Sonntag, 23. Januar 2011

Machwerk R.W. Aristoquakes

Teil 2-2

Jetzt wurd‘ auch Erdmann langsam bös.

„Wahrlich, die Sach‘ ist skandalös“,

Gab zornig er dem andern Recht.

„Und sie verdienen gar nicht schlecht

Am Kriege, der zu nichts sonst nützt

Als dass er die Korrupten stützt.

Doch glaub ich, dass es nicht viel bringt

Wenn wir zum König geh’n und klagen.

Er will den Krieg ja unbedingt

Und wird uns aus dem Lande jagen,

Wenn Vorwürfe in Führungssachen,

Wir ihm dem Mausvolkführer machen.

Und außerdem“, sprach er vertrackt,

„Die Brüder sind so abgeschmackt,

Sie werden uns für dumm verkaufen

Und unsre Meinung unterlaufen.

Auch stimmt der alte Spruch exakt,

Dass eine Kräh der andern hackt

Kein Auge aus: Du wirst es sehen;

Wenn wir zu protestieren gehen,

Wird Meuterer man uns gleich heißen

Und sofort in den Kerker schmeißen“.

Maus Quäker gab zur Antwort drauf:

„Das nehmen mutig wir in Kauf.

Wenn wir’s nicht tun, fängt keiner an;

Mach mit, sonst sind wir schuld daran,

Dass unser Volk wird umgebracht

In dieser blöden Völkerschlacht“!

„Du hast recht“, sprach Erdmann da.

„Wir riskieren den Eklat!

Wenn die Generalität

Von morgens früh bis abends spät,

Den König damit neu bekniet,

Dass er erneut zu Felde zieht,

Hat unser einer auch das Recht,

Was zu tun fürs Mausgeschlecht.

Lass uns beide in Union,

Gegen die Administration

Anmarschieren zu bewegen,

Zur Aufgabe die Kriegsstrategen.

Die sind mit Dummheit all geschlagen.

Für sie die Haut zu Markte tragen

Wär die größte Narretei.

Wir machen davon uns nun frei.

Auch ein Soldat muss es mal wagen,

Seine Meinung dem zu sagen,

Dem er zur Seite steht loyal.

Wenn zu feig der General,

Muss der Gefreite eben ran.

Besser einmal falsch getan,

Als unser kostbar Mäuseleben

Im Rachefeldzug hinzugeben.

Besser mal den Adel schelten,

Denn als Speichellecker gelten.

Besser ein verächtlich Lachen,

Als allen Unsinn mitzumachen.

Besser mal ein Wort riskieren,

Als linientreu zu apportieren.

Besser `nen Orden abzulehnen,

Als zuzujubeln dümmlich denen,

Die warten auf den Volksapplaus,

Weil auf den Endsieg sie sind aus.

Wir wissen doch, das geht oft schief,

Weil der, der zu den Waffen rief,

Oft so verblendet ist im Hass

Und weiter schöpft aus einem Fass,

In dem er vermutet noch sein Heer,

Obwohl es lange schon ist leer.

Besser man legt die Waffen nieder

Und kehrt nach Hause lebend wieder,

Als tapfer weiter zu marschieren

Und mit Hurrageschrei verlieren.

Besser für des Volkes Wohl,

Umzustürzen das Idol,

Als ja zu sagen, weil es Brauch

Und günstig für den eig‘nen Bauch.

Besser im Gefängnis frieren,

Als das Spiegelbild verlieren,

Das man bisher hie und da,

Mit stolzen Blicke morgens sah

Wenn man sich den Bart gestutzt.

Schweigend ertragen keinem nutzt.

Besser die Meinung vorher sagen,

Als sie dem Unheil nachzutragen.

In diesem Sinn“, sprach Erdmann nun,

„Lass uns unsre Pflicht jetzt tun“!

So kam es, dass wie Musketiere,

Die beiden stolz mit dem Rapiere

Umgeschnallt, bei Hof erschienen

Um friedlich ihrem Volk zu dienen.

Als Erstes fragte man sie dort

Was sie denn bei dem Rapport

Wichtiges zu melden hätten.

„Wir wollen die Armee erretten,

Bewahren sie vor ihrem Fall“,

Sprach Quäker zum Oberfeldmarschall.

„Und außerdem“, sprach Erdmann weiter,

„Sind wir zum Frieden Wegbereiter,

Wir haben gestern nach der Schlacht,

Lang bei den Opfern zugebracht.

Da erkannten wir spontan:

Es leidet stets der Untertan

An dem was oben wird verbrochen.

Kein General wurd‘ je erstochen

Der an des Königs Tafel saß

Und sein Brot bei Hof‘ nur aß.

Der Adel ganz noblesse oblige

Hält vornehm sich zurück im Krieg.

Dieses Morden im Felde ist ein Wahn!

Warum macht ihr denn keinen Plan,

Der den Frieden uns erhält?

