Montag, 9. November 2015

Bei Hofe


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 40 - 27
Bei Hofe

eil 


es sich gerade bot
Und die Flotte mit ihrem letzten Boot,
Samt der Besatzung unversehrt
Vom Einsatz war zurückgekehrt,
 Hat sich der Admiral ein Herz genommen
Und ist ins Parlament gekommen,
Um von der Flüchtlings-Rettungsfahrt,
Den abgeordneten Fröschen zu berichten.

Quakiral von  Höpper Spee Larosch,
So hieß der heldenhafte Frosch,
Wusste mancherlei Geschichten
Von der gar heiklen Einsatzfahrt
Im hohen Hause vorzutragen.
Nichts hat er dabei ausgespart.

  
Als erstes hörte man ihn sagen:

"Ich, meine Besatzung und mein Quakitän,
Ich erlaub mir, dass ich es zuerst erwähn,
Haben auf hoher See im Rahmen,
Des Seeeinsatzes mit dem Namen
Der wie mein Schiff sich nennt, Sophie,
Ganz ohne jede Haverie,
 Draußen auf dem wilden Meer,
Wo ich just grad komme her,
Fünftausend Mäuse aus den Wogen,
Zu uns auf unser Schiff gezogen.
Um sie vorm sichern Tod zu retten!"



"Wenn wir nicht getan es hätten",
So fuhr er dann, mit Stolz im Wort
Mit einer Lobeshymne fort,
Wie nur ein Frosch von der Marine
Sie vortragen kann mit ernster Mine,
"Wären sie in ihrem Hoffen
Auf Rettung allesamt ersoffen!"

"Doch Teichhilde wusste Rat
Sie hat erstritten das Mandat,
Welches den Einsatz möglich machte
Der unsrer Flotte Ruhm und Ehre brachte!"


Dann rief er den namentlich noch nicht genannten
Hochadeligen Marinekreuzerkommandanten,
Zu sich nach vorn ans Rednerpult
Und stellte ihn ganz ohn' Insult,
Als Hops von Hopp und Höppe vor."

Der war sofort aufgesprungen
 Und brachte seinen drahtig jungen
Schiffsarzt sogleich mit nach oben.
Um jenen, mit unterschwelligem Humor
Vorzustellen und zu loben.

"Das ist der erste Stabsarzt unsrer Flotte",
So fuhr er fort mit stolzer Mine,
"Der auf einen königlichem Potte,
Von Pausbacks stolzer Kriegsmarine
Als Geburtshelfer sich einen Nahmen
Gemacht hat im Seenot-Rettungsrahmen."

"Der Doktor heißt Pogwatsch von der Hippe
Und ist, wie ich, von adeliger Sippe."

"Dem Kind, als es an Bord geschah,
Das, weil den Stabsarzt es als ersten sah,
Gar ängstlich und herzzerreißend schrie,
Als es just begann zu leben,
Hat den Schiffsnamen Sophie
Die dankbare Mama gegeben."

***

Und dann, im Saal war alles Ohr,
Trug er vom Einsatz weiter vor:

"Ich denk, es ist nicht übertrieben,
Wenn ich für mich und alle sage,
Die mit an Bord in See grad waren,
Ohne einen auszusparen,
Und das steht sicher außer Frage,
Wir haben Marinegeschichte all geschrieben!"

Nach diesem Vorwort fügte dann
Die Details gekonnt er an:

"Morgens um drei, da ging es los,
In einem Mäusemutterschoß,
Setzten plötzlich ein die Wehen.
Und weil es war das erste Mal
War all das hoch emotional.
Doch mein medizinisches Team an Bord
War fix, wie sich's gehört, vor Ort.
Um vier Uhr war es schon geschehen!"

"Ansonsten war's 'ne ruhige Fahrt.
Weitere Geburten blieben uns erspart!"

"Die Gazetten all im Lande",
So fügte er spontan
Seiner Berichterstattung an,
"Sind voll des Lobes bis zum Rande.
Doch wie das Ganze weitergeht,
Wohl noch in den Sternen steht!"

"Ach ja", das bleibt noch nachzutragen
Und als Allerwichtigstes zu sagen,
Aber ich denk, ihr habt es schon gelesen,
Oder im Bilde gar gesehen.
So wie es gestern ist gewesen."

