu verschaffen.



Es ging ruckzuck und ganz leger,
Wie’s üblich ist beim Militär.
Die alte Lorkatsch nebenan
War da schon etwas besser dran.
Der geile Lüstling Höppequatsch
Aus dem Hause Hoppekratsch,
Einer Adelsfamilie aus Drove/Düren,
Ließ sich gern von ihm verführen
Und schenkte ganz in ihrem Sinn,
Reichlich ihr an Lustgewinn.
Nachdem er ihr den Leib gefaltet



Hat er es ihr so schön gestaltet,
Dass sie vor lauter Glück laut schrie.
Er drückte nach mit seinem Knie
Und zog an ihren grünen Beinen.
„So tief mit dir mich zu vereinen
Macht Spaß, das hätt‘ ich nie gedacht“
Grinste er: Sie hat gelacht
Und stöhnte: „Um mich zu beglücken
Kannst du ruhig noch tiefer drücken“:
Das tat er: Als er später ging
Schmerzte sie ihr grünes Ding
So sehr, dass danach sie zwei Stunden,
Hat ihren heißen Schoß geschont
Um ihn wieder abzukühlen.
Das mussten dann die nächsten Kunden,
Im wahrsten Sinn des Wortes „fühlen“.
Sie wurden bedient nicht wie gewohnt.
Madam musste sich dazu bequemen
Die folgenden Freier so zu nehmen,
Wie Monica auf Clintons Rat



Es im Weißen Hause tat.
Hoak und Tatschger hat geschickt
Sie auf diese Art erquickt
Und auch einen andern noch
Bediente sie schmatzend sie ganz leise
Auf diese, ihm angenehme Weise.
Springer konnt‘ durch’s Schlüsselloch
Dessen Gesicht nicht recht erkennen.
Doch was er vor sich ziemlich nah,
In voller Größe stehen sah,
War riesig und er musst‘ bekennen,
Dass bisher nie ein solches Trumm
Er hatt‘ gesehen. Sein Eigentum
Nahm der neue Chef im Haus,
Dabei im Eigenstolze aus.
Die Maus hatte genug geseh’n
Und freute sich im Weitergeh’n
Bereits auf nächste Gästezimmer.
Was sie sah im Lampenschimmer
Hat die Sprache ihr verschlagen.
Wie konnte Kullehüksch es wagen.
Die grüne, fette, dreiste Schlampe
Lag auf ihrer feisten Wampe
Und reckte dem Freier gar verwegen
Was dieser gerne sah, entgegen.
Bevor der ins Eingemachte ging
Besah der geile Bock das Ding
Von allen Seiten sich genau.
Poggegrätschge seine Frau,
Der er so sehr war zugeneigt,
Hatt‘ ihm zu Haus das nie gezeigt.
Jetzt wo Gelegenheit war mal dazu
Besah er sich in aller Ruh
Was sie gar freundlich und devot
Ihm kostenlos zur Ansicht bot.
Springer dachte‘ vorm Schlüsselloch
Indessen nur das Eine noch:
„Nun fang schon an und zeig es ihr.
Du bist doch nicht zum Spannen hier“.
Da erkannte er den Frosch.
Er hatte dessen breite Gosch,
Das musste er sich eingestehen,
Schon irgendwann einmal gesehen.
Er traute seinen Augen nicht.
Hinter ihr der grüne Wicht
War zweifelsfrei der General
Morks von Morksen der ihm einmal
In Pausbacks Schloss ward als ein Held
Und kluger Führer vorgestellt.
„Schau mal an“ dacht der Voyeur
Vor der Tür; „der Kommandeur
Lässt sich erst mal alles zeigen
Um nachher bei ihr einzusteigen.
„Schau mal an, der Herr Off’zier
Geilt sich auf erst mal auf an ihr
Indem er sich das Stücken Haut
Vor sich ganz genau beschaut.
Weil zu Haus von seiner Alten
Er die runzeligen Falten
Welche die ihr Eigen nennt,
Von ihrem Antlitz her nur kennt
Bereitet es ihm Lust zu sehen
Wie Poggegrätsch die Ihren stehen“.
So dachte Springer vor der Türe
Wartend auf die Ouvertüre.
Er wünschte sich nur das eine noch
Draußen vor dem Schlüsselloch;
Das endlich bald in seinem Sinne
Die Hauptsache drinnen nun beginne.
Was er nicht sah war die Fliege