Uns scheint es fast, dass euch gefällt

Was ihr mit uns da unten treibt.

Solange ihr am Leben bleibt

Berührt euch das, so scheint es mir,

Am Rande nur, bei Hofe hier.

Es muss ein End noch heute Nacht

Haben, bevor die nächste Schlacht

Morgen früh beginnen kann.

Wo ist der König, der Tyrann“?

„Hier bin ich“, klang es hinter ihm.

„Was habt ihr gegen mein Regime“?

Fragt die Stimm‘ aus Richtung Thron.

Dort saß der König in Person.

Er hatte schon das Nachthemd an

Und wirkte ganz wie ein Galan

Der aus Höflichkeit erblüht,

Um eine Dame sich bemüht.

„Der wollte grad zur Königin“,

Schoss es den beiden in den Sinn,

Indem sie artig, ritterlich,

Verneigten vor dem Herrscher sich.

Dann hat Maus Quäker elegant,

Sich an seine Majestät gewandt.

„Erlauchter Schinkenklauber du,

Sei uns wohlgesinnt, hör zu.

Wir kommen zu so später Stunde,

Zu dir nur aus dem einen Grunde,

Zu warnen Eure Majestät,

Vor dem Krieg, bevor’s zu spät.

Wir wollen fragen auch warum

Ihr das Mausimperium,

Aufs Spiel setzt, eines Toten wegen?

Rachelust bringt niemals Segen!

Und Bröseldieb, dein lieber Sohn,

Das weißt du selbst, hat nichts davon,

Weil er im Grabe nicht mehr sieht

Was seinetwegen nun geschieht.

Um Frieden zu stiften kamen wir.

Nur deshalb sind so spät wir hier.

Weil es wichtig uns erscheint,

Zu verhandeln mit dem Feind,

Bieten wir euch hier spontan

Unseren Dienst als Herold an.

Wir sollten mit König Pausback reden

Um zu beenden diese Fehden

Die uns in Nord und Süd, in West und Osten

All auf dem Feld das Leben kosten.

Besser auf Vertrauen bauen,

Als sich auf die Klauen hauen“!

„Ja, ja“, sprach müde da der Rex,

„Das kenn ich alles, Lukas, sechs.

Dort steht, was keiner kann recht fassen,

Tut Gutes, jenen die euch hassen,

Halt hin auch deine andre Wange

Und sei vor keinem Fausthieb bange.

Ja, ich schätze Gottvertrauen,

Doch wer die Bibel will verdauen;

Wer jeden Satz draus will versteh’n,

Der muss schon ganz genau hinseh’n“.

„Und“ fährt er fort, „welch Religion,

Gibt zurück mir meinen Sohn,

Den Pausback, der Schuft ermordet hat?

Rache will ich für die Tat“!!!

Maus Erdmann schüttelte den Kopf,

„Lassen wir den alten Zopf.

Besprechen wir das Ungemach

Welches morgen tausendfach,

In der Schlacht mit Höllenpein,

Auf das Mausvolk bricht herein.

Majestät, wir fleh’n sie an,

Verwerfen sie den Angriffsplan.

Ich weiß, die Generale sagen,

Dass der Feind wär leicht zu schlagen.

Das Gleiche behauptet die Generalität

Des Feindes auch indem sie rät

König Pausback ohn‘ zu zagen

Eine neue Schlacht zu wagen.

Wir trauen diesen Schurken nicht

Und ihrer Augenwischerei.

Hier ist der wahre Frontbericht,

Wir haben ihn dabei.

Bitte Hoheit, seh’n sie hier,

Die Verluste auf Papier.

Gestern in der ersten Schlacht

Wurden schon massig umgebracht.

Zwei Millionensiebzehn Helden,

Starben unter schlimmer Qual.

Als Verletzte sind zu melden,

Drei Millionen und ein General“.

„Der Letzt‘re überlebt bestimmt“,

Sprach Quäker vorlaut, arg ergrimmt.

„Der hat, als er sich dünn gemacht,

Sich den Schwanz verrenkt im Schacht,

Durch den er sich verdrücken wollte.

Leider entkam er der Revolte,

Die ein Mauser angezettelt hatte

Als er feige Stabsdienstratte

Ohn‘ dass ein Gegner ihr kam nah

Hals über Kopf entfliehen sah“.

„Interessant, hoch interessant,

Das war mir bisher nicht bekannt“,

Sprach der König, “doch zur Lage:

Ich verstehe eure Klage

Und stimm‘ euch zu, dass Krieg und Zwist,

Auf Dauer keine Lösung ist.

Ich reich zum Frieden gern die Hand,

Doch erst wenn ich als Unterpfand,

Nach der Schlacht und Niederlage,

Pausback in meinen Händen habe,

Um ihn aus der Welt zu schaffen

Mit eigner Krallenhand ohn‘ Waffen.

Erst danach werd ich Frieden schließen.

Ihr seht, ganz ohne Blutvergießen.