"Ja, wahrlich, in der Tat
Auch das ist noch geschehen!
Einer meiner Froschoffiziere hat,
Weil es ihm schien als angebracht,
Ganz ohne dass ihn die drum bat,
So stand es gestern hier im Blatt,
Lisa einen Heiratsantrag gemacht.
Ich hoffe es war kein Versehen!"


***

Doch wie bei Hof es weitergeht
In der nächsten Folge steht

wird fortgesetzt












Sonntag, 8. November 2015

Bei Hofe




Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 40 - 26
Bei Hofe

ach 

dem Polizeichef dann
War der Geheimdienstleiter dran.

Frisch und frei und furios
Mit einer Brille vorm Gesicht,
Begann er: "Meine Sorgen sind sehr groß!"


"Ihr wisst ja alle wie es steht!"
Es klang nicht grad nach Zuversicht,

"Wenn das noch lang so weitergeht
Wie in den letzten Tagen,
Das muss ich euch nicht sagen,"

So erklärte er gar bange,

"Sind wir an End der Fahnenstange
In Sachen mit all den Andersfrommen
Mäusen welche bei uns Zuflucht suchen,
Das ist ganz sicher, angekommen!"

"Die Reisenden so umzubuchen,
Dass auch die Nachbarn sich bequemen,
Ein paar Millionen aufzunehmen,
Hat Teichhilde bislang nicht geschafft.

Im Gegenteil, die Nachbarschaft,
Durch das selbstherrliche Verhalten,
Von ihr gar arg verdrossen,
Hält die Türen fest verschlossen."


"Dass an Teichhildes forschem Wesen,
Das ganze Froschvolk soll genesen,
Glaubt, das ist daraus die Lehr,
Im ganzen Land ihr keiner mehr.
Ein friedliches Zusammenleben
Wird mit den Mäusen es nicht geben!"

So sprach der Frosch vom Fache.

"In der Nachrichten-Spionage-Sache,
Ist die derzeitige Faktenlage,
In Sachen der grauen Mäuseschwänze,
Wie ich es sehe, ziemlich schlimm.
Sie prügeln sich schon an der Grenze.
Und einige, ohn' jeglichen Benimm,
Und ohne sich von uns erfassen
Oder registrieren erst zu lassen,
Ziehen unerlaubt gar weiter."

"Einige dieser Außenseiter,
Die alle aus Mausulina stammen,
Tun mit den Gaunern sich zusammen,
Welche wir schon im Lande haben.
Und das ist 'ne ganze Masse."

"Sie hetzen gegen unsre Rasse
Und machen alles was sie wollen
Aber nicht das was sie sollen.
Sie wollen unsre Freiheit untergraben
Und ihr System hier etablieren."

"Troxartes, Leckmülle und die Ihren,
(Leckemülle, im Lateinischen Lychomyle, ist die
Mäusekönigen im Froschmeuseler von Rollenhagen)
Unterstützen diesen Haufen.
Die gilt es als erste uns zu kaufen!"

Und dann im weiteren Verlauf
Seiner Rede zählte er sie auf.
Und zwei seiner V-Männer im Nu
Fügten den Steckbrief an dazu.



"Embasichytros Topfkriecher, Troxartes Parteckfresser,
Lychopinax Tellerlecker, Troglyphus Schrotkäsesser,
 Pternotroctes Schinkenklauber, Brockenfraß Meridarpax,
Brotfeind Artebibulus, Stückeldieb von Psicharpax."
(Alles Mäusenamen aus Rollenhagen Froschmeuseler 16. Jh.)

"Das sind die größten Kriegsverbrecher
Und alle gar schlimme Messerstecher.

Sie treiben ihr eignes Volk davon.
Und wir hier, seit Monaten nun schon,
Müssen all den Andersfrommen
Die flüchtend zu uns ins Sumpfland kommen,
Hier zum stetigen Verbleib
So sagt Teichhilde, Pausbacks Weib,
Wie sich's gehört, Asyl gewähren!"

"Doch manchmal denk geflissentlich
Hinter meiner schwarzen Brille ich,
Dass Teichhilde arg schlecht sieht,
Sonst wüsst' sie was im Land geschieht!"