Die dem General im Kriege
Wichtiger war als der ganze Sex.
Was der dann machte im Reflex
Im Zimmer drin der geile Frosch
Sah Springer nicht: Das Licht erlosch
Als hätt‘ es jemand ausgemacht.
„Schiet“ hat die Maus bei sich gedacht
„Die haben mich ganz schön verunkt“.
Drinnen kam’s zum Höhepunkt!
Morks von Morksen mit der Zunge
Mit lang geübtem Zungen-Schwunge
Traf nicht nur die Fliege. „Ja im Dunkeln“
Dachte Springer „ist gut Munkeln“!
Dann schlich er weiter: Nebenan
Hat Geks mit Kullhüx es getan.
Unter des Königvaters Bild
Besorgte er es ihr im Steh’n.
„Nicht doch Geks“ nicht gar so wild“
Hörte er drinnen Kullhüx fleh’n.
„Donnerwetter“ dachte Springer:
Was der grüne Meister-Ringer
Drinnen neben der Binsenvase



Trieb mit ihr zu seinem Spaße,
War Sex der allerfeinsten Güte.
Wie er sich um sie bemühte
Und ihr, die sich den Leib verrenkte,
Alles was er hatte, schenkte;
Wie Geks mit Kullhüx hat verkehrt,
Was selbst für Springer sehenswert.
Lange hat er zugeschaut.
Erst als der Trieb war abgeflaut
Und glücklich über alle Maßen,
Sie keuchend auf dem Boden saßen,
Als nichts mehr es zu sehen gab,
Wandte er diskret sich ab.
Doch ein kleines Stückchen nur.
Die nächste Türe auf dem Flur
War die zu Gräfin Hüppekrötsch.
Bei ihr lag Hüppäpp Huppelfrätsch.
Vier Stunden war er schon bei ihr.
„Nun muss ich geh’n, nun reicht es mir“



Hörte ihn Springer draußen sagen,
Und auch den Nachsatz hörte er,
„Ich hab noch eine Schlacht zu schlagen“!
Die Gräfin störte das gar sehr
Denn sie war noch nicht am Ziel
Und weil ihr dieses sehr missfiel
Zog Hüppäpp sie ins Bett zurück.
Da gab er ihr das gute Stück
Noch einmal kurz, dann schlief er ein.
Nebenan das Töchterlein
Der Gräfin, sie hieß Hübbetritsche
Und war wie die Mama `ne Pritsche,
Amüsierte sich mit Hötschera
Was Springer draußen gerne sah.
Der Junge ging wie Blücher ran
So dass der Freier nebenan
In seinem Schlafe ward gestört.
Er stürmte durch die Zwischentür
Und schrie: „Das ist ja unerhört



Was ihr hier mitten in der Nacht
Für einen Krach im Bette macht“!
Hüppetritsche mit Gespür
Für die peinliche Situation
Sprach zu ihm in Diskretion:
„Ach komm doch her du fescher Freier
Dann machen wir `nen flotten Dreier“.
Da ist Huppelfrätsch geblieben.
Wie sie zu dritt es weitertrieben
Sah Springer durch das Schlüsselloch.