Geht es im Leben manchmal nicht.

Und auch im Politikgefecht,

Kommt man mit Nachsicht nicht zurecht.

Da muss man schon mal herrschereigen,

Dem andern auch die Zähne zeigen,

Sonst würde man am Ende gar verlacht.

Gefühle sind da nicht angebracht.

Wer die Macht, wie ich, in Händen hält,

Muss wehren sich, weil er sonst fällt.

Ihr seht, ich kämpfe für den Thron,

Und nicht aus Rache für den Sohn,

Welchen Pausback umgebracht.

Ich schlag zurück mit aller Macht,

Die mir zur Verfügung steht“!

„Und wenn es in die Hose geht?

Was dann, wenn wir die Schlacht verlieren,

Und in Gefangenschaft marschieren?

So frage ich als kleiner Mann,

Sprich Herr König, was ist dann“???

Quäker zornig und in Rage,

Sprach zum Herrscher: „Noch ‚ne Frage.

Was geschieht mit deinem Reich,

Wenn die Frösche dich im Teich

Morgen ertränken, so wie deinen Sohn,

Wer kämpft, frag ich, dann um den Thron?

Majestät, wir bitten sie.

Retten sie die Monarchie.

Bleiben sie im Bette morgen.

Sparen sie sich all die Sorgen,

Die eine Schlacht, wenn sie misslingt,

Nach sich zieht und mit sich bringt“!

Quäker und Erdmann schonungslos,

legten ihre Meinung dar.

Der Mäusekönig fassungslos

Nahm wie im Traume es nur wahr,

Was die beiden Unverzagten.

Ihm nun im eignen Hause sagten.

Mutig platzierend jedes Wort

Fuhren die beiden zornig fort.

„Der Krieg hat lange Tradition.

Seit Anbeginn der Schöpfung schon,

Schlagen Völker sich die Köpfe ein.

Seit Abel seinen Bruder Kain

Aus Eifersucht hat umgebracht,

Wurd’ mancher Krieg und manche Schlacht

Auf unsrer Welt schon ausgetragen.

Doch wenn ich darf, dann möcht ich fragen,

Was hat das alles denn gebracht?

Neuen Hunger stets auf Macht!

Legt endlich eure Waffen nieder,

Sprecht mit den Nachbarn endlich wieder.

Machet auch den andern klar,

Dar neue Wort, make love not war!

Sagt es der Gemeinde.

Liebet eure Feinde!

Die Geschichte hat gelehrt,

Dass Kriege sind nicht lebenswert.

Kein noch so überleg’ner Sieg

Macht wett die Opfer, die im Krieg,

Das Volk zuvor, für sein Gelingen

Sterbend leidend musst erbringen.

Die Truppe, die ins Feld ihr führt,

Beim Gegner nur das Feuer schürt.

Auch wenn Ihr denkt ihr heizt ihm ein,

Wird reziprok die Wirkung sein.

Was nützt es wenn ihr Hass dort sät,

Wo morgen ihr als Majestät,

Vom Volk umjubelt wollt doch sein?

Glaub König uns, es bringt nichts ein,

Mit Krieg das Land zu überziehen.

Auch wenn die Frösche alle fliehen,

Werden sie einst wiederkommen.

Niemals wird es hingenommen,

Dass ein geschwänzter Okkupant

Herrscher wird im Froschteichland.

Neuer Streit ist programmiert.

Weil keiner gern sein Land verliert,

Wird sich das Froschvolk nicht bequemen,

Sondern furchtbar an uns Rache nehmen.

Drum raten wir, reicht eure Hand,

Dem Gegner aus dem Froschteichland.

Verzichtet endlich auf Gewalt,

Werdet gemeinsam lieber alt.

Lebt friedlich und in Harmonie

Zusammen mit dem Lurchenvieh.

Last ab von euerm Rachewahn;

Macht endlich einen Friedensplan,

Sonst ufert euer Zwist noch aus,

Bis ein Weltkrieg wird daraus.

Gestern bereits der Schlachtverlauf,

Deutete schon hin darauf,

Dass ihr mit eurer Angriffsmasche,

Legt die Welt in Schutt und Asche.

Was soll denn aus dem Manntier werden

Wenn es nur Schutt gibt noch auf Erden“?

Schrie Quäker mutig, voller Grimm:

„Noch niemals war ein Krieg so schlimm.

Ich musst‘ es am eignen Leib erfahren.

Die Frösche kamen an in Scharen.

In ihrer wilden Kampfesweise,

Fielen wir Mäuse dutzendweise.

Ich hatte Glück, elf Leichen lagen

Auf mir, ich konnt‘ es kaum ertragen;

Ich kam fast um, vor Atemnot.

Die Frösche dachten, ich wär tot.

Bewusstlos fand mich Erdmann so.

Ich bin ihm dankbar und so froh,

Dass rechtzeitig er noch erkannte,

Dass ich noch leb, mich nicht verbrannte!“

Der König ohn‘ jegliche Begeisterung,

Hatte gehört die Schilderung,

Der beiden Krieger beim Rapport.