Teichhilde sieht schlecht

"Sie hat wohl noch nicht mitbekommen,
Dass viele von den Andersfrommen,
An unsern Grenzen uns belügen
Und indem sie uns betrügen,
Ohne sich groß auszuweisen
Illegal ins Land einreisen.

Oft werfen sie zu diesem Zweck,
Heimlich ihre Pässe weg,
Und wenn wir sie dann fragen,
Aus welchem Land sie stammen,
Sie all "aus Mausulina" sagen."

"Das ganze Land steht dort in Flammen."
Fügen sie dann eilig an
"Weil unser König der Tyrann
Sich mit dem euern nicht verträgt,
Und eine Völkerschlacht dort schlägt,
Die uns aus dem Lande treibt."

***

"Wenn das länger noch so bleibt"
So fuhr der Geheimdienstchef dann fort
Werden hier in unserm Land, vor Ort,
Ach es ist fürwahr zum Grausen,
Mehr Mäuse im Untergrunde hausen
Als uns allen lieb sein kann."

Und dann fügte er gleich an:


"Mit ihrer Flüchtlings-Politik,
Die sie gar freundlich macht publik,
Produziert Teichhilde Extremisten.
Wir importieren Terroristen.
Durch das was sie da propagiert.
Von unser geistigen Elite,
Wird unser Volk radikalisiert!"

"Und wer bezahlt  die Miete???"


"Das dem Volke zu erklären,"
So fuhr der Geheimdienstleiter im Report
Über die dramatischen Flüchtlingslage fort,
"Ist eine Sache, welche selbst ein grüner Mann
Der so klug wie ich es bin, nicht kann."

Und dann fügte er im Nu
Was zu tun ist schnell hinzu:


"Teichhilde müsste fix erklären,
Ja, das würde sich bewähren,
Und es wäre ihre Pflicht,
Dass wir die Grenzen machen dicht
Und zwar für all die Andersfrommen,
Die nicht aus Mausulina kommen!"

"Weiter müsste sie es wagen
Allen Mäusen klar zu sagen,
Ohne sich noch lang zu zieren,
Dass ein Nachzug all der Ihren,
Wenn sie hier bei uns erst sind,
Wie Eltern Kind und Kindeskind,
Nicht in Frage kommen kann."

"Als nächstes sollte sie sodann,
Um den Zuzug ihnen zu verwürzen
Die Unterstützungsleistung kürzen."

"Und als wichtigste Sofortmaßnahmen
Müssen Flüchtlingsausweise schnellstens her.
Wer diesen dann im Leistungsrahmen
Nicht zeigen kann bekommt nichts mehr!"

"Zudem müssen die Verfahren
Was den Zeitraum betrifft von Jahren,
Verkürzt werden auf zwei Wochen.
Darauf solltet ihr bei Teichhilde pochen,
Weil dann viele von den Lieben
Wären schneller wieder abzuschieben."

"Dann sollte sie der Ordnung wegen
Schnellstens ein Programm auflegen,
Damit die Mäuse Arbeit kriegen
Und nicht nur faul in ihren Löchern liegen."

"Ein andrer Schritt in dieser Sache,
Dass alle lernen unsre Sprache,
Da gibt es kein Verzichten,
Ist es, sie alle zu verpflichten,
Dass sie, wie wir zu quaken wissen
Und sich nicht davor verpissen."

Als nächstes, auch wenn's ihr fällt schwer
Eine Migrationsgipfel muß her,
Bei dem Teichhilde klar uns sagt
Was sich im Volk ein jeder fragt,
Wie das klappen soll und was
Es wirklich heißt "Wir schaffen das!"

"Wir müssen in dieser Sache nun
Endlich gemeinsam etwas tun,
Sonst wandern, und das darf nicht sein,
Die Terror- und die Dschihadisten
In unser Land von grünen Christen
Aus Mausulina alle ein
Und verbreiten ihre hier nicht legitimen
Religiösen Anti-Frosch-Maximen."

"Am End, das bahnt sich an ja schon,
Stürzen Pausback sie vom Thron,
Und machen, als Fluch der bösen Tat
Aus seinem Land 'nen Moslemstaat."