Er blieb ein paar Minuten noch
Und sah sich das Treiben drinnen an.
Die beiden Freier simultan
Haben Hüppeltritsch bedient
Welcher es der ganz offenbar
Auf diese Art am Liebsten war.
Der Mauser hat verschmitzt gegrient:
„Ach wie gern wär ich dabei
Dort drinnen bei der Sauerei“
So plagten ihn seine Gedanken.
Doch er kannte seine Schranken.
Als Bordell-Chef durfte er
Nicht teilhaben an dem Verkehr
Der sich in seinem eig‘nen Haus
Abspielte nachts in Saus und Braus.
„Kräte Kratsch sein Eheweib“,
So war er kurz am Grübeln
„Würde solchen Zeitvertreib
Ihm sicherlich verübeln“.
„Was passieren könnte wenn“
So grübelte er weiter.
„Ach was, ich bin ein Gentlemen
Und als Front-Bordell-Chef/Einsatzleiter
Um den Laden hier zu schmeißen
Muss ich mich am Riemen reißen“!
So dacht‘ er als er weiterkroch
Nach links zum nächsten Schlüsselloch.
------
Was Springer nach seiner Grübelei
Auf Kontrollgang ebenda
Im Zimmer Nummer sieben sah,
War wirklich eine Sauerei.
Ich muss in meinen Puff-Geschichten
Auch darüber Euch hier berichten,
Weil Homer uns das verschwieg.
Doch auch das gehört zum Krieg!

wird fortgesetzt


Freitag, 13. Januar 2012

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 8 – 87

Die Kriegsversehrten im Bordell (6)

Die Zeichnungen zu diesem Teil des Machwerks
hat der Autor den Illustrationen aus Tomi Ungerers
„Kamasutra der Frösche“
nachempfunden




nd
dann ging es wieder los.

„Ach was ist das hier famos“
Grinste der alte Quqakegarre
Und hüpfte gar erwartungsfroh
Mangels Beinen auf dem Po
Sexbesessen auf seiner Karre.
Mit viel Gefühl und mit Humor
Nahm ihn Höppelkrotsch‘ sich vor.



Dass er keine Beine hatte
Störte die dreiste nimmersatte
Kröte nicht. Im Gegenteil;
Auf solche Krieger war sie geil
Denn die konnten beim Cunnilingus
Nicht treten nach ihr mit dem Fuß.
Und auch beim Oralverkehr
Kam ihr kein Froschbein in die Quer‘.
Die Nutte dachte beim L’amour
An ihre eignen Lüste nur,
Und die konnte gut der Kleine
Befriedigen auch ohne Beine.
Quakegarre im Übermut
Dachte: „Oh das geht noch gut“
Und dann ließ er sich verwöhnen.
Zur gleichen Zeit war nebenan
Der einbeinige Pogatsch dran.



„Das hätt ich vorher nicht gedacht“
Quakte Murrerhucksch intim,
Ohne den Freier zu verhöhnen,
Anerkennend grad zu ihm
Als er von hinten ganz privat,
Mit Lüsternheit und Sexbegehr,
Zwecks dem Rektal-Froschverkehr
Ihr auf einem Beine nähertrat.
Auch im Zimmer gegenüber
Wunderte Pagütsch sich drüber
Was trotz der Krankheits-Anamnese



Quatschke bot ihr per Prothese.
In den Zimmern vier bis sieben
Es die Amputierten trieben.
Ach was war das eine Lust.
Vergessen war der ganze Frust
Den sie alle in der Schlacht
Im Felde hatten durchgemacht.
Im Zimmer acht ging‘s ruhiger zu.
Dort hatte Pukrat ein Rendezvous
Mit Protz welchem am Unterleib
Fehlte worauf das geile Weib
Aus beruflicher Passion
Wartete gar lüstern schon.
Sie hat die Schenkel weit gespreizt
Und den armen Frosch so lang gereizt
Bis dem vor Lust und vor Verlangen
Die Augen aus den Höhlen sprangen.



Erblindet saß der Kavalier
Zum ersten Mal im Freudenhaus,
Untätig ratlos lang vor ihr
Und wusste nicht recht ein noch aus.
Die brave Nutte wusste Rat
Sie schloss ihn an den Strom schnell an
Wie Galvani es einstmals tat.



Worauf er gleich damit begann
All die wilden geilen Sachen
Die sie sich wünschte, ihr zu machen.
Protz dacht bei sich: „Wie schön, dass ich
So schön kann hier vergnügen mich.