Dann ergriff auch er das Wort

Und rief nach seinem Hofmarschall.

Der lies darauf die Wache kommen

Wie stets in einem solchem Fall.

Die hat die beiden festgenommen.

Gefesselt, Schwanz an Schwanz gebunden,

Geohrfeigt, geknebelt und geschunden,

Lagen sie nun vor dem Thron.

Der König grinste voller Hohn

Und sprach: „Nun hört mir beide zu:

Was ich plane ist ein Coup.

Der Krieg nach meiner Theorie,

Ist die beste Strategie

Um durch Einsatz schwerster Waffen,

Den Frieden endgültig zu schaffen.

Die Ideologie ist neu.

Ich bleib ihr noch bis morgen treu

Und führ die Schlacht, derart total,

Dass niemand mehr es wagt nochmal.

Ich weiß, Milliarden werden sterben.

Die halbe Welt stürz ich in Scherben

Um sie vom Morden zu befrei‘n.

Danach wird immer Frieden sein.

Der Schöpfer wird mich dankbar preisen

Als den Weisesten der Weisen

Der vom Übel hat die Welt befreit

Die er geschaffen seiner Zeit.

Die Menschheit wird mir zu Füßen liegen.

Nie wieder muss sie sich bekriegen.

Auf Denkmälern werde ich thronen.

In allen Ländern und Regionen

Rund um den Globus wird man mich

Und meine Taten ewiglich

Lobpreisen im Sonnen-und im Mondesschein.

In die Geschichte geh ich ein

Als der Rex, der mit dem Schwert,

Der Welt den Frieden hat beschert“!

Nach dieser Rede zog zurück,

Der König sich. Privates Glück

In den Gemächern nebenan,

Stand als Termin auf seinem Plan.

Was sich da hinter den Kulissen

Abspielte, lohnt nicht es zu wissen.

Im Thronsaal unterdessen trat

Die Garde auf gar rabiat.

Erdmann und Quäker, fortgezerrt

Brutal, wurden und eingesperrt.

In einem finstern Mauseloch,

sitzen sie wohl heute noch,

Irgendwo geknebelt stumm,

Inzwischen skelettiert herum.

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wird fortgesetzt

Samstag, 22. Januar 2011




Machwerk R.W. Aristoquakes

Teil 2-1

Da senkt die Sonne sich im Purpurschein

Hinterm Rohr in Pausbacks Teich hinein,

Und Nebelschwaden aus dem Moor

Kriechen an alle Ufer vor.

Dunkelheit hebt aus dem Teich

Gen Himmel sich gar folgenreich

Empor und hüllt mit Gottes Macht

Das Land umher in schwarze Nacht.

Die Könige samt ihrer Trosse

Sind ohnmächtig. Die Finsternis

Lässt im Sprunge ihre Rosse

Verharren vor jedem Hindernis.

Das Schlachtfeld liegt in Schwarz gehüllt.

Die Krieger sind umgeben

Vom Wunder welches Gott erfüllt

Zu retten ihrer Leben.

So legen die geschund‘nen Glieder

Sie müde all aufs Moos gleich nieder

Um sich vom Kampfe auszuruh’n.

Ross und Reiter, Frosch und Maus,

Landser, Offizier, Tribun,

Sammeln Kraft so, spannen aus,

Um tags darauf bei Sonnenschein,

Wieder frisch und fit zu sein.

Sie wissen alle, dass der Krieg

Noch nicht zu End‘ und fern der Sieg.

Doch das, so denken sie, sind Sorgen,

Nicht von heut sondern von morgen.

So deckt man sich mit Hoffnung zu

Und schläft. Nur Pausback der Filou

Liegt wach und grübelt drüber nach,

Wie er des Krieges Ungemach

Für sich zum Vorteil könnte wenden.

Mit einem Siege muss es enden,

Denkt er, sonst wackelt noch mein Thron.

Dann steht er auf, stielt sich davon.

Im Reich der Krebse hat verbracht

Er schließlich dann den Rest der Nacht.

Als die Sonne morgens brannte hernieder,

Stand er auf dem Schlachtfeld wieder,

Mit einer Fahne in der Hand

Auf welcher “Peace“ geschrieben stand.

Indem er das weiße Banner schwenkt,

Den Schritt durchs Feld der Ehr er lenkt.

Dort liegen Tausende von Leichen,

Mäuse und auch seinesgleichen,

Frösche, blutig geschlagen starr und stumm,

Zwischen noch Lebenden herum.

Die Letzteren unter Weh und Ach,

Reiben die Augen sich grad wach

Und blinzeln dem König, der verwegen

Das Friedenstuch schwenkt, dumm entgegen.

Der stellt sich vor den Maus-Rex hin

Und spricht zu ihm mit Hintersinn:

„Der erste Tag von Krieg und Schlacht,

Hat großes Leid uns schon gebracht;

Tausende von unsern Helden,

Wie mir meine Späher melden,

Mussten im Kampf ihr Leben lassen.

Ich kann es beinah selbst nicht fassen;

Wo man hintritt, liegen Leichen.

Was willst du damit nur erreichen?

Dein Volk stößt so ins Unglück du,

Und das meine noch dazu!

Dein Starrsinn hat dazu geführt,

Dass die edelsten der Ritter

Getötet wurden“, sprach er bitter.

Der Mäusekönig ungerührt

Pfiff: „Bevor wir weiterstreiten,

Lass uns schnell auf beiden Seiten

Die Toten sammeln, Mann für Mann,

Damit man sie verbrennen kann.

Doch wenn die Feuer sind erloschen,

Wird weiter auf euch eingedroschen,

Bis eure hinterlist‘ge feige Brut

Ersoffen ist im eignen Blut“.

Pausback schrie: “Komm zur Vernunft,

Sonst geht es dreckig Deiner Zunft.

Ich lass euch allesamt ertränken,

Köpfen und am Hals erhängen“.

Und dann fuhr mit ernstem Wort

Er in seiner Rede fort:

„Doch erst lasst uns geduldig sein;

Bringen wir die Toten ein,

Und sammeln die Verletzten auf,

Die dort ebenfalls zu Hauf

Auf dem Schlachtfeld kreuz und quer,

Liegen blutend noch umher“.

Weiter sprach er zu der Maus:

„Dann tauschen wir Gefang‘ne aus.

Zwei deiner Krieger gegen vier

Aus der glorreichen Armee von mir.

Und mittags, wenn vorbei die Nacht,

Geht es weiter mit der Schlacht“.

Des Frosches Rede hat ergrimmt

Nachdem er listig sich besann,

Brotnager zornig zugestimmt

Und wies den Adjutanten an,

Die Truppe schnell zu informieren

Und schriftlich all das zu fixieren,

Was nudis verbis abgemacht.

Der hat es zu Papier gebracht

Und legte mittags dann am Moor,

Den Waffenstillstandsvertrag vor.

„Von unserm König unterschrieben“,

Sprach der Adjutant durchtrieben,

„Es fehlt nur, weil es euch betrifft,

Darauf deine Unterschrift“.

Pausback las in aller Ruh.

Dann wollt die Unterschrift dazu

Er neben die des andern setzen.

Da, hinter ihm, schrie mit Entsetzen,

Quackquapper, sein Enkelsohn

Und Erbe dereinst auf den Thron:

„Achtung Opa! Diese Maus

Trickst dich hinterlistig aus.


Unterschreib nicht was sie hat

Gekritzelt auf das Lügenblatt“.

Da hat der König buchstabiert:

„Mittag bis Zwölf“, wie raffiniert.

Dann griff er ihn: Der Adjutant

Wurde mit Pausbacks Schwert bekannt.

Er starb zur Mittagszeit, high noon!

Die Schuld am Tod trug sein Tribun

Der vom Maus-Rex aufgehetzt

Den Vertrag hat aufgesetzt.

Nun überall im weiten Lande

Schaffte man zum Schlachtfeldrande

Gefallene Krieger haufenweise,

Um sie für ihre letzte Reise

Zur Verbrennung aufzuschlichten.

Gott Zeus oblag es, sie zu richten

Und festzulegen wen von allen,

Die auf dem Schlachtfelde gefallen,

Man aufnimmt im Olymp als Helden

Oder ob ihre Seelen sich,

Unten im Hades sollten melden,

Was für manche sicherlich

Wäre ziemlich jämmerlich.

Die Frösche holzten ab das Rohr

Und stapelten es kunstgerecht

Gemischt mit Leichen hoch empor.

„Tote Krieger brennen schlecht“,

Sprach Pausback in gerührtem Ton

Im Felde zu dem Enkelsohn.

Dem quoll aus feuchtem Äugelein

Jetzt kullernd eine Träne klein,

Denn vor ihm, auf dem ersten Hauf,

Lag sein toter Kumpel drauf,

Der brave Korax von der Laich,

Mit dem er gestern noch am Teich,

Unbeschwert und unverzagt,

Ein Mückelein hatte gejagt.

Als Fähnrich ward er eingezogen.

Das Schicksal war ihm nicht gewogen.

Der Feind kürzte ihm beide Schenkel.

Der König tröstete den Enkel

Und sprach: „Die Mäuse sind gemein;

Doch die Rache die ist dein“

Dann kam die Truppe anmarschiert

Und hat zum Abschied salutiert

Vor den toten Kameraden.

Pausback drauf, von Gottes Gnaden,

Griff zur Fackel und gewandt

Hat er Hauf um Hauf entbrannt.

Zum Klange der Trompete stieg

Der Rauch zum Himmel. „Uns der Sieg“,

Schwor der König in die Flammen

Und: „Die Mäuse soll’n verdammen“.

Ähnlich traurig war die Lage

Im Mäuselager. „Wehgeschrei und Klage“,

Sprach Brotnager, „ist eine Sache

Für Memmen, unser Stil ist Rache“.

Dann griff das Heer zu Axt und Keil

Und fällte Holz mit Säg und Beil.

Indes räumten auch die andern auf.

Die Helden, die im Schlachtverlauf

Für Reich und Rex hatten ihr Leben

Mutig streitend hingegeben,

Wurden zwecks Bestattung schnell

Eingesammelt rationell.

Maus um Maus kam angelaufen

Mit Leichen für den Scheiterhaufen.

Nagezahn ein Grenadier,

zog mit einer Faust gleich vier

Am Schwanz, so war es nicht so schwer,

Hinter sich zum Feuer her.

Maus Erdmann schleifte eine bleiche

Mausetote Mäuseleiche

Auf dem Rücken brav heran,

Auf dass man sie bestatten kann.

Zwei Meter vor dem Scheiterhauf‘,

Macht die Maus die Augen auf

Und fragt den Totenträger schrill,

Was der von ihrem Schwänzchen will.

Maus Erdmann darauf fassungslos,

Ließ sofort das Schwänzchen los.

„Was machst du da für blöde Sachen“,

Sprach er zur andern voller Wut.

„Wollt Feuer untern Hintern machen

Dir just gerade. Ist nur gut,

Dass Du zuvor bist aufgewacht;

Sonst hätte ich Dich umgebracht“.

„Ach was, ich habe dich geprellt“,

Sprach der: „Ich hab mich tot gestellt,

Weil ich zwei Frösche hab gesehen.

Doch Gott sei Dank ist nichts gescheh‘n“.

Und dann fuhr er fort gereizt:

„Morgen wirst auch du verheizt.

Dem König ist das Volk egal,

Er benötigt einen Sieg;

Drum jagt er morgen noch einmal,

Uns alle wieder in den Krieg.

Ich hab schon längst die Nase voll.

Weißt du denn, was der Blödsinn soll?“

So fragte er den Kameraden.

„Dem ganzen Volke wird er schaden.

Die Frauen sind allein zu Haus

Und weinen sich die Augen aus,

Während wir im Felde sterben.

Wer soll unser Heldentum vererben,

Im Blut den Söhnen weitergeben,

Wenn wir Heroen nicht mehr leben?

Die besten Krieger starben schon,

Für den blöden Königssohn.

Was wäre, wenn es dich getroffen

Hätte an statt von Bröseldieb

Und Du im See wärst abgesoffen?

Kein Wort vom König nicht ein Piep

Hätt er zu deinem Tod verloren.

Keiner von uns bleibt ungeschoren,

Wenn morgen er, weil’s ihm behagt,

Uns wieder auf das Schlachtfeld jagt.

Er opfert uns für seinen Streit

Den er mit den Fröschen hat.

Ich bin dazu nicht mehr bereit.

Ich sag’s wie’s ist, auch als Soldat.

Ich bin gegen diesen Krieg!

Erstens, weil wir ihn verlieren!

Zweitens, was brächte uns ein Sieg?

Wer sollt‘ das neue Reich regieren

Das wir hinzugewönnen dann?

Was wollen wir mit einem Teich

Wenn keiner von uns schwimmen kann?

Schon jetzt ist viel zu groß das Reich

Um seine Grenz mit Wall und Hecken

Wie sich’s gehörte abzustecken.

Und außerdem, ich bin ein Christ

Und als solche Pazifist,

Der obwohl ich hab viel Mut,

Keiner Fliege etwas tut.

Übrigens, mein Nam‘ ist Quäker.

Was ich sag ist kein Geschäker.

Ein Pazifist bei uns zu sein

Bringt wenig Anerkennung ein.

Doch glaube mir aus gutem Grund,

Steh ich für Frieden ein profund.

Mit Feigheit hat das nichts zu tun,

Vielmehr ist es pragmatisch

Und weise, da gibt’s kein Vertun,

Doch meistens problematisch.

Es ist im Krieg nicht populär,

Sich quer zu stell’n beim Militär.

Auch schätzt man’s nicht, wenn ungefragt

Dem Feldherrn man die Meinung sagt.

Doch was zu tun ist, muss man tun.

Ich geh noch heute zum Tribun

Und mach ihm deutlich, dass die Rache

Für Bröseldieb ist seine Sache“.

Quäker immer mehr in Rage,

Fuhr fort: „Es ist eine Blamage

Für die ganze Mausarmee.

Die Herren mit dem Portepee,

Kriechen dem König sonst wohin,

Mit dem schäbigen Hintersinn,

Dass der Herrscher sich nicht ziert

Und sie weiter finanziert.

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Wird fortgesetzt

Freitag, 21. Januar 2011


Machwerk R.W. Aristoquakes

Teil 1-13

Zweikampf der Könige


Indes Feldmarschall Padderan

In der Not auf Kriegslist sann

Und schickte Fischer von der Mücken

Die Mäus‘ zu fassen in den Rücken,

Mit tausend Bürgerschützen vor;

Gab Order, dass er aus dem Rohr

Den Feind umgeh‘ fein, still und listig,

Mit Pfeilen angreif‘ ihn dann rüstig

Und seiner Schliche habe Acht,

Dass er nicht wird in Not gebracht.

Herr Fischer mit dem Schützenkorps

Fein still bricht aus dem Schilf hervor


Und will die Mäuse überraschen.

Er kann jedoch die Kehlentaschen

Der Schützen nicht im Zaume halten,

Sie lassen ihren Kriegsmut walten

Und stimmen an die Melodie:

„Frisch, Frosch frei“, die ganze Kompanie

Singt keck mit lautem Quak und Quar!

Und Satz um Satz die ganze Schaar

Sprang hin und her, und dabei schossen

Sie dicht wie Hagel mit den Flossen

Hinüber in des Feindes Heer.

Die Mäuse sich entsetzten sehr

Und drückten sich, an Hügeln schleichend

Und in die Ackerfurchen weichend,

Und wussten nicht wo aus, noch ein,

Als sollt es schon ihr Ende sein.

Doch Lecker von dem Teller stand

Zur Stelle als ihr Kommandant.

Ob sich die Luft von Pfeilen schwärzt,

Er wusst‘ wie Odysseus beherzt

Und schlachtenklug sich zu beraten

Und kommandierte flugs: „Soldaten,

Grabt in die Erde schnell euch ein,

Da werden wir ganz sicher sein.

Sie können uns die Haut nicht ritzen,

Ihr aber mit den Nadelspitzen

Könnt unterbauchs den Wasserstrolchen

Zusetzen und sie all erdolchen.“

Die Mäuse gruben schnell und schneller

In Angst sich jede einen Keller

Und krochen wohlgemut hinein;

Da konnten sie ganz sicher sein

Und wollten, wenn sie sich sehen ließen

Die Frösche von unten her aufspießen.

Doch lässt sich Fischer von der Mücken,

Der Schlichekund’ge nicht bestricken.

Kaum sah er, was die Mäuse schufen,

So ließ er alle Schützen rufen

Zum Rückzug von dem Stabstrompeter.

„Merkt ihr denn nicht, ihr Schwerenöter,

Dass jene bösen, tückschen Seelen

Den See uns listig unterhöhlen?

Und läuft uns all das Wasser fort,

Wo finden wir dann Schutz und Hort?“

So rief er, und die Schützen erschraken

Zu Tode fast; mit leisem Quaken

Das ganze Korps rannte zum See.

Das brachte den Fröschen nichts als Weh.

Denn alle die die Mär gehört,

Sprangen in den See verstört

Und suchten, ob von ungefähr

Ein Pfützchen wohl noch übrig wär,

Und warfen weg in großer Eile

Die Grätenbogen und die Pfeile,

Die Schilde, Spieße, Waffen und Wehr,

Und panischer Schrecken ergriff das Heer.

Die Mäuse gewannen die Oberhand,

Und Froschblut floss über See und Land.

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Der König Pausback drauf zur Linken

Tat seiner Schweizer Garde winken

Und sprach: „Wir locken sie zum See.

Dort packen wir den Feind juche

Vom Wasser aus an seinen Ohren

Und ziehen sie hinab die Toren,

Um sie im Teiche zu ertränken,

Dass Kind und Kindeskind dran denken.

Nun wollen wir die Mörder hetzen,

Das Schwert an ihrem Rücken wetzen.“

Die Garde aus dem dunklen Rohr

Bricht mit der Reichsfahne hervor.

Der König als ein tapfrer Mann

Mit angelegtem Spieß voran,

Wollt an des Feindes Blut sich netzen

Und sprengt dahin in langen Sätzen.

Als Schinkenklauber ihn erkannte,

Sein Herze schmerzvoll ihm entbrannte,

Und das Geblüt stieg ihm zu Kopf.

„Nun fass ich, Bluthund, dich beim Schopf“,

Schrie er den König Pausback an,

„Du Mordgeselle, du Tyrann;

Du hast mir meinen lieben Sohn,

Den einzigen Erben meiner Kron‘,

Ersäuft in hinterhält‘ger Weis‘,

Nun sollst du mir dafür den Preis

Mit Deinem Blute zahlen. Stehe,

Dass dir, wie Du getan geschehe!“

„Euer Majestät“, hob Grünrock an,

Der Leutnant als gar kluger Mann,

„Es sei dem gekrönten Haupt

Aus Staatsräson doch nicht erlaubt,

Das teure Leben zu gefährden;

Dieweil Ihr schon durch Kriegsbeschwerden

Der Ehre habt genug getan;

Deswegen auch der Untertan

Für Eure Majestät sein Blut

Vergießen muss: so rat ich gut

Dass wir vor Schinkenklaubers Wüten

Ins Rohr zurückgeh’n und uns hüten.