"Der letzte Punkt aus meiner Sicht.
Ohne Spione geht es nicht!
Wir produzieren Sicherheit!
Deshalb wär's von ihr gescheit,
Um zu erleichtern unsre Bürde,
Wenn, und das ist doch sicherlich nicht schwer,
Sie tausend V-Leute oder ein paar mehr,
Weil man uns ja sonst nichts gönnt,
Sie mir und uns noch geben könnt'.

Das ist die Lage! wie ihr wisst,
Die nicht gerade rosig ist.

Drum solltet ihr hier alle nun
Was ich euch vorschlug just grad, tun
Und meinen ziemlich klugen Rat
Umsetzen schnellstens in die Tat.

***
Wie es bei Hofe weitergeht
In der nächsten Folge steht.

wird fortgesetzt



Freitag, 6. November 2015

Bei Hofe


Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 40 - 25
Bei Hofe

ieder

 wurde laut gemurrt
Weil ein jeder wusste dass,
Was Teichhilde ohne jeglichen Erlass,
Mit Ihrem Wort "Das schaffen wir"
Was keiner so recht abnahm ihr,
Hatte politisch vorgegeben,
Und durch Wiederholung festgezurrt.

Aus diesem Grunde eben
Warteten alle darauf, dass sie kam
Und nochmals dazu Stellung nahm.

Doch sie war noch nicht im Hause.
Deshalb nach einer kurzen Pause,
War als nächster Redner dann,
Von Moarz, der Polizeichef dran.

  
Am Rednerpulte angekommen
Sprach er "All die Andersfrommen
Die unser Land nun überschwemmen
Sind, was die Sicherheit betrifft,
Unter dieser Überschrift
Bis jetzt kein großes Problem im Lande.
Das können meine Leute stemmen."

"Die Gefahr, wie ich sie sehe,
Und weshalb ich jetzt hier grad stehe,
Um sie ihnen allen nun,
Von hier oben kund zu tun tun,
Besteht durch jene dreiste Bande
Von Kriminellen an den Rändern,
Die mit dem Mäuseflüchtlingstreck
Ihr Fähnchen in die Masse hängen,
Doch zu einem ganz andern Zweck,
Über unsre Grenzen drängen,
Und meine Eindruck langsam ändern."

Sie geben als Flüchtlinge sich aus,
Obwohl, ich wähl das Wort gelind,
 Sie Gangster alle sicher sind.

Und dann legte er dem hohen Haus,
Alle waren schon ganz Ohr
Die aktuellen Zahlen vor.

"An den Brennpunkten vor Ort,
Ihr wisst schon was ich meine, dort
Wo die Asylbewerberhallen stehen,
Steigt gegenwärtig die Kriminalität
Die wir erfassen, rapide an."

"Und", so ergänzte er spontan,
"In einer ziemlich schlimmen Weise.
Beim Ladendiebstahl beispielsweise,
Ums dreifache in kurzer Zeit."

"So darf das hier nicht weitergehen,
Denn wie gesagt, das geht zu weit.
Es muss endlich was geschehen.
Denn sonst ist's dafür zu spät."

"Ich bezieh mich hier auf den Bericht,
Glaubt es oder glaubt es nicht,
Der Soko Asyl beziehungsweise Zerm.
Die Leute dort allsamt gar ferm,
Und kriminalistisch aufgeweckt,
Haben viel schon aufgedeckt."


"Wir müssen all den grauen Strolchen,
Wenn wir fassen einen solchen,
Damit er uns versteht
Zeigen, dass das hier nicht geht!"

Und dann fügte der Filou
Einen Nachsatz noch hinzu,
Der seinen Vortrag hat gewürzt
Und auch stark verkürzt.

"Das ist kein Spaß und nicht zum Kugeln,
Jux zu machen damit liegt mir fern.
Doch ihr könnt das alles gern
Online selbst ja noch mal googeln!"


***

Wie es bei Hofe weitergeht
In der nächsten Folge steht

wird fortgesetzt

Donnerstag, 5. November 2015

Bei Hofe

Machwerk R.W. Aristoquakes
Teil 40 - 24
Bei Hofe

ls 

nächster Redner schließlich dann
War der Innenminister dran.