Was als Invalide ich noch bring
Ist ein Glück“. Doch das verging.
Die Sicherung brannte plötzlich durch.
Da war es aus mit Protz dem Lurch.
Er starb im Puff am frühen Morgen.
Den Rest musst‘ Pukrat selbst besorgen.
Im Zimmer nebenan die Lage
War noch schlimmer. Auf einer Trage
Gab sich zum Geschlechtsverkehr
Feldmarschall von Quatsch die Ehr.
Das Schlimme an der Sache war,
Dass in der Schlacht er offenbar,
Hatte seinen Kopf verloren
Und damit auch die Übersicht.
Im morgendlichen Dämmerlicht
Hatte Höppekrat er im Puff
Zum Beischlafe sich auserkoren.



„Es ist mir klar, es war der Suff“
Dachte die, weil sie ihn kannte.
„Der dumme Kerl der arrogante,
Das hat er von der Sauferei.
Nun ist’s für immer wohl vorbei“!
Der Feldmarschall war oft im Leben
Mit seinen tapferen Epheben
Ins Bordell zu ihr gekommen.
Gar oft hatt‘ er sich vorgenommen
Das Saufen endlich nachzulassen.
Sie konnte es so recht nicht fassen
Dass er, der oft hat einst um sie geworben
So plötzlich ist im Krieg verstorben.
Drum machte sie sich auf den Weg
In die Krötenbibliothek
Um sofort zu recherchieren
Wie man Tote stimulieren
Muss damit ihr letzter Wille
Vollziehbar wird in aller Stille.
Dort schlug sie gleich bei Rothschuh nach.
Der war ein Mann dereinst vom Fach
Und hatte in der Laudatio Ranae
In einem gründlichen Essay
Die schwierige Frage einst behandelt
Wie man Tote zu Lebenden verwandelt.
(Karl E. Rothschuh: „Laudatio ranae exploratae“ Münster 1981)
Von Boyle, Pascal und Basarow,
Humboldt, Stuart, Setchenow,
Nollet, Bernard, Spallanzani,
Über Unzer, Cyon, Whytt und Ritter,
Liebig, Ludwig, Harvey, Bidder,
Helmholtz, Haller, Galvani,
Rösel, da Vinci, Caldani,
Stannius, Colombo, Örtemann,
Bois, Bohn und Engelmann
Bis zu Zimmermann und Pflüger.
Von Blatt zu Blatt wurde sie klüger.
Zum Schluss las nochmals sie exakt
Aus all den Werken den Extrakt
Im zusammenfassende Essay
Der „Laudatio Ranae“.
Da wurde ihr die Sache klar.
Nun wusst‘ sie was zu machen war.
Sie ging zurück zum Feldmarschall.
Der lag im grünen Overall
Auf der Bahre ohne Kopf.
Sie kitzelte den armen Tropf
Vorsichtig an seinen Zehen.



Tatsächlich, es ist so geschehen
Wie gedruckt auf manchem Blatte
Sie es just gelesen hatte.
Er fing sofort zu hüpfen an
Und so trieb sie’s mit ihm dann
Bis sie `nen Orgasmus hatte.
Am Ende lag er auf der Matte
Vor ihrem Bette ganz marode.
Doch nach der beschriebenen Methode
Ließ sich das noch öfter machen.
Ohn‘ mit ihm sich zu verkrachen
Hat sie von Quatsch dem toten
Feldmarschalle das geboten
Was lebend, wenn ins Puff er kam
Er selbst sich allzu gerne nahm.
„Sic transit gloria mundi“ sprach
Sie jedes Mal zu ihm danach
Bevor den toten Philanthrop
Sie unter die Matratze schob.
Noch heute dient er im Bordell.
Er ist der reinste Freudenquell
Wenn die Nutten nachts verstohlen
Ihn aus dem Verstecke holen
Und sich um den Leichnam streiten.
Dann ist es wie in jenen Zeiten
Als Kräte und Springer noch ein Paar
Und der Feldmarschall lebendig war.
-------
Wie das Ganze weitergeht
In der nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt


Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.