Kann jener sein Gelüst nicht zähmen,

So mag er sich ins Rohr bequemen

Und beweise uns als tapfrer Mann,

Ob er im Wasser stehen kann.“

Der König mit klugem Feldherrnblick

Schaut oftmals nach dem Rohr zurück.

Doch schon umringt von allen Seiten,

„Nun gilt es“, ruft er, „tapfer streiten.

Nun soll dich, Schinkenklauber, reuen,

Dass Du es wagst, mir so zu dräuen,

Dass du in deinem wilden Mut

Vergießest unschuldiges Blut.

Was hatte Dein Sohn zur Torheit Lust,

Da er die Schwimmkunst nicht gewusst?

Was hielt er fest nicht Füß‘ und Hände

Und wählte sich ein schmächlich‘ Ende,

Anstatt in meinem Schloss als Gast

In Lust und Ehr zu halten Rast“

Lass ab vom Streit drum mit Bedacht

Und hab vor meinen Fäusten Acht,

Sonst muss ich mit dem Speer dich stechen,

Die Spitz‘ im Herzen dir abbrechen.“

„Verhasstes Breitmaul“, rief in Wut

Der andere, „sei auf der Hut.

Wie du mit aufgeblasenen Backen

Auch prahlest groß, ich will dich packen,

Mit meinen Zähnen dich zerreißen,

Die Fetzen vor die Hunde schmeißen.“

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Die Könige spornten die Rosse

Und sprengten kühn voraus dem Trosse,

Lang ausgelegt den Lanzenschaft

Und vorgebeugt mit aller Kraft,

Dass beide, Ross und Reiter schnoben

Und seitwärts Kies und Funken stoben.

Da hätte es Pausback fast ereilt

Verhängnisvoll und unverweilt

Des Todes bitteres Geschick;

Allein sein Ross – es war ein Glück -

Tat einen Satz hoch in die Luft –

Sein Lanzenstoß ins Nichts verpufft,

Er fiel gar tief in eine Pfütze,

Und Schinkenklaubers Nadelspitze

Fuhr ohne Schaden in den Sand. –

Mit beiden Händen schnell, gewandt

Greift König Pausback in den Kot

Und bringet seinen Feind in Not.

Denn eh derselbe sich‘s versehen,

Da ist es schon um ihn geschehen,

Der Dreck die Augen ihm verblitzt

Und seinen Maulwurfnerz bespritzt,

Und eh der Schimpf noch ward gespürt,

Ihm Mund und Nase zugeschmiert.

Er fasst noch einmal in die Pfütze

Und setzt ihm auf aus Schlamm `ne Mütze

Und salbt ihm das gekrönte Haupt.

Drob Schinkenklauber, ganz beraubt

Der Sicht und schändlich übergossen

Von ungeahnten Wurfgeschossen,

Besiegt durch Pausbacks feige List

Des Hasses und des Streits vergisst

Und pfeift nach Hilfe kläglicher Weise.

Da stürzt herbei das Heer der Mäuse

Und umringt die Frösche von allen Seiten.

Vergeblich ist der Garde Streiten,

Ohne jedes Ziel und Maß

Mordet die Heerenun im Völkerhass.

Es ist geschehen um sie alle,

Nur ein Wunder rettet noch vorm Falle

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Zur Einstimmung

Bei dem hier unter dem Pseudonym R.W. Aristoquakes virtuell zur Veröffentlichung gebrachten, mehr als einhundertfünfzigtausend Doppelverszeilen umfassenden und mit über 15.000 Zeichnungen versehenen Epos handelt es sich um die umfangreichste Nacherzählung des Homer zugeschriebenen Kriegsberichtes, die jemals niedergeschrieben wurde und nach Auffassung des Autors, um das wichtigste literarische Werk der Neuzeit überhaupt.

Unter dem oben abgedruckten Titel veröffentlicht der noch unbekannte Schriftsteller an dieser Stelle in den nächsten fünf Jahren sein als Fortsetzungeerzählung entstandenes Mammutmachwerk über den antiken Tierkrieg und dessen Folgen für die Menschheit.

Das über zweitausend Jahre alte homerische Epillion, das im Original nur etwa 300 Verszeilen umfasst, wurde von R.W. A., der zehn Jahre lang daran gearbeitet hat, zu einem Mammutwerk aufgebläht, das die Batrachomyomachia mit der Ilias und der Bibel verbindet.

Diese Verknüpfung der drei wichtigsten Werke der abendländischen Literatur, die in etwa zur gleichen Zeit entstanden sind, dient dem Autor dazu, seine religionsgeschichtliche These zu untermauern, in der er den Frosch als Ursprungsgottheit darstellt und behauptet, dass die Götter der Neuzeit nichts anderes sind als die konsequente Weiterentwicklung der ägyptischen Froschgötter.