Er sprach und hielt die Fahne hoch
"Es kommen sicher ein paar noch!"

"So langsam werden es zu viele.
Wenn weiter wir in diesem Stile
Hier in Mäuse Flüchtlingssachen,
Noch ein paar weitre Wochen machen,
Sind unsre Unterkünfte voll.

In unserm Sumpfland ist das Soll
In dieser schwierigen Angelegenheit,
Wie ich glaube, längst erreicht.

Es wird, so denk, ich höchste Zeit,
Ihr wisst es ja, ich hab's nicht leicht,
Mit Teichhilde in dieser Frage,
Dass sie sich äußert mal zur Lage,
Die, wie ihr sicher alle wisst,
Ziemlich schwierig für mich ist."

Und dann fügte er im Nu
Die Gründe dafür gleich hinzu.

  
"Vor kurzem waren alle Asylanten,
Selbst die noch nicht ganz anerkannten,
Mit Teichhilde sehr zufrieden,
Und waren froh bei uns zu sein."

"Jetzt stellt sich Unmut bei ihnen ein.
Sie streiken wenn ihnen ihr Mausloch nicht gefällt,
Welches nebst all den andern Gaben
Wir ihnen zugewiesen haben
Oder die Verpflegung das nicht hält,
Was sie sich von ihr versprochen haben,
Obwohl sie trotzdem sich dran zu laben."

"Viele aus der grauen Zunft
Erkennen unser Recht nicht an
Und suchen auf eigne Faust spontan,
Sich eine andre Unterkunft,
Ohne, wie vorgesehen sich erfassen
Erst einmal von uns zu lassen.

In den Asylbewerberunterkünften,
Unter den verschiednen Zünften,
Gibt es Streit. Sie prügeln sich
Weil sie nicht recht zusammenpassen
Und sich von andern Andersfrommen
Mit denen sie dort zusammenkommen,
Es sich nicht gefallen lassen,
Dass jene sie verspotten.

Es geht zu wie bei den Hottentotten
In manchem Loch in diesen Tagen."

"Noch ist das zwar die Minderheit."
So fuhr er fort zu klagen,

"Doch so langsam wird es Zeit,
Dass wir an den Landesgrenzen
Alle Fremden die mit Schwänzen
Sich ankommend dort sehen lassen,
Bevor wir sie passieren lassen,
Klipp und klar deutlich machen wie
Bei uns sich zu benehmen haben sie."

"Ethnisch- und religiösen Streit,
Zu dem sie jetzt schon sind bereit,
Dürfen wir nicht dulden!

Was wir all den Andersfrommen,
Im Sinn des Völkerrechtes schulden,
Im Rahmen unsrer Möglichkeiten,
Sollen sie bekommen!
Doch testosterongesteuerten  Rabauken,
Haben dringend wir beizeiten,
So wie unsre gar eigne Sprache auch,
Was hier ist und was nicht ist Brauch,
Schon an der Grenze einzupauken!"

Wer sich bei uns hier zweckbestimmt
Nach unsern Regeln so benimmt,
So dass wir ihn auch Flüchtling nennen,
Den werden wir auch anerkennen.

Für all jene sind wir gern bereit,
Wie es verlangt die Menschlichkeit,
Uns mit ihnen im Einvernehmen,
Der Lage entsprechend anzubequemen,
Und willkommen sie zu heißen."

Doch all jene, die den Pass wegschmeißen,
Um das Recht sich zu erschleichen,
In unserm Land als Immigrant
Anerkannt als Asylant,
Sich einen schönen Lenz zu machen
Und sich dabei ins Fäustchen lachen,
Wenn sie sich an unsern Teichen,
Tückisch an unserm Wasser laben,
Die wollen wir bei uns nicht haben!"

Am Ende seiner Rede dann
Fügte er noch ein Nachwort an
Zu Teihildes Satz "Wir schaffen das".

Sein letztes Wort war ein Fauxpas,
Und nicht etwa was Heiteres,
Es lautete "Nicht ohne weiteres".

***

Wie es bei Hofe weitergeht
In der nächsten Folge steht

wird fortgesetzt


Